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Metallurgie
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Metallurgie (auch HĂŒttenwesen) bezeichnet die Gesamtheit der Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Metallen und anderen metallurgisch nĂŒtzlichen Elementen.

Das Wort Metallurgie setzt sich zusammen aus dem altgriechischen ÎŒÎ­Ï„Î±Î»Î»ÎżÎœ mĂ©tallon fĂŒr eine AbbaustĂ€tte und dem Suffix -ÎżÏ…ÏÎłÏŒÏ‚ -ourgĂłs (zu áŒ”ÏÎłÎżÎœ Ă©rgon ‚Arbeit‘) fĂŒr den eine TĂ€tigkeit AusĂŒbenden.cite-ref-1[1] DemgemĂ€ĂŸ arbeitet ein Metallurg in AbbaustĂ€tten und mit deren Inhalten. Das lateinische Wort metallum ist begrifflich enger, es bedeutet lediglich Metall.cite-ref-2[2]

Contents

‱ Geschichte
‱ Zeittafel
‱ Edelmetalle
‱ Stahl
‱ Guss
‱ Aluminium
‱ Historisch
‱ Eisenbezogen
‱ Lexika
‱ Weblinks

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Geschichte

Siehe auch

:

Geschichte der Ingenieurwissenschaften

Erzvorkommen begrĂŒnden metallurgisches Werken

Kupfer-, Bronze- und Eisenwerkzeuge, nach denen Geschichtsepochen benannt wurden, verdanken ihren Ursprung Erkenntnissen, die man zufĂ€llig oder beabsichtigt, anfĂ€nglich sogar nur durch Ausbisse (frei zutage liegende Erzadern), gewann. Beispielgebend ist die Kupferzeit mit dem auffĂ€lligen Cuprit.cite-ref-3[3] Aus der Kupferzeit entwickelte sich nach Entdeckung zinnhaltiger Erze (Cassiterit) die Bronzezeit, gefolgt von der Eisenzeit. Alle Epochen sind Zeugnisse zielgerichteten metallurgischen Werkens. Hiervon ausgehend ist es dennoch ein langer Weg, bis mit dem Betrieb des ersten Hochofens das „abgestochene“ Roheisen in Mengen fĂŒr Eisenguss und ab dem 18. Jahrhundert fĂŒr die Stahlerzeugung verfĂŒgbar wurde. Die Stahlzeit und die im 20. Jahrhundert neben sie getretene Erdmetallzeit bestimmen heute viele LebensumstĂ€nde der Menschen.

Die traditionsreichen deutschen Vorkommen galten seit dem spĂ€ten 20. Jahrhundert nach Kalkulation der Grenzkosten als ausgebeutet – die Selbstkosten ĂŒbersteigen den Gewinn am Markt. Dies betrifft den an Zinkerz reichen Goslarer Rammelsberg, das hessisch-siegerlĂ€ndische Eisenerz und den Uranabbau im sĂ€chsischen Erzgebirge, in dem bis 1990 Uranerz in wenig umweltvertrĂ€glichem Umfang gefördert wurde. Als nicht mehr abbauwĂŒrdig galt bislang noch der jahrhundertelang betriebene Bergbau auf Silber im deutschen wie im slowakischen Erzgebirge. Gleiches gilt bisher noch fĂŒr andere europĂ€ische Erzvorkommen, von denen das „Tauerngold“ im österreichischen Rauriser Tal auch deshalb erwĂ€hnenswert ist, weil sein Abbau durch nachweisliche, lĂ€ngerfristige TemperaturĂ€nderungen einmal begĂŒnstigt und dann wieder behindert wurde.

Ab 2010 fĂŒhrte nicht nur der stark angestiegene, börsennotierte Silberpreis zu Überlegungen, im Erzgebirge auf der Grundlage neuer Erkenntnisse zu AbbauwĂŒrdigkeit und Abbautechnik von Silbererzen und anderen wertvollen BodenschĂ€tzen zu prospektieren. Bergbauberechtigungen wurden nachgesucht, deren Erteilung 2011 bekannt wurde.

Die stetig wachsende Erdbevölkerung und Industrialisierung, besonders des asiatischen Raums, bedingt seit Beginn des 21. Jahrhunderts einen stark wachsenden Bedarf an Rohstoffen fĂŒr metallurgische Produkte, nicht zuletzt aufgrund neuer technischer Entwicklungen (Verkehrswesen, Kommunikationselektronik). Weltweit werden daher unter zunehmender chinesischer Beteiligung neue LagerstĂ€tten erkundet. Hilfswissenschaft dieser auch als Exploration bezeichneten TĂ€tigkeit ist die Geologie, prĂ€zisierend auch als Geometallurgie bezeichnet.cite-ref-4[4] Die von gestiegener Nachfrage getriebene Entwicklung der Rohstoffpreise fĂŒhrt dazu, dass einige der vorgenannten Abbaugebiete, soweit sie nicht völlig erschöpft sind, bei anhaltender oder sogar zunehmender Nachfrage eine Verschiebung der Grenzkosten bewirken und dadurch reaktiviert werden können.cite-ref-5[5] Sogar bisher unerkannte Vorkommen, etwa in der mitteldeutschen Lausitz, werden fĂŒr kĂŒnftige Ausbeutung in Betracht gezogen.cite-ref-6[6] Insbesondere die Suche nach Vorkommen von seltenen Erdmetallen, die fĂŒr kĂŒnftige technische Entwicklungen ĂŒberaus wichtig sind, wird lebhaft betrieben. Im Erzgebirge werden nicht nur neue Bergwerke fĂŒr Flussspat und Schwerspat geöffnet, es wird auch auf das Vorhandensein bisher noch nicht erschlossener polymetallischer LagerstĂ€tten fĂŒr Lithium, Germanium, Indium sowie Wolfram, MolybdĂ€n und Tantal verwiesen.cite-ref-7[7]

Aus alten Erfahrungen und sich stetig erneuernden Erkenntnissen ist die Metallurgie zu einer Technologie gewachsen. Schon im 19. Jahrhundert wurde zwischen Eisenmetallurgie und Nichteisenmetallurgie unterschieden. Der Stand der Technik sichert diesen beiden Haupt- sowie den Nebendisziplinen nicht nur die eigene Forschung. UnterstĂŒtzt wird sie von anderen Disziplinen, die den Gesamtprozess vom Ausgangsstoff bis zu gebrauchsfertigen GĂŒtern begleiten, darunter die Metallkunde, eng verbunden mit der Materialkunde, die Chemie sowie der Ofen-, Maschinen- und Anlagenbau.

Zeittafel

Die folgende Zeittafel versucht die Entwicklung der Metallurgie vom Neolithikum bis zum Beginn der Moderne wiederzugeben. Die Zeitangaben fĂŒr KulturverĂ€nderungen sind fĂŒr Europa, Asien und Afrika nicht immer ĂŒbereinstimmend. Ausgehendes Mesolithikum (ca. 5500 v. Chr.) und beginnendes Neolithikum (ab 8000, nach anderen Angaben ab 5500 bis 2000 v. Chr.) sind sich ĂŒberschneidend angegeben. Die jĂŒngere Datierung reicht mit den bereits anzutreffenden Keramikkulturen (Schnur- und Bandkeramik, Glockenbecher als mit metallischem Schmuck gefĂŒllte Grabbeigaben) noch weit in den auf ca. 5000 v. Chr. datierten Beginn der auch als Kupferzeit und in der FrĂŒhphase als Kupfersteinzeit bezeichneten frĂŒhen Bronzezeit hinaus.

Vom Kupferbeil bis zur Bronzezeit

Die Entwicklungsgeschichte der Metallurgie hatte ihren Anfang vor etwas mehr als 8000 Jahren im zu Ende gehenden Mesolithikum und im Übergang in die Jungsteinzeit (siehe dazu voranstehende Zeittafel). Neuere Forschungen in Kleinasien entdeckten sogar in frĂŒhen, ca. 12.000 Jahre alten Siedlungen erste metallurgische AnsĂ€tze. Sie bestĂ€tigen die Ansicht, wonach die frĂŒhe Metallurgie entscheidend von der Umstellung der nomadisierenden JĂ€ger und Sammler zu Ackerbauern und Siedlern mit „festem Herd“ anstelle wechselnder, offener Feuerstellen bestimmt wurde. Vielleicht steht am Anfang metallurgischer Erkenntnisse ein zufĂ€lliger Fund, sei es von gediegenem (reinem) Metall wie das glĂ€nzende Flussgold aus GebirgswĂ€ssern, oder ein metallreiches Erz (Rotkupfererz), das wegen seiner Farbe Interesse weckte. Es ist vorstellbar, dass in einer Feuergrube durch natĂŒrliche Abdeckung mit Asche bei niedergehender Verbrennung Holzkohle entstehen konnte, die aus 80 % Kohlenstoff besteht. Wird ein nach Verbrennung der flĂŒchtigen Bestandteile flammenlos, also anscheinend matt gewordenes Feuer durch Luftzufuhr (blasen) aufgefrischt, werden beim Verbrennen der Holzkohle 1000 °C und mehr erreicht. Aus Rotkupfererz wird dann Kupfer, aus Zinnkies, einem Kupfer-Zinn-Eisen-Schwefel-Erz, eine natĂŒrliche Legierung aus Kupfer und Zinn ausgeschwitzt. Das konnte zu metallurgischen Überlegungen angeregt haben. Bildliche Darstellungen zeigen den Einsatz von Blasrohren zu dieser Technik. Der zugefĂŒhrte Luftsauerstoff oxidiert Schwefelgehalte im Erz, ebenso den fĂŒr die schmiedende Bearbeitung von Eisen hinderlichen Kohlenstoff, falls dieser Gehalte im Eisen von ĂŒber zwei Prozent aufweist. Schwefel wird zu flĂŒchtigem, weil gasförmig anfallendem Schwefeldioxid (SO2), Kohlenstoff zu Kohlenstoffdioxid (CO2), wobei zusĂ€tzlich ReaktionswĂ€rme entsteht.

Erste zweckgerichtete VerhĂŒttungsöfen sind bereits fĂŒr die frĂŒhe Kupfersteinzeit (4500–3500 v. Chr.) nachgewiesen, nach Forschungen des 21. Jahrhunderts vermutet man sie (Kupferbeile) auf dem Gebiet des heutigen Serbien.cite-ref-9[9] Leitfunde metallurgischen Wirkens sind ab 3000 v. Chr. die (keramischen) Glockenbecher als bei Bestattungen einheitliches Merkmal unterschiedlicher Kulturkreise (Glockenbecherkultur). Die GrĂ€ber enthalten außer den namengebenden Glockenbechern vielfĂ€ltige Grabbeigaben, darunter Schutzschilde und Dolche aus Kupfer, ferner Gold und Elfenbein. Auf die frĂŒhe folgte eine spĂ€te Kupferzeit, die jedoch ab 3000–2500 v. Chr. bereits in die frĂŒhe Bronzezeit ĂŒberging. In sehr langen ZeitrĂ€umen und in sich teilweise ĂŒberschneidenden Kulturkreisen, aber in deutlicher Anlehnung an lokale und regionale Erzvorkommen (böhmischer Teil des Erzgebirges) entstanden mit der Zeit Zentren metallurgischer Weiterentwicklung, die sich durch Handelsstraßen und Schifffahrtswege miteinander verbanden. Dies geschah in Mitteleuropa, in der ÄgĂ€is (Schiff von Uluburun), in SĂŒdspanien, in England, im Karpatenraum und auf dem Balkan. Diesem Kreis floss um 3000 v. Chr., zu Beginn der frĂŒhen Bronzezeit, Wissen aus dem Kaukasus und aus Anatolien zu, das ebenso nach Griechenland (Beginn des FrĂŒhhelladikums), Kreta und Ägypten gelangte und in den dort bereits ausgeprĂ€gten Hochkulturen fĂŒr Kunstwerke wie in der Alltagswelt Eingang fand. Darstellungen zur altĂ€gyptischen Metallgewinnung aus der XVIII. Dynastie (Mitte des 15. Jahrhunderts v. Chr.) befanden sich etwa im Grab des Wesirs Rechmire. Die notwendige Temperatur wurde nach den Abbildungen mittels an den FĂŒĂŸen befestigter BlasbĂ€lge erzielt. FĂŒr den Mittelmeerraum bildete Kupfer, griechisch chalkos (Chalkidike), bei den Römern aes cyprium („Erz aus Zypern“) genannt, mit reichen Vorkommen die Grundlage fĂŒr eine nun umfassende metallurgische Weiterentwicklung, die nicht nur Kleinteile und Waffen zu Handelsartikeln der Phönizier machte, sondern auch Großbronzen hervorbrachte. Der Koloss von Rhodos wurde schon damals zu den Weltwundern gezĂ€hlt. Die Verarbeitung von Gold als Wertaufbewahrungsmittel erkannte bereits Pharao Menes aus der ersten Dynastie des alten Reichs, er ließ kleine Goldbarren mit einer Art Garantiestempel versehen. Kenntnisse, Gold zu schmelzen und zu bearbeiten, lassen sich auf 3000 v. Chr. zurĂŒckfĂŒhren und liegen auch wegen der fast gleichen Schmelzpunkte von Gold (1063 °C) und Kupfer (1083 °C) nahe. Getriebene und gegossene GebrauchsgegenstĂ€nde und SchmuckstĂŒcke aus Gold und Silber (Schmelzpunkt 960,5 °C), ferner zahlreiche Teile aus reinem Kupfer wurden von Heinrich Schliemann 1873 bei seiner Suche nach dem homerischen Troja gefunden und im Irrtum als „Schatz des Priamos“ einer weit jĂŒngeren Kultur zugeordnet.

Die Skythen, ein Reitervolk ohne Schrift- und MĂŒnzwesen, insofern noch keine Hochkultur, stellten bereits sehr kunstfertig Goldschmuck her, wie erschlossene FĂŒrstengrĂ€ber (Kurgane) zeigen. Auch die Kelten verwendeten Gold fĂŒr SchmuckgegenstĂ€nde und Herrschaftsinsignien. Als Mittel zur kontrollierbaren Wertaufbewahrung fĂŒr die Untertanen wurde Gold ungefĂ€hr 600 v. Chr. von König Krösus von Lydien zu MĂŒnzen geschlagen („Goldstater“). Damit wurde es zugleich Zahlungsmittel. Die Ă€gyptischen PtolemĂ€er gewannen in vorchristlicher Zeit Gold bergmĂ€nnisch in Golderz fĂŒhrenden Minen, die Römer beuteten die spanischen Silbererzvorkommen aus, um MĂŒnzen, Statuen, GefĂ€ĂŸe und andere Beweise des Reichtums herzustellen.

Vorderer Orient, Indien, China, SĂŒdostasien, Japan

Im vorderen Orient finden sich Bronzen, beispielsweise die eines Königskopfs, aus der Zeit des akkadischen Reichs (Mesopotamien) um 2300 v. Chr. Obwohl die Kenntnisse vorhanden waren, bildeten die nachfolgenden Reiche ihre Herrscher bevorzugt wieder in Stein oder Alabaster ab. Im 2. und 3. Jahrtausend v. Chr. beschrĂ€nkten sich die herstellbaren Metalle auf Gold, Silber, Kupfer, Zinn und Blei, wobei in den gefundenen Artefakten noch weitere Metalle gefunden wurden, die sich beim VerhĂŒtten aus Erzen mit den Hauptmetallen legiert hatten. Bei den Bronzen wurden zwei Legierungen hergestellt und verarbeitet, die Arsenbronze und die Zinnbronze. Eisen fiel zunĂ€chst als Nebenprodukt bei der VerhĂŒttung von Kupfer an, wurde dann aber ab dem 1. Jahrtausend v. Chr. immer bedeutungsvoller.

In Teilen des indischen Subkontinents wird gegen Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. der Gebrauch von Kupfer und Bronze nachweisbar, zeitgleich mit der Herausbildung „stĂ€dtischen Lebens“ (Indus-Kulturen). SĂŒdostasien kennt Kupfer und Bronze etwa seit 3000 v. Chr.

Aus China wird dies erst um 1600 v. Chr. berichtet. Gut bearbeitbare Legierungen (mit erniedrigten Schmelzpunkten) wie goldfarbenes Messing werden erfunden. Dokumentiert ist auf diesem Gebiet der Einfluss der von 1700 bis 1100 v. Chr. herrschenden Shang-Dynastie. Auf sie werden die bronzenen Trommeln (Dong-Son-Kultur) zurĂŒckgefĂŒhrt, die um 1000 v. Chr. zahlreich in den sĂŒdlichen Provinzen anzutreffen sind. Aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. stammt eine Bronzeglocke, die fĂŒr die FĂŒrsten (Könige) von Qin gegossen wurde. In der Folge wurde Bronze fĂŒr recht unterschiedliche Zwecke eingesetzt. Aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. des relativ kurzlebigen Qin-Kaiserreichs wurden Balkenverkleidungen fĂŒr den Hausbau, MĂŒnzen und natĂŒrlich Waffen gefunden.cite-ref-10[10] Im Reiche der FĂŒrsten (Könige) von Qin wird Bronze jedenfalls nicht mehr nur fĂŒr KultgegenstĂ€nde, sondern vielfĂ€ltig verwendet.

Japan steht kulturell zuerst unter dem Einfluss Chinas und der dort verbreiteten mongolisch-schamanistischen und schintoistischen Kulte. Um 500 n. Chr. fasst der Buddhismus Fuß. Die Figur des Daibutsu von Nara, aus einer zinnarmen Bronze gegossen, soll 380 t schwer sein. Belege fĂŒr frĂŒheres metallurgisches Wirken sind Bronzespiegel aus der Periode zwischen 3000 und 710 v. Chr. aber auch die Yayoi-Zeit ab 350 v. Chr. wird ebenfalls aus Spiegeln, Glocken und Waffen sichtbar.

In der Gesamtschau steht der asiatische Raum mit seinen metallurgischen Kenntnissen nicht hinter dem europĂ€ischen zurĂŒck, wenngleich erst seit 600 v. Chr. von einer beginnenden Eisenzeit gesprochen wird. Karawanenwege wie die Seidenstraße, vielleicht mehr noch der Handel auf dem Seewege, begĂŒnstigen zunehmend den Austausch von Erkenntnissen und aus solchen entstandenen Produkten. Dazu gehört eine 200 v. Chr. in Europa noch unbekannte, weißglĂ€nzende Kupferlegierung, die in China „Packfong“ genannt wird.

Von der frĂŒhen Bronzezeit bis zum Beginn der frĂŒhen Eisenzeit

Wegen des nicht zwischen Kupfer und Bronze differenzierenden griechischen Worts chalkos (χαλÎșᜀς) wird die frĂŒhe Bronzezeit auch spĂ€te Kupferzeit genannt.cite-ref-11[11] Die aus Erfahrung gewonnene Kenntnis einer gezielten Verbesserung der Eigenschaften von KupfergegenstĂ€nden durch Zulegieren von Zinn und Zink setzte sich nach heutigen MaßstĂ€ben relativ schnell durch. Messing als Kupfer-Zink-Legierung ist entweder chinesischer oder persisch-indischer Herkunft.

FigĂŒrliche Funde beweisen die fast gleichzeitige Entwicklung bei Blei. Der verbreitet vorkommende Bleiglanz wurde zuerst nur als SilbertrĂ€ger gesucht, bei dessen Gewinnung anfallendes Blei galt als Abfall. Sein niedriger Schmelzpunkt von nur 327 °C begĂŒnstigte, einmal erkannt, Überlegungen, die zu vielfĂ€ltiger Nutzung fĂŒhrten. Man kennt sehr frĂŒhe figĂŒrliche GegenstĂ€nde (Hallstattfunde), gefolgt von GebrauchsgegenstĂ€nden – (römische Zeit mit GefĂ€ĂŸen, Röhren, Platten). Bleiguss erlangte noch eine spĂ€te BlĂŒte in DenkmĂ€lern der Barockzeit, wobei die Giftigkeit der beim Schmelzen auftretenden BleidĂ€mpfe sehr lange nicht beachtet wurde.

Ein weiteres „historisches“ Metall ist Nickel. Als Bestandteil von Kupfer-Zink-Legierungen (Messing) fand es sich erstmals um 200 v. Chr. in China. Bis heute ist das nickelhaltige Neusilber Basistyp fĂŒr Bestecklegierungen.

Biblische Überlieferungen

Biblische Überlieferungen sind zeitlich schwer einzuordnen, gehen aber auf sehr alte Schriften zurĂŒck.

Schmelzen, LĂ€uterung (Reinigen der Schmelze von Fremdstoffen) und Treibarbeit (zur Entbleiung) werden fachlich korrekt an verschiedenen Stellen der alttestamentlichen Bibel beschrieben. In Tubal-Kain (1. Mose 4,22 ) und Maleachi werden frĂŒhe Metallurgen und ihre pyrometallurgischen Techniken beschrieben. Sie weichen von den heutigen in ihren Grundlagen nur wenig ab. Schmuck- und GebrauchsgegenstĂ€nde aus Gold, Silber und Bronze wurden verfertigt. Eisen war nicht unbekannt, wurde aber – nach den Funden zu schließen – noch recht selten verwendet, so dass ihm sogar Schmuckeigenschaft zukam.

In Jeremia 6, Vers 27–30, wird ein Metallurg zum Richter ĂŒber AbtrĂŒnnige, die er in einem Vergleich mit ungenĂŒgend getriebenem als „verworfenes Silber“ bezeichnet. Im 2. Buch Mose, 32:1–4, wird ĂŒberliefert, dass das „Goldene Kalb“ aus eingeschmolzenem Schmuck der sich von Jahwe abwendenden Israeliten gegossen worden sein soll.

Der lange Weg in die Eisenzeit

Bereits in der mittleren Bronzezeit (in Mitteleuropa ab 1200 v. Chr.) begann die allmĂ€hliche VerdrĂ€ngung der Bronze durch Eisen, dessen Gewinnung möglich wurde – wenngleich nach heutigen MaßstĂ€ben auf noch recht einfache Weise – nachdem man die erforderlichen Grundprinzipien erlernt hatte. Zur reduktiven Herstellung von Eisen aus Eisenerzen benötigte man deutlich höhere Temperaturen als fĂŒr die Gewinnung von Kupfer bzw. Bronze. Mit dem zur VerfĂŒgung stehenden Brennstoff und Reduktionsmittel Holzkohle erforderte das eine besondere Konstruktion der VerhĂŒttungsöfen in Bezug auf die Luftzufuhr, um die notwendigen Temperaturen zu erreichen. So fiel das Eisen nur in gesinterter (nicht in geschmolzener) Form an, als sogenannte Luppen, weil die Schmelztemperatur des Eisens von 1538 °C mit den zur VerfĂŒgung stehenden Öfen nicht erreicht werden konnte. Zudem gab es noch keine Verarbeitungstechniken fĂŒr Roheisen, das sich schmiedetechnisch nicht formen lĂ€sst. Im Rennofenprozess entstehen neben kohlenstoffarmem Eisen auch Stahl und Gusseisen in unterschiedlichen Anteilen. WĂ€hrend die Kelten Stahl an seinen Eigenschaften erkannten und verarbeiteten, konnte Gusseisen nicht genutzt werden. Durch spĂ€ter erlernte Techniken wie Aufkohlen, HĂ€rten und Anlassen war man in der Lage, die Eigenschaften von Eisen-Kohlenstoff-Legierungen und damit Stahl zu verbessern, womit allmĂ€hlich das Kupfer bzw. die Bronze verdrĂ€ngt wurde.

Sichtbar wurde dies in der um 700 v. Chr. voll ausgeprĂ€gten Hallstattkultur, die als frĂŒhe Eisenzeit bezeichnet wird. Kelten, Slawen und Italiker hatten daran gleichen Anteil. Etwa ab 450 v. Chr. folgte als zweite Stufe die LatĂšne-Zeit, eine eisenzeitliche Epoche, die bis zur Zeitenwende und noch darĂŒber hinaus reichte. Waffen, Werkzeuge und GebrauchsgegenstĂ€nde wurden aus Stahl und Eisen gefertigt.

Der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit ist ein aus heutiger Sicht langsamer Fortschritt, denn abgesehen von in die Zeit um 5000 v. Chr. zurĂŒckdatierten Einzelfunden aus Ägypten trugen erst ab 1600 v. Chr. (Hyksos) sich wiederholende EinfĂ€lle von mit Eisenwaffen kĂ€mpfenden Reitervölkern zur Verbreitung des Eisens bei. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Verwendung des aus dem Indogermanischen stammenden Worts „ehern“, also von großer Dauerhaftigkeit (vergleiche Aera). Nördlich der Alpen verstand man darunter Eisernes, fĂŒr Italiker und Iberer war es Bronzenes.

Eisen fĂŒr Waffen gelangte ab 660 v. Chr. auf Handelswegen aus Asien bis nach Nordafrika, fand sich jedoch, was erstaunlich ist, erst 700 Jahre spĂ€ter (100 n. Chr.) im SĂŒden Afrikas. Die mittelamerikanischen Hochkulturen gaben Belege fĂŒr die Verwendung von Eisen erst fĂŒr die Zeit um 500 n. Chr.

Die Bedeutung von HerrschaftseinflĂŒssen fĂŒr die metallurgische Entwicklung

Die Darstellung metallurgischer Entwicklung in Kulturepochen, die keineswegs abrupt, sondern mit oft langen Übergangszeiten aufeinander folgten, wird von geschichtlichen Herrschaftsepochen ĂŒberlagert. Am nachhaltigsten hat sich die Antike eingeprĂ€gt. Ihr Beginn wird etwa um 2500 v. Chr. gesehen und mit der frĂŒhen Bronzezeit gleichgesetzt. Deutlicher wurde der Einfluss mit dem Beginn der in Ursprung und Auswirkung umstrittenen dorischen Wanderung um 1100 v. Chr. In ihrem Verlauf setzten sich von Norden kommende berittene „Krieger mit Eisenwaffen“ gegen noch mit Bronzeschwertern und zweirĂ€drigen Streitwagen kĂ€mpfende Gegner durch. Sie brachten aber nicht nur auf diesem Gebiet Fortschritte (Balkan- oder „Karpatentechnik“). Der bis dahin vorherrschende kretisch-minoische Einfluss, PlĂ€tze wie Mykene und Tiryns einschließend, wurde nach vielen lokalen und regionalen Kriegen schließlich von der sich ĂŒber weite Teile des Mittelmeerraums ausdehnenden (Magna Graecia) hellenischen Antike abgelöst (Tempelbau mit Hilfe von Bronzeklammern und dorischen, ionischen und korinthischen Kapitellen).

Gold und Silber wurden als gediegenes Metall gefunden, insbesondere leicht zugĂ€ngliches Flussgold, oder als silberhaltige Ablagerung (Goldseifen) sowie aus sichtbar silberreichen Erzadern. Als wertvolles Gut waren Gold und Silber nicht nur Handelsgegenstand, sondern auch Beute auf KriegszĂŒgen. Der so gewollte oder erzwungene regionale und ĂŒberregionale Austausch trug zur Verfeinerung der aus Mykene und frĂŒhen Schichten Trojas ĂŒberlieferten Kunstfertigkeit bei der Herstellung von ornamentalem Schmuck und KultgegenstĂ€nden bei. Von großer Bedeutung waren ab 700 v. Chr. die ersten MĂŒnzprĂ€gungen aus Gold oder Silber. Sparta als Ausnahme fĂŒhrte um 660 v. Chr. Eisen in Barrenform als „InlandswĂ€hrung“ ein.

Die hellenisch bestimmte Antike erreichte einen Höhepunkt um 500 v. Chr., danach wurde sie vom bereits um 1000 v. Chr. beginnenden Aufstieg der Etrusker und ab 700 v. Chr. von dem Roms bestimmt. Dabei blieb es fĂŒr fast ein Jahrtausend, in dem es immerhin fĂŒr eine Oberschicht noch lange als vornehm galt, sich „griechisch“ zu geben.

In der Römerzeit reichte die Bedeutung der Bronze nochmals ĂŒber figĂŒrliche Darstellungen (Standbilder) und KultgegenstĂ€nde hinaus. Sie blieb im Bauwesen bei der Verbindung von Marmorteilen weiterhin unentbehrlich (gegossene oder geschmiedete Bronzeklammern), ferner bei Bedachungen und im Wagenbau. Eisen war wegen seines im Vergleich zu Kupfer, aber auch zu Gold und Silber sehr hohen Schmelzpunkts von 1535 °C immer noch schwer herzustellen. Seine Verwendung beschrĂ€nkte sich bis in die Zeit der Merowinger auf Werkzeuge und vor allem Waffen. BerĂŒhmt war damals der Damaszenerstahl, dessen Herstellung aus dem BemĂŒhen resultierte, aus inhomogenem Rennfeuereisen durch hĂ€ufiges Falten und Feuerverschweißen einen homogenen Werkstoff mit vorhersagbaren Eigenschaften zu machen. Dieser Schmiedevorgang, der als Raffinieren bezeichnet wird, wenn er lediglich einen Grundwerkstoff verwendet, war bei den frĂŒhen Eisenprodukten stets notwendig zur Reinigung und Homogenisierung, sogenannter Schweißverbundstahl (Damaszenerstahl/Schweißdamast) entstand bei der Verwendung von verschiedenen Legierungen. Erst im frĂŒhen Mittelalter (Beginn der Wikingerzeit) konnten solche Legierungen (ZuschlĂ€ge bzw. unterschiedliche Gehalte von Kohlenstoff, Phosphor, Arsen usw.) gezielt hergestellt und zu einem Muster-Damast verarbeitet werden (sogenannte wurmbunte Klingen). Dieser wurde sichtbar gemacht durch Ätzen der MetalloberflĂ€che.

Die Bezeichnung Damaszenerstahl stammt ursprĂŒnglich aus der Handelsmetropole Damaskus, damals ein Umschlagplatz auch fĂŒr sogenannten Schmelz- oder Kristallisationsdamast (Wootz), der um 300 v. Chr. aus Indien und Persien kam. Alle sogenannten DamaszenerstĂ€hle haben die gleichen Eigenschaften wie ihre Ursprungsmetalle, werden also so gehĂ€rtet und angelassen und zeigen keine ĂŒberragenden Leistungen gegenĂŒber gut verarbeitetem Mono-Stahl, wie er spĂ€ter von den Franken auf den Waffenmarkt gebracht und weit verbreitet wurde. Daher bedeutete das Auftauchen dieser hochwertigen StĂ€hle auch zunĂ€chst einen RĂŒckgang und schließlich das Ende der frĂŒhen Damaszenerstahl-Fertigung.

In die SpÀtantike fiel die Zeit der vorwiegend germanischen Völkerwanderung vom 4. bis 6. Jahrhundert n. Chr. Rom verwandelte sich ab der Zeit Kaiser Konstantins zu einem christlichen Reich. Noch nicht völlig von der Bronzekultur gelöst (Denkmale), ging das Weströmische Reich 476 unter, wÀhrend sich das Oströmische Reich behaupten konnte.

Die Kenntnisse des Bronzegießens erhielten sich im religiösen Bereich, dort (Glockenguss seit 750, KirchentĂŒren aus Rotguss 1015 in Hildesheim) und als Herrschaftszeichen (Braunschweiger Löwe von 1166). Die Erfindung des Schießpulvers brachte neue Aufgaben. „StĂŒckgießer“ sollen 1372 die ersten Kanonen aus Erz – also aus Bronze – gegossen haben. GießhĂŒtten entstanden und wieder waren es die Kirche und die Herrscher, die GrabmĂ€ler und Denkmale in Auftrag gaben. Neben die Bronze trat hierfĂŒr Messing mit dem Sebaldusgrab in NĂŒrnberg (1519). Ab 1800 wurde Kunstguss aus Eisen „hoffĂ€hig“ (Grabplatten) und im 19. Jahrhundert entstanden wieder Herrscher und Staat bestĂ€tigende Großbronzen der Neuzeit (Bavaria in MĂŒnchen 1850).

Vom mittelalterlichen Hochofen zu Blas- und Elektrostahl

Europa lag lange der „industriell“ betriebenen Gewinnung und Verarbeitung von Metallen, nicht allein von Eisen, hinter China und Ägypten zurĂŒck. Die bei Ausgrabungen in Ägypten gefundenen, vermutlich 5000 Jahre alten, noch gut konservierten EisengegenstĂ€nde lassen keine sicheren SchlĂŒsse auf die damalige Art der Eisengewinnung zu. Immerhin ist alten wie neueren Nachschlagewerken (Meyer, Brockhaus) zu entnehmen, dass bereits um 1200 v. Chr. die Philister (Talbewohner im Unterschied zu den bergbewohnenden Israeliten) Kenntnisse in der Eisengewinnung hatten.

Bronze konnte noch in einem aus Lehm gefertigten Niederschachtofen mit natĂŒrlichem Zug hergestellt werden, die Gewinnung und Verarbeitung von Eisen war jedoch mit Einsatz eines leistungsfĂ€higen Blasebalgs leichter, wenn es auch selbst ziehende Öfen in diesem Bereich gab. Nur durch ausreichende Zufuhr von Luftsauerstoff ist eine Temperatursteigerung von fĂŒr Bronzen ausreichenden 1100 °C auf die fĂŒr die Eisengewinnung nötigen mehr als 1200 °C möglich. In der frĂŒhen Eisenzeit wurden in Rennöfen (Rennfeuer) aus einer Mischung von eisenreicheren Erzen wie HĂ€matit/Roteisenerz und Holzkohle und der Luftzufuhr mittels noch sehr einfacher BlasebĂ€lge (Rennfrischen) sogenannte Luppen – ungeformte Klumpen/Schwammeisen aus schmiedbarem (weil kohlenstoffarmem) Eisen – gewonnen und fĂŒr Waffen, RĂŒstungen und Werkzeuge verwendet. Dieser erste Schritt in die Eisenzeit brachte bereits nennenswerte Eisenmengen hervor. Eine Verbesserung fĂŒhrte im Mittelalter zu den sogenannten Wolfs- oder auch StĂŒcköfen, VorlĂ€ufern des heutigen Hochofens. Sie lieferten auf der Sohle (Boden des Ofens) flĂŒssiges Roheisen, der darĂŒber befindliche „Wolf“ gab beim GlĂŒhen und Frischen Kohlenstoff ab und wurde zu Stahl oder schmiedbarem Eisen.

Obwohl in zeitgenössischen Aufzeichnungen von ersten Hochschachtöfen (Hochöfen im heutigen Sprachgebrauch) bereits im 14. Jahrhundert und von frĂŒhindustrieller Eisenerzeugung im 15. Jahrhundert berichtet wird, kann von einer im technischen Sinne zu Recht sogenannten Eisenzeit erst gesprochen werden, als es gegen Ende des 16. Jahrhunderts erstmals gelang, mit durch Wasserkraft angetriebenen BlasebĂ€lgen dauerhaft Temperaturen von mehr als 1400 °C zu erreichen. Damit ließ sich der erste konzeptionell echte, aber noch auf Holzkohle aus in den noch dichten WĂ€ldern angelegten Kohlenmeilern angewiesene Hochofen in Gang setzen, der Roheisen in nennenswerten Mengen erzeugen konnte. Mittelalterliche BĂŒchsenmeister – anstelle der frĂŒheren „StĂŒckgießer“ – verarbeiteten es als „Formguss“ zu GeschĂŒtzen und Kanonenkugeln, spĂ€ter zu verschiedenen „Gusswaren“ wie dem eine ganze Industrie begrĂŒndenden SiegerlĂ€nder Ofenplattenguss. Mit der Weiterentwicklung einfacher Schachtöfen zu kleinen Hochöfen, heute Kupolöfen genannt, konnten auch grĂ¶ĂŸere Mengen an Gusseisen erschmolzen werden. Damit wurde der Eisenbau möglich, der vom verzierten Gartenpavillon bis zu grĂ¶ĂŸeren Objekten (BrĂŒcke ĂŒber den Severn, Gießhalle der Sayner HĂŒtte) Gusssegmente lieferte, die dann zu Fertigbauten zusammengesetzt wurden. Die ZusammenfĂŒgung von gegossenen und gewalzten Teilen fĂŒhrte gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu Großbauten (Frankfurter Bahnhofshalle), bis diese Technik vom reinen Stahlbau abgelöst wurde.

Parallel zu dieser Entwicklung vervollkommnete sich der Eisenguss seit dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts durch den Bedarf der Maschinenbauer und des Eisenbahnwesens an eisernen Gussteilen.

Georgius Agricola (1494–1555), Mineraloge, Geologe und Verfasser des fĂŒr Erzabbau und -verhĂŒttung grundlegenden Werks De re metallica libri XII (Zwölf BĂŒcher vom Berg- und HĂŒttenwesen), gab mit genauen Beschreibungen und Stichen technischer Einrichtungen und Verfahren, wie beispielsweise „Fahrkunst“, „Wasserkunst“, Stollenbau, Schmelzofenbau, oder Röst- und Treibarbeit, nicht nur fĂŒr seine Zeit gĂŒltige Regeln fĂŒr eine „moderne“ Metallurgie. Die erhalten gebliebenen Anlagen der fĂŒr Bergbau und VerhĂŒttung unerlĂ€sslichen „Wasserkunst“ wurden im Jahr 2010 als Oberharzer Wasserregal zum Weltkulturerbe erklĂ€rt.

Ein nicht mehr mit Holzkohle, sondern mit Koks betriebener Hochofen ging 1781 in England in Betrieb, 1796 folgte das schlesische Gleiwitz. 1837 wurden erstmals die heißen Gichtgase nutzbar gemacht (Faber-du-Faur-Verfahren). Da das frĂŒhe Roheisen mit bis zu 10 % Kohlenstoffgehalt weder schmiedbar noch schweißbar war, wurden verschiedene Methoden des „Frischens“, also des Kohlenstoffentzugs, entwickelt.

Das „Windfrischen“ hĂ€lt Einzug

Siehe auch

:

Technik in der Industrialisierung

Vom historischen Ansatz „Herdfrischen“ ausgehend ĂŒber den arbeitsintensiven „Puddelofen“ gab es eine Lösung mit dem 1855 von Henry Bessemer erfundenen „Windfrischen“, bei dem Pressluft von unten durch ein mit saurer (silikatischer) Masse ausgekleidetes, großes birnenförmiges GefĂ€ĂŸ (Bessemerbirne) geblasen wurde. Dabei wurden Kohlenstoff – und mit ihm noch andere unerwĂŒnschte, oxidierbare Beimengungen des Roheisens, wie das (ProzesswĂ€rme liefernde) Silicium – so weit oxidiert, faktisch verbrannt, dass das derart behandelte Eisen schmiedbar wurde.

Auf der Weltausstellung 1867 fand der Siemens-Martin-Ofen („SM-Ofen“) große Aufmerksamkeit.

1878 wurde das Bessemerverfahren von Sidney Thomas und Percy Gilchrist durch eine basische Auskleidung der „Birne“ entscheidend verbessert, die auch den Phosphorgehalt reduziert. Mit diesem Verfahren wurden die Brauneisenerze mit niedrigem Eisengehalt (30–55 % Fe), zu denen auch die sehr feinkörnig geförderte lothringische Minette gehört (nur 20–40 % Fe), und deutsches Raseneisenerz (Salzgitter) zu Guss- und Schmiedestahl verarbeitbar. Die im Hochofenprozess im VerhĂ€ltnis 2:1 ĂŒberwiegende Schlacke wurde – gemahlen – als phosphorhaltiges „Thomasmehl“ zum ersten KunstdĂŒnger fĂŒr die Landwirtschaft, die damit aber von der EisenverhĂŒttung abhĂ€ngig blieb, bis im 20. Jahrhundert die Ammoniaksynthese nach Haber und Bosch eine Alternative wurde. Die genannten Blasstahlverfahren wurden nochmals verbessert mit dem LD-Verfahren (patentiert Dezember 1950), das bei der Stahlerzeugung zum Frischen reinen Sauerstoff einfĂŒhrt und nach gut vierhundert Jahren Geschichte des Hochofens (der indessen bei entsprechenden Bedingungen nach wie vor seine technische Berechtigung behielt) zum Stand der Technik wurde.

Der Hochofen verliert an Bedeutung

Der klassische Hochofen verlor seine Alleinstellung als Roheisenlieferant fĂŒr die Stahlerzeugung bereits mit der EinfĂŒhrung des Siemens-Martin-Ofens mit der Martinschen Regenerativfeuerung. In ihm wird bei einer Temperatur von 1700 °C im „Herdfrischverfahren“ Roheisen zusammen mit oxidhaltigem Schrott zu kohlenstoffarmem Stahl (Schrottverwertung als erstes Recyclingverfahren). Das Elektrostahl-Verfahren geht noch einen Schritt ĂŒber das Siemens-Martin-Verfahren hinaus. Schrotte und durch Direktreduktion aus reichen Erzen erzeugter Eisenschwamm (Pellets) werden in einem Lichtbogenofen zu StĂ€hlen oder Gusseisensorten.

Eine weitere Vereinfachung war der Einsatz von Gas (Schiefergas) zur Reduktion von Eisenoxiden zu Eisenschwamm, der sich unmittelbar zur Stahlerzeugung einsetzen lÀsst.cite-ref-13[13]

Ein auf maximalen Durchsatz ausgelegtes, herkömmliches Hochofenwerk ist wegen seines großen Bedarfs an Einsatzstoffen auf einen vorteilhaften Standort angewiesen, um wirtschaftlich sein zu können. FĂŒr den Hochofenbetrieb sind dies lokale oder regionale Erz- oder Kohlevorkommen, ergĂ€nzt durch die Infrastruktur. Ein bedeutendes deutsches Werk in Duisburg, Europas grĂ¶ĂŸtem Binnenhafen, schĂ€tzt die Standortvorteile so hoch ein, dass nach Jahrzehnten 2008 ein neuer Hochofen in Betrieb ging. Ein österreichisches Werk wurde seinem Erzvorkommen nahe (Steirischer Erzberg) am Großschifffahrtsweg Rhein-Main-Donau errichtet. Binnen- und SeehĂ€fen mit genĂŒgender KapazitĂ€t ermöglichen es heute, die Einsatzstoffe kostengĂŒnstig per Schiff zuzufĂŒhren und damit selbst an erz- und kohlearmen Standorten ein Hochofenwerk zu betreiben. Das Elektrostahlwerk (Mini-Stahlwerk), dem eine Verkehrsanbindung zu Land oder Wasser genĂŒgt, tritt dennoch zunehmend an dessen Stelle. Es kann sich elastisch an die jeweils verfĂŒgbaren Mengen seines Rohstoffs Schrott anpassen und anders als ein Hochofen diskontinuierlich und bei geringerer Umweltbelastung arbeiten.

Eine Gegenbewegung versuchte man mit der Abwanderung der klassischen Roheisenerzeugung im Hochofen samt dem angeschlossenen Stahlwerk zu den Basisrohstoffen, vornehmlich LagerstĂ€tten mit hochwertigem Eisenerz (Brasilien, Belo Horizonte). Der so erreichte Vorteil sollte den global orientierten Transport der Erzeugnisse begĂŒnstigen. Bisher wurden die Erwartungen aber nicht erfĂŒllt.

Die Wiederkehr des Kupfers

In der Mitte des 19. Jahrhunderts und mit der einsetzenden Industrialisierung begann in Europa eine Art neuer Zeit fĂŒr Kupfer und Kupferlegierungen: Nicht mehr die Bronzen standen im Vordergrund. Die Wiederkehr des Kupfers wurde nachdrĂŒcklich von einer neuen Legierung auf Kupferbasis bestimmt, sie heißt „Gun Metal“ oder „Kanonenbronze“ und ist eine den damaligen militĂ€rischen Anforderungen gerecht werdende Kupfer-Zinn-Zink-Blei-Legierung, hauptsĂ€chlich fĂŒr GeschĂŒtze. SpĂ€ter und bis heute wird sie als Maschinenbronze oder Rotguss bezeichnet und besonders fĂŒr Armaturen eingesetzt.

In gleicher Weise von Bedeutung fĂŒr den Verbrauch von Kupfer ist die Wiederentdeckung des historischen Messings als besonders vielseitige Guss- wie Knetlegierung (PatronenhĂŒlsen, Kartuschen, Bleche, DrĂ€hte und daraus hergestellte Drahtgeflechte). Aus feinen MessingdrĂ€hten gefertigte Siebe fĂŒr Haus und Gewerbe tragen die Bezeichnung Leonische Waren. Heute sind es die in hochspezialisierten Werken hergestellten „KabelbĂ€ume“, nach denen die moderne Elektronik nicht nur fĂŒr Kraftfahrzeugen und Großflugzeuge verlangt.

Der zivile Bereich benötigte mit der EinfĂŒhrung der Telegrafie, spĂ€ter des Telefons, grĂ¶ĂŸere Entfernungen ĂŒberbrĂŒckende, hoch leitfĂ€hige KupferdrĂ€hte. Gleiches gilt fĂŒr die Ankerwicklung, seit Werner von Siemens 1866 das dynamo-elektrische Prinzip entdeckte. Durch die damit ermöglichte Anwendung des Elektromagneten waren gegen Ende des 19. Jahrhunderts kleine, schnelllaufende Elektroantriebe (Elektromotoren) fĂŒr Arbeitsmaschinen verfĂŒgbar und ersetzten allmĂ€hlich Dampfmaschine und Treibriemen. Es folgten die Generatoren zur Stromerzeugung in Kraftwerken und es entstand damit wieder ein Bedarf fĂŒr die zur Übertragung der hochgespannten Ströme nötigen Freileitungen aus Kupfer.

FĂŒr öffentliche und individuelle Heizungsanlagen und Wasserversorgung (Armaturen) entsteht Bedarf an Kupferrohren. FĂŒr wassergekĂŒhlte Verbrennungsmotoren in Automobilen wird ein RöhrenkĂŒhler aus Kupfer (KĂŒhler) verwendet. Insgesamt waren gemĂ€ĂŸ Fachpresse im Jahr 2008 in einem Auto rund 25 kg Kupfer enthalten.cite-ref-14[14] FĂŒr Elektroautomobile rechnen gleiche Quellen mit einem Mehrbedarf von 40 kg Kupfer je Fahrzeug.

Im Schiffbau findet das korrosionsfeste und Muschelbewuchs abwehrende Kupfer unterhalb der Wasserlinie Anwendung (Fouling), oberhalb dominiert dagegen Messing bei AusrĂŒstungsgegenstĂ€nden, BeschlĂ€gen und Instrumenten. Die dabei bewiesene Resistenz gegen WitterungseinflĂŒsse ließ zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Bauwesen wie im Verkehr entstehen. Die bakterizide Eigenschaft von Messingklinken und -griffen erweist sich bei öffentlichen Verkehrsmitteln als vorteilhaft.

Die „Erdmetalle“ kommen

Neben die sich den Erfordernissen der Moderne (Stahlkonstruktionen, Eiffelturm) anpassende „Eisenzeit“ tritt seit dem Ende des 19. Jahrhunderts etwas metallurgisch völlig Neues, die „Erdmetallzeit“. Die Bezeichnung Erdmetalle tragen die sie bestimmenden Elemente deshalb, weil sie als metallfĂŒhrendes Erz nicht vorkommen, sondern nur in Verbindungen, die – chemisch vereinfachend – als Erden bezeichnet werden. Meist ist dies die oxidische Form: bei Aluminium, dem bekanntesten aller Erdmetalle der Gruppe IIIa des periodischen Systems der Elemente, ist diese der Bauxit.

Spodumen, ein Lithium-Aluminium-Silikat, erst mit der Entwicklung zum superleichten Metall ins Blickfeld gerĂŒckt, findet sich auch in Deutschland in ausgedehnten LagerstĂ€tten, die ihrer eingehenden Aufsuchung entgegensehen.cite-ref-15[15]

Seltenerdmetalle

Das periodische System kennt 14 Metalle der Seltenen Erden, als Lanthanoide bezeichnet. Hinzugenommen werden Scandium, Yttrium und Lanthan, sodass oft von 17 Elementen gesprochen wird. Eine Unterteilung nach Atommasse unterscheidet leichtere von schwereren Elementen, wobei die fĂŒr eine neue Technologie und ihre nachgeordneten Anwendungstechniken besonders gesuchten schwereren hinsichtlich Vorkommen und Ergiebigkeit den leichteren nachstehen.cite-ref-16[16]

Dabei gewannen die Seltenen Erden zu einem noch um die Mitte des 20. Jahrhunderts nicht entfernt zu erwartenden Ausmaß an Bedeutung. Ein Wirtschaftsbeitragcite-ref-17[17] titelte in diesem Zusammenhang: „Aus Salz wurde Gold“. Der hohe Bedarf in den letzten beiden Jahrzehnten an den Elementen fĂŒr die Spitzentechnologien fĂŒhrte 2010/2012 zu problematischen Preis-Turbulenzen auf dem Weltmarkt.

Hintergrund
„Seltene Erdmetalle“ sind keineswegs im Wortsinne „selten“, aber lange galt, dass zwar nur 30 % der auf 100 Millionen Tonnen geschĂ€tzten Weltreserven aus erdgeschichtlichen GrĂŒnden (lithophile Anreicherungen) in China liegen, das jedoch 2010 mit 95 % der Förderung von 135.000 t, den Weltverbrauch bediente.cite-ref-18[18] Neuere Berichtecite-ref-19[19] relativieren frĂŒhere Aussagen und verweisen auf bei nachhaltiger Aufbereitung abbauwĂŒrdige Vorkommen in allen Erdteilen, vornehmlich in Australien, in Vietnam, in Kanada, den USA und auch auf Grönland.cite-ref-20[20] In Sachsen-Anhalt befindet sich das Vorkommen Storkwitz.cite-ref-21[21] Durch die Knappheit angeregtes Prospektieren fĂŒhrt zu ĂŒberraschenden Ergebnissen: „Japan entdeckt seltene Erden in seinen GewĂ€ssern“, hochkonzentriert, jedoch in einer schwierig auszubeutenden Tiefe von 5000 Metern.cite-ref-22[22]

Durch diese expansiven AktivitĂ€ten verlor China mittlerweile das Monopol in der Rohstoff-Produktion, doch behielt es die Dominanz in den Techniken zur Weiterbearbeitung, die seit 2019 zu latenten Konflikten mit den USA fĂŒhrten. Zu den Ergebnissen der neuen Elektrokommunikation zĂ€hlt jedoch auch die Entwicklung allgegenwĂ€rtiger Informationsmöglichkeiten.

Verarbeitung und Anwendung
Enthalten sind die seltenen Erdmetalle in unterschiedlich hĂ€ufig vorkommenden Mineralien mit vorwiegend oxidisch-silikatischem Charakter. Ein scandiumreiches Mineral ist der in Norwegen und auf Madagaskar zu findende Thortveitit. Die meisten Vorkommen sind von Yttrium bekannt, da es in zahlreichen Mineralien begleitend enthalten ist, die wenigsten von Lutetium.cite-ref-23[23] Lanthan findet sich in Monazitsand (sekundĂ€re, angereicherte Ablagerungen von Cerphosphat) zusammen mit anderen „leichten“cite-ref-24[24] seltenen Erdmetallen als Begleiter. Man bezeichnet diese Vorkommen auch als Ceriterden, da sie lange ausschließlich der Gewinnung von Cer dienten. Technisch komplex ist die Trennung von TrĂ€germineralien oder -erzen wie zum Beispiel in Bauxit.

Zur Gewinnung der reinen Elemente werden die Mineralien meist nasschemisch bearbeitet und dabei zu Chloriden umgewandelt, die getrocknet und danach einer Schmelzflussanalyse unterzogen werden.cite-ref-25[25]

Cer, vielfĂ€ltig eingesetztes Element dieser Gruppe, wurde bereits im 19. Jahrhundert industriell genutzt, sowohl fĂŒr die GlĂŒhstrĂŒmpfe der noch verbreiteten Gasbeleuchtung, als auch als Basis fĂŒr die von Carl Auer von Welsbach entwickelte Legierung zur Herstellung von ZĂŒndsteinen, u. a. fĂŒr Taschenfeuerzeuge.

Eine Legierung aus 48–52 % Cer, dem man außer Lanthan noch weitere Lanthanoide sowie 0,5 % Eisen zusetzt, wird seit dem 20. Jahrhundert bei Gusseisen mit Kugelgraphit, und bei Legierungen vieler Nichteisenmetalle als „Cermischmetall“ zur kornfeinenden GefĂŒgebeeinflussung (siehe Schmelzebehandlung) verwendet.

Im Bereich moderner Elektronik, fĂŒr Flachbildschirme, Energiesparlampen, Akkus, Hybridmotoren und weitere neue Produkte sind die meisten Lanthanoide gesuchte Rohstoffe.cite-ref-26[26]

Recycling
UnverĂ€ndert wird ĂŒber eine zu geringe Recyclingquote berichtet.cite-ref-27[27]

Nicht zu den Seltenerdmetallen gehörend, aber oft wegen ihres aus modernen Techniken resultierenden Anwendungsbereiches zusammen mit ihnen genannt, sind die unter anderen auch als „Sondermetalle“ gehandelten, niedrigschmelzenden Elemente Gallium, Indium (F 156,4) und Thallium (als Rattengift bekannt), die elektrolytisch aus ihren natĂŒrlichen Verbindungen gewonnen werden.

Aluminium

Bescheiden war bei Aluminium der Anfang. Friedrich Wöhler reduzierte es 1828 erstmals als ein graues Pulver, obschon Aluminium als Element schon 1825 von Hans Christian Ørsted entdeckt wurde. Die Herstellung geschmolzener KĂŒgelchen aus Aluminium gelang erst 1845. 1854 wurde von Robert Wilhelm Bunsen zur Gewinnung nutzbarer Mengen die Schmelzflusselektrolyse vorgeschlagen. Henri Etienne Sainte-Claire Deville stellte es 1855 erstmals in einem Prozess dar und nannte es „Silber aus Lehm“, wegen der damaligen Kosten seiner Herstellung. 1886 wurde das Verfahren von Charles Martin Hall und Paul HĂ©roult gleichzeitig zu einem Patent angemeldet, das bis heute Grundlage der Aluminiumerzeugung ist und ihm den Weg zu einem Gebrauchsmetall geöffnet hat. Es dauerte nochmals zehn Jahre, bis mit Hilfe starker, die Wasserkraft des Rheinfalls nutzender Turbinen die erste AluminiumhĂŒtte der Welt im schweizerischen Neuhausen am Rheinfall den Betrieb aufnahm (errichtet von der Aluminium Industrie Aktiengesellschaft, kurz AIAG, der spĂ€teren Alusuisse). Weitere zehn Jahre spĂ€ter nahm ebenfalls die AIAG in Rheinfelden (Baden) am Hochrhein die erste deutsche AluminiumhĂŒtte (Aluminium Rheinfelden) in Betrieb, die ihre Energie vom kurz zuvor erbauten Wasserkraftwerk Rheinfelden bezog.

2014 wurde allein von den fĂŒnf arabisch dominierten PrimĂ€rhĂŒtten der GCC knapp fĂŒnf Millionen t Rohaluminium erzeugtcite-ref-28[28] (das energiereiche Russland verfehlt mit RUSAL, das 2014 nur 3,6 Millionen t erzeugte die MarktfĂŒhrerschaft bei einer Gesamtnachfrage 2015 von 59 Millionen t).cite-ref-29[29] Deutschland nennt pro Einwohner 2011 einen Verbrauch von 28 kg Aluminium.cite-ref-30[30]

Das chemisch Ă€hnliche Scandium mit der Dichte von 2,985 g·cm−3 ist ein Leichtmetall, das erst im Zeitalter der Raumfahrttechnik Interesse findet. Bor ist ein weiteres Nichtmetall, das nur in Form oxidischer Verbindungen vorkommt. In der Metallurgie wird es bei der HĂ€rtung von StĂ€hlen, als Zusatz bei Aluminium-Legierungen und als Neutronenbremse in der Nukleartechnik verwendet.

Als Erdmetalle lassen sich dem an erster Stelle stehenden Aluminium Elemente beiordnen, die zwar nicht in die gleiche Gruppe des periodischen Systems gehören, sich jedoch metallurgisch insofern vergleichbar darstellen, als sie in der freien Natur nie in ErzlagerstÀtten vorkommen, sondern nur als Mineralien, in Form chemischer Verbindungen, meist sind es Chloride, Silikate oder Carbonate.

Magnesium, Titan

Das wegen seines geringen Gewichts unverĂ€ndert an industrieller Bedeutung weiter zunehmende Magnesium wird sowohl aus Chlorid gewonnen (Israel, Totes Meer, Carnallit als Abraumsalz im Kalibergbau), weitaus grĂ¶ĂŸere Mengen aber weltweit aus der Reduktion von Magnesit.cite-ref-31[31]

Eine Ausnahmestellung nimmt Titan ein. Es kommt als Erz in Form von Rutil, Anatas, Brookit oder Ilmenit vor. Mehrheitlich wird es aus Ilmenit- und Rutilsanden gewonnen und lĂ€sst sich insoweit den Erdmetallen zur Seite stellen. Mit einer Dichte von nur 4,5 g·cm−3 zĂ€hlt es noch zu den Leichtmetallen.

Mit den Erdmetallen und ihnen erschließungstechnisch verwandten Elementen beginnt die „Leichtmetallzeit“. Als metallurgische Epoche muss sie in jedem Fall gesehen werden und tritt zunehmend neben die noch immer dominierende „Eisenzeit“. In einem ĂŒberschaubaren Zeitraum werden die Leichtmetalle das Eisen nicht so verdrĂ€ngen, wie dieses die Bronze verdrĂ€ngte und diese zuvor das Kupfer und das wiederum das Steinbeil und den Faustkeil.

Stand der Metallurgie zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Gewinnung der Ausgangsstoffe

„Gediegenes“, also reines, Metall zu finden, stellte immer schon eine Ausnahme dar. Es wird das Metall im Erz gesucht. Die zu den Geowissenschaften gehörige LagerstĂ€ttenkunde behandelt die Entstehung der Vorkommen. Die angewandten Wissenschaften rund um den Bergbau (Prospektion und Exploration) beschĂ€ftigen sich mit der Aufsuchung, der Erkundung und dem Abbau möglichst „höffiger“ Vorkommen, das heißt solcher, die eine gute Erzausbeutung versprechen – wobei die Technik und Weiterverarbeitung stark vom Metallgehalt der LagerstĂ€tte abhĂ€ngig ist.

Unterirdisch gelegen wird im Stollen abgebaut (historische Beispiele: Silberbergbau am Cerro Rico im bolivischen PotosĂ­ bis 1825, heute findet man dort nur noch Kupfer, Zinn und Blei). Bekannt ist auch der historische Goldabbau in Österreich („Rauriser Tauerngold“). Weitere fĂŒr Tagebau typische europĂ€ische Beispiele finden sich im schwedischen Falun (Blei, Zink, Kupfer), im österreichischen Erzberg (Eisen) und davon nur unweit entfernt in Mittersill (Wolfram).

Zu den wichtigen LagerstĂ€tten gehören außer offenen Erzvorkommen („Ausbisse“ genannt), weltweit anzutreffende, nicht nur Erz, sondern „Gediegenes“ enthaltende, geologisch so bezeichnete „Sande“ und „Seifen“. Sie werden nach der Art ihrer Entstehung unterschieden. Metallurgisch am bedeutsamsten sind die residualen, nach Verwitterung von Umgebungsgestein ĂŒbrig gebliebenen (beispielsweise Magnetit oder Magneteisenerz) und die alluvialen, von zu Tal gehendem Wasser angeschwemmten (z. B. 1848 in Kalifornien sehr goldreich am American River entdeckt) sowie, geologisch vergleichbar, die zinnhaltigen, marinen, kĂŒstennahen Seifen Malaysias und Indonesiens mit einem Anteil von 30 % an der Weltproduktion, ebenso der Cer enthaltende Monazitsand Westaustraliens sowie die titanhaltigen Ilmenitsande (black sands). Als „RĂŒckstandsgesteine“, den „Sanden“ nahestehend, gelten die Nickel-Laterit-Erze, die sich geologisch bedingt nur in niederen, Ă€quatornahen Breiten finden.

Die als Coltan (Columbit-Tantalit) bekannten zentralafrikanischen Vorkommen tantal- und niobhaltiger Erze (auch in Schwemmseifen zu finden) werden besonders wegen der Korrosionsfestigkeit des gewonnenen Tantals fĂŒr Instrumente und Apparaturen (Schaltkreise) ausgebeutet. Hohe HĂ€rte lĂ€sst Tantal, Niob und das verwandte Vanadin (Vanadingruppe des periodischen Systems) zu gesuchten Begleitmetallen von EdelstĂ€hlen werden.

Nachklassisch, da an erst in der Moderne entwickelte Verfahren gebunden, dieser Metallurgie noch zuzuordnen sind:

‱ die elektrolytische Gewinnung der Alkalimetalle aus dem bergwerksmĂ€ĂŸigen Abbau ihrer Chloride und der ebenso betriebene Abbau von Uranpecherz als uranhaltigem Mineral;
‱ die Stand der Technik darstellende Gewinnung von Magnesium aus dem Abbau von Magnesit (Australien) ĂŒber die Zwischenstufe Magnesiumchlorid, das zum geringeren Teil weiterhin aus seinem Anteil am Meerwasser zu gewinnen ist;
‱ der offene Abbau von Bauxit, einem rötlichen Sedimentgestein, das – zu reiner Tonerde umgewandelt – Grundstoff der Aluminiumerzeugung ist;
‱ als Zukunftsaufgabe mit großem metallurgischen Nutzen gilt der zwar schon seit Jahrzehnten prospektierte, technisch immer noch nicht befriedigend gelöste Tiefseebergbau von Manganknollen mit bis zu 27 % Mangan und weiteren Metallen, darunter bis zu 1 % Nickel. Mehr noch gilt dies fĂŒr die seit 2007 unter dem Nordpol in 4000 m Tiefe vermuteten LagerstĂ€tten von Mineralien, Erdöl und Erdgas.
‱ Die zunehmende Bedeutung der Recyclingmetallurgie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat,vornehmlich Industriemetalle, aber auch knappe, metallurgisch wichtige Elemente nachhaltig zu nutzen.

Einteilung der Metalle nach metallurgischer Bedeutung

Eine gebrĂ€uchliche Einteilung geht vom prozentualen Anteil an den Elementen der Erdkruste aus, also ohne BerĂŒcksichtigung des Nickel-Eisen-Erdkerns. Diese Einteilung besagt indessen noch nichts ĂŒber die metallurgische Bedeutung. Beryllium hat einen Anteil von nur 0,006 % und doch kann ohne seinen Zusatz als Oxidationshemmer das mit 1,95 % reichlich vorhandene Magnesium nicht geschmolzen und vergossen werden.

Die Praxis hĂ€lt sich eher an die Unterscheidung zwischen Hauptmetallen – das heißt Metallen, die verbreitet die Basis von Legierungen sind – und Nebenmetallen. Aluminium ist ein Hauptmetall geworden, erst im 20. Jahrhundert wurde es als solches erkannt, weil es gleich dem Silicium in der Natur nicht metallisch vorkommt. Das Tonmineral Bauxit (frĂŒher oft als „Aluminiumerz“ bezeichnet) wird zu Tonerde verarbeitet und aus dieser seit dem Ende des 19. Jahrhunderts elektrolytisch Aluminium gewonnen. Zu den Hauptmetallen gehören auch die metallurgisch wie chemisch wichtigen Alkali- und Erdalkalimetalle Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium. Da sie niemals metallisch, sondern nur in Form nichtmetallischer Verbindungen, als Salze, Carbonate und Silikate vorkommen, wurden sie an frĂŒherer Stelle (Abschnitt Die „Erdmetalle“ kommen), auch wegen der annĂ€hernden Vergleichbarkeit des Gewinnungsprozesses, den Erdmetallen beigeordnet. Die seltenen Erdmetalle verlangen einen besonderen Abschnitt (siehe dort).

Zu den „Erdmetallen“ gehört auch Silicium, das mehrere Funktionen hat. PrimĂ€r ist es ein Halbmetall, das in der Natur nur als Quarzit oder Quarzsand (SiO2) vorkommt, aus dem es nur in einem elektrochemischen Reduktionsverfahren im Lichtbogenofen mit Kohleelektroden „carbothermisch“ gewonnen werden kann. Bei gleichzeitigem Zusatz von Eisenschrott entsteht „in situ“ (im Prozessablauf) das unter anderem fĂŒr die Stahlberuhigung nach dem Frischen verwendete Ferrosilicium (FeSi). Wie Aluminium und Mangan wirkt Silicium desoxidierend (sauerstoffentziehend).

Bei Aluminium-Silicium-Legierungen bestimmt Silicium die Legierungseigenschaften von Knetlegierungen wie auch Gusslegierungen. Eine zusÀtzliche Schmelzebehandlung (Feinung bzw. Veredelung) verhindert bei Letzteren die nachteilige primÀre Grobausscheidung des Siliciums bei langsamer Erstarrung der Schmelzen, sei es im Sandguss, wie etwa bei Motorenteilen (z. B. KurbelgehÀuse, Zylinderköpfe), aber auch bei schwerem Kokillenguss.

Bei sehr spezialisierten Kupferlegierungen (Siliciumbronze) ist es ein Legierungsbegleiter und in der Halbleitertechnik hat es eine eigene Position errungen. In einem aufwĂ€ndigen Verfahren der „Reinstmetallurgie“ (das heißt erzielter Reinheitsgrad eines Metalls im Bereich 99,999 %, sogenanntes „FĂŒnfneunermetall“) hergestellt, ist es Grundlage fĂŒr Chips, die in der Computertechnik unverzichtbar sind. Der deutsche Anteil an der Weltproduktion ist beachtlich (beispielsweise Chipfertigung in Dresden). Auch bei der Herstellung von Solarzellen wird Silicium als Halbleiter eingesetzt.

Eine weitere Möglichkeit der Einteilung trennt die Schwer- von den Leichtmetallen. Schwermetalle weisen eine Dichte grĂ¶ĂŸer 5 auf. Osmium mit der Dichte von 22,45 g·cm−3 steht hier an der Spitze, gefolgt vom weitaus bekannteren, da auch fĂŒr SchmuckstĂŒcke verwendeten Platin mit einer Dichte von 21,45 g·cm−3. Kupfer (8,93 g·cm−3), Eisen (7,86 g·cm−3) und Zink (7,14 g·cm−3) folgen mit Abstand. Bei den Leichtmetallen fĂŒhrt als leichtestes Lithium mit 0,54 g·cm−3 gefolgt von Magnesium mit 1,74 g·cm−3 und Aluminium mit 2,70 g·cm−3 Titan mit einer Dichte von 4,5 g·cm−3 wird noch den Leichtmetallen zugeordnet.

Verbreitet ist ferner eine Einteilung in „Basismetalle“ und „Legierungsbegleiter“, was zahlreiche Elemente einschließt, die oft nur in Spuren zugefĂŒgt werden und dennoch von Bedeutung sind. Kupfer, Eisen, Blei, Zinn, Zink, Nickel gelten – entwicklungsgeschichtlich bedingt – als Basismetalle. Aluminium, Magnesium und Titan werden jedoch inzwischen, von der wirtschaftlichen und metallurgischen Bedeutung her, den historischen Basismetallen gleichgestellt.

Eine schon einleitend genannte Unterscheidung sieht an erster Stelle das mengenmĂ€ĂŸig bedeutendere Eisen und seine Metallurgie. Erst mit Abstand folgen die Nichteisenmetalle.

Aktuelle Klassifizierungen unterscheiden auch zwischen „Massenmetallen“, wie etwa Eisen, Kupfer, Zink usw. und Sonder-, Seltenerd- und als Untergruppe den Technologiemetallen. Zu den Sondermetallen werden sowohl Gold, Silber und die Platinmetalle gezĂ€hlt, aber auch Seltenerdmetalle, RefraktĂ€rmetalle und als (sogenannte) „Technologiemetalle, Indium, Germanium, Gallium, Rhenium, Selen und Tellur“. Allen gemeinsam ist ihr Zusatz zu „Massenmetallen“ in stets nur geringen Mengen und ein zunehmend steigendes Recyclinginteresse.cite-ref-32[32]

Hauptmetalle

Kupfer wird als Hauptmetall entweder auf dem „trockenen Weg“ fĂŒr die reicheren Erze, oder dem „nassen Weg“ fĂŒr die Ă€rmeren Erze gewonnen. Der zu Reinkupfer fĂŒhrende Verfahrensgang ist mehrstufig. Er beginnt mit dem Rösten des Erzes, dem die Rohschmelze mit weiteren ArbeitsgĂ€ngen folgt, entweder im Schachtofen („deutscher Weg“), oder im Flammofen („englischer Weg“). Das Produkt ist nun Schwarzkupfer mit mehr als 85 % Kupfergehalt. Dessen weitere Raffination erfolgt heute nur noch selten im Flammofen. Üblich ist vielmehr Schwarzkupferplatten elektrolytisch zu raffinieren. Das dabei anfallende Reinkupfer ist ein wasserstoffhaltiges Kathodenkupfer, auch als Blistercopper (blasiges Kupfer) bezeichnet. Hochrein und sauerstofffrei ist es „Leitkupfer“ (Reinkupfer mit definierter elektrischer LeitfĂ€higkeit) fĂŒr die Elektroindustrie.

Die Masse des verfĂŒgbaren Raffinadekupfers wird – zumeist legiert – zu Knet- oder Gießmaterial. Zu Blechen verwalzt, fĂ€llt Reinkupfer besonders im Bauwesen auf. GegenĂŒber Witterungseinfluss sehr stabil, werden zunehmend Kupferbleche fĂŒr Dachbedeckung und Regenrinnen verwendet. Die mit der Zeit entstehende Patina (GrĂŒnfĂ€rbung) wurde schon frĂŒher geschĂ€tzt. FĂ€lschlich als giftiger GrĂŒnspan bezeichnet, besteht sie tatsĂ€chlich aus ungiftigem Kupfersulfat und -carbonat.

Zwar werden alle Legierungen mit dem Hauptbestandteil Kupfer als Kupferlegierungen bezeichnet, doch zwischen Bronzen und Sonderbronzen (vergleiche Berylliumbronze) sowie Messingen (Alpha- oder Beta-Messing mit 63–58 % Zink), gibt es deutliche Unterschiede im Aussehen und den mechanischen Eigenschaften. Ein Beispiel gibt das farblich völlig vom rötlichen Kupferton abweichende „Neusilber“, frĂŒher auch als Weißkupfer und noch in neuerer Zeit auch mit dem in seinem Ursprungsland China entstandenen Begriff „Packfong“ bezeichnet.

Reinkupfer ist TrĂ€ger zahlreicher als „Vorlegierung“ in nichteisenmetallurgischen Prozessen zugesetzter Elemente. Bei Gusseisen ist Kupfer ein positive Eigenschaften bedingendes Legierungselement.

Zinn ist seit der Bronzezeit wichtigstes Begleitmetall des Kupfers. Als Reinzinn wird es wenig verarbeitet, da zu weich. AusfĂŒhrlicheres siehe unter „Zinn.“

Blei (Bleisulfid) fĂ€llt wegen der HĂ€ufigkeit seines Vorkommens und wegen des niedrigen Schmelzpunktes vielleicht noch vor Kupfer, ungefĂ€hr um 6000 v. Chr., als metallurgisch nutzbar auf (s. auch unter Literatur: 5000 Jahre Gießen von Metallen) Geschichtlich tritt es zur (Römerzeit) als viel verwendetes, leicht zu bearbeitendes Hauptmetall in Erscheinung. Seit dem 20. Jahrhundert, insofern spĂ€t, wird es wegen seiner Giftigkeit fĂŒr trinkwasserfĂŒhrende Systeme (Bleirohre) nicht mehr verwendet. Blei wird aus dem gleichen Grund als eine der Ursachen fĂŒr den Untergang des Römerreichs angesehen.cite-ref-blei-r-merreich-33-0[33] Ebenfalls giftig sind auf der Grundlage von Bleioxid hergestellte Farben („Bleiweiß“, Bleimennige) und Kinderspielzeuge, an oder in denen dieses enthalten ist.

Blei-Antimon-Legierungen als Schriftmetalle sind als Folge moderner Drucktechnik weitgehend bedeutungslos geworden. Unverzichtbar ist Blei vorlĂ€ufig noch fĂŒr Akkumulatoren und als Bestandteil bleihaltiger Lagermetalle. Hier ist es besonders Bleibronze, eine Kupfer-Blei-Zinn-Legierung mit bis zu 26 % Bleianteil, die fĂŒr hoch beanspruchte Gleitlager in Automobilmotoren verwendet wird.

Bei Messing-Knetlegierungen ist Blei ein die Zerspanung begĂŒnstigender Zusatz (maximal 3 %). Mit bis zu 7 % ist es Legierungsbegleiter von Kupfer-Zinn-Zink-Gusslegierungen (Maschinenbronze).

Eisen wird zu Gusseisen oder Stahl allein durch seine Begleitelemente (Eisenbegleiter), die obschon bei der Stahlherstellung unverzichtbar, mengenmĂ€ĂŸig Nebenmetalle bleiben. FĂŒr Hartstahl wird Mangan zugesetzt, das im Spiegeleisen mit 50 % enthalten ist. Ferromangan ist ein MangantrĂ€ger mit 75–85 % Mangan. Zum Einsatz bei der Stahlerzeugung, wie bei Gusseisen gelangen ferner Chrom, Nickel, MolybdĂ€n, Vanadium, Cobalt (siehe auch unter „Industriemetalle“), Titan, das Halbmetall Silicium (als Ferrosilicium/FeSi zugesetzt) und die Nichtmetalle Kohlenstoff, Phosphor und Schwefel.

Zink wird als Reinzink mit 0,5 % Kupfer legiert beim Verzinken von Stahl als Korrosionsschutz in großen Mengen verbraucht. Zinkbleche und -bĂ€nder aus mit 0,1 % Kupfer oder Titan sehr „niedrig legiertem Rein- oder Titanzink“ werden im Bauwesen verwendet. Ferner ist Zink Basismetall fĂŒr Feinzink-Gusslegierungen mit Kupfer- und Aluminiumanteilen. Als wichtiger Begleiter findet sich Zink bei Kupferlegierungen (siehe oben), besonders seit mehr als zwei Jahrtausenden bei Messing.

Aluminium gibt es als genormtes HĂŒttenaluminium (Reinheit 99,5–99,9 %), als Reinaluminium mit einem Reinheitsgrad von 99,99 % („Vierneunermetall“) und sogar als Reinstmetall (> 99,9999 %). Seine eigentliche Bedeutung als Knet- und Gusswerkstoff wird aber von zahlreichen legierungsbildenden Begleitelementen bestimmt, zu denen das Basismetall Kupfer gehört. Alfred Wilm entwickelt 1909 das patentrechtlich geschĂŒtzte Duraluminium (Markenname DURAL), die erste aushĂ€rtbare Legierung bestehend aus Aluminium, Kupfer und Magnesium (AlCu4Mg1) Diese Legierung wird vor allem im Flugzeugbau eingesetzt, zuerst bei Junkers/Dessau. AladĂĄr PĂĄcz gelingt 1920 die gefĂŒgebeeinflussende „Veredelung“ der eutektischen Aluminium-Silicium-Zweistofflegierung (rechtlich geschĂŒtzt als „ALPAX“ und als „Silumin“) mittels Zugabe von weniger als 150 ppm Natrium. Daraus wird im Bereich von 7–13 % Silicium-Anteil die heute als Formguss meistverarbeitete Legierungsgruppe. Wenig spĂ€ter folgen Aluminium-Magnesium-Legierungen (rechtlich geschĂŒtzt als seewasserfestes Hydronalium und in einer Variante mit Titanzusatz „besonders seewasserfest“). Vielseitig verwendbar als Walz- und Knetmaterial ist die Legierung AlMgSi mit je 0,5 % Silicium und Magnesium. Neben ihr gibt es Legierungen mit Kupfer, Titan, Zink, Mangan, Eisen, Nickel, Chrom und anderen Elementen, wobei die von den Legierungen verlangten, zunehmend stĂ€rker spezifizierten Eigenschaften die Begleitelemente nach Art und Menge bestimmen. Soweit nicht als Fertiglegierung vorliegend, können sie einer Basisschmelze aus Reinaluminium als „Legierungsmittel“ oder „Vorlegierung auf Aluminiumbasis“ zugefĂŒgt werden.

Begleitmetalle

Neben dem Begriff „Begleitmetalle“ (synonym: „Legierungsbegleiter“) gibt es den umfassenderen Begriff „Begleitelemente“. Diese werden regelmĂ€ĂŸig zur Herstellung von Legierungen verwendet. Der Anteil dieser Begleitelemente beginnt bei Zehntelprozenten und weniger und geht bis zum zweistelligen Prozentbereich. Beispiele: AlCuTi mit 0,15–0,30 % Titan; AlSi 12 mit 10,5–13,5 % Silicium. Die Werkstoffentwicklung kennt inzwischen nur noch wenige Elemente, beispielsweise radioaktive, die sich nicht dazu eignen, Eigenschaften neu entwickelter Legierungen potentiell zu verbessern. Besonders im Bereich der „Seltenen Erden“ werden außer dem schon lang bekannten Cer (siehe bei Cer-Mischmetall) und dem ihm zugehörigen Lanthan (griechisch: „das Verborgene“) weitere verwandte Elemente, wie Neodym (fĂŒr starke Dauermagnete) oder Praseodym (in seinen Verbindungen fĂŒr FarbglĂ€ser mit UV-Absorption) nutzbar.

Beispiele fĂŒr weitere wichtige Begleitelemente sind das Nichtmetall Phosphor in ĂŒbereutektischen AlSi-Kolbenlegierungen, oder Beryllium, ein Leichtmetall mit einer Dichte von 1,84 g·cm−3, das in Form seiner DĂ€mpfe indessen giftig ist. Beryllium wird fĂŒr aushĂ€rtbare Bronzen (Berylliumbronze), fĂŒr funkenfreie Werkzeuge im Bergbau, als Desoxidationszusatz fĂŒr Leitkupfer (hier ĂŒber eine fĂŒnfprozentige Vorlegierung) und im ppm-Bereich (ebenfalls ĂŒber Vorlegierung dosiert) bei Aluminiumlegierungen zur GĂŒteverbesserung sowie zur Verringerung der Oxidation der Schmelze zugesetzt, eine Maßnahme, die beim Schmelzen und Vergießen von Magnesiumlegierungen unabdingbar ist. Die Jahresweltproduktion von Beryllium – von dessen seltener, durchsichtiger Kristallform Beryll ĂŒbrigens unser Wort Brille abgeleitet ist – wird mit 364 t angegeben.cite-ref-34[34]

Metallurgische Grundprozesse

Die im Abschnitt „Gewinnung der Ausgangsstoffe“ hinsichtlich Vorkommen und Gewinnung beschriebenen Elemente durchlaufen nach dieser ersten Prozessstufe eine weitere, die der Aufbereitung, bevor sie durch VerhĂŒttung zu rein oder legiert nutzbaren Metallen und Halbmetallen werden.

Eine erste Scheidung oder Sichtung wird noch dem Bergbaubereich zugerechnet, der sowohl Stollenabbau, als auch ein Tagebau sein kann. Die darauf folgende Verarbeitungsstufe gilt bereits als „hĂŒttenmĂ€nnische“ Arbeit. Die erforderlichen Maßnahmen sind dabei so vielfĂ€ltig, wie die Ausgangsstoffe selbst. GrundsĂ€tzlich unterschieden wird in trockene und nasse Verfahren, jeweils mit dem Ziel einer „Anreicherung“. Im Stollenabbau gefördertes „Haufwerk“ bedarf der Trennung des werthaltigen, erzreichen, vom wertlosen, erzarmen, „tauben“ Material, das als „Gangart“ bezeichnet wird. FĂŒr die Trennung wird das Gestein durch Mahlen weiter zerkleinert, es folgen Sieben, Sichten und gegebenenfalls Magnetscheidung. Bei Gewinnung im Tagebau ist zumeist vorher Abraum unterschiedlicher MĂ€chtigkeit zu entfernen.

Die weitere Verarbeitung der aufbereiteten Stoffe vollzieht sich mit den im Folgenden beschriebenen Grundtechniken.

Pyrometallurgie

Pyrometallurgie ist die thermische Weiterbearbeitung von Erzen oder bereits gewonnenem Metall, sei es oxidierend, also unter Sauerstoffzufuhr erhitzt (Abrösten), oder reduzierend in sauerstofffreier OfenatmosphĂ€re. Zuzuordnen ist hier die Feuerraffination (Oxidieren und Verschlacken unerwĂŒnschter Elemente), ferner die Seigerung, worunter die Entmischung einer Schmelze unter Ausnutzung von Dichteunterschieden im Schmelzgut zu verstehen ist (Beispiel: Oberhalb seiner Löslichkeitsgrenze in Kupfer seigert Blei aus einer Kupferlegierungsschmelze aus, sinkt auf den Boden des SchmelzgefĂ€ĂŸes). Ähnlich verhĂ€lt es sich bei der Destillation, die bei vorgegebener Temperatur unterschiedliche DampfdrĂŒcke der Stoffe zur Trennung in Fraktionen nutzt (Beispiel Zinkgewinnung aus abgeröstetem Zinkerz in Muffelöfen).

Letzter Stand der Technik ist ein Zweistufenverfahren, um aus Kupfer und Goldkonzentraten Verunreinigungen, wie etwa Arsen, Antimon und Kohlenstoff durch Abrösten zu entfernen.cite-ref-35[35]

Hydrometallurgie

Hydrometallurgie bedeutet ursprĂŒnglich Vorbereitung von Erzen zur VerhĂŒttung durch kalte oder warme Trennverfahren (Kalt- oder Heißextraktion) mittels Wasser. Die historische Flotation, weiterentwickelt zur Sink-Schwimmtrennung, ermöglicht es, im Abbau gewonnenes Erz weiter anzureichern. Gleichen Zwecken dient das Auslaugen und Auskochen. Die Extraktion durch SĂ€uren, Laugen, organische Lösungen und Bakterien gehört ebenfalls zur Hydrometallurgie. Sind Bakterien beteiligt, spricht man vom Bioleaching. Durch chemische FĂ€llungsverfahren oder mittels Elektrolyse werden ferner aus armen Erzen, die in geringerer als einprozentiger Konzentration enthaltenen Elemente gewonnen, beispielsweise Edelmetalle. In diesen FĂ€llen wird die Hydrometallurgie als „Elektrometallurgie auf nassem Wege“ bezeichnet.

Elektrometallurgie

Die Elektrometallurgie umfasst elektrothermische und carbothermische (siehe Siliciumherstellung) sowie elektrolytische Verfahrenstechniken. Die moderne Stahlerzeugung, die den Hochofen durch den mit oxydreichem Schrott beschickten Induktionsofen ersetzt, kann ebenfalls als elektrometallurgisches Verfahren bezeichnet werden (Elektrostahl)

Mittels der Schmelzflusselektrolyse wird aus einem Tonerde-Kryolith-Gemisch Aluminium an der Kathode freigesetzt (Hall-HĂ©roult-Verfahren). Zum Einsatz kommen dabei eine Kohlewanne fĂŒr das Gemisch, die gleichzeitig als Kathode fungiert, und von oben zugefĂŒhrte, stromfĂŒhrende Anoden. Das heute allgemein angewandte Bayer-Verfahren gewinnt das Aluminium in einem kontinuierlichen Prozess der Metallentnahme und GemischzufĂŒhrung von Tonerde, wie der in besonderen Tonerdefabriken aufbereitete und getrocknete Bauxit genannt wird. Zur ProduktionskontinuitĂ€t gehört bei der Elektrolyse des Tonerde-Kryolith-Gemischs der fortlaufende Ersatz verbrauchter Anoden. Die ĂŒber einige Jahrzehnte den Standard bildende Söderberg-Anodentechnik wird durch das hinsichtlich Energieverbrauch, Anodenerhalt und Ausbeute deutlich verbesserte Pechiney-Verfahren zunehmend abgelöst; bestehende Altanlagen werden stillgelegt oder umgerĂŒstet.

Nach dem Prinzip der Schmelzflusselektrolyse eines Chloridgemischs (weil mit Gemischen stets die erforderliche Reaktionstemperatur erniedrigt wird) können alle Alkalimetalle aus ihren Salzlösungen gewonnen werden.

FĂŒr das zunehmend Bedeutung gewinnende Erdalkalimetall Magnesium schlĂ€gt Bunsen bereits 1852 die Elektrolyse im Gemisch mit Flussspat vor. Heute wird es im Prinzip noch auf die gleiche Weise dargestellt, sei es direkt aus natĂŒrlichem Magnesiumchlorid (Bischofit), oder nach Abtrennung aus magnesiumchloridhaltigen Mischsalzen (Carnallit), oder aus dem Magnesiumchlorid-Anteil (bis zu 0,4 %) des Meerwassers. Technisch bedeutender ist die bereits genannte Umwandlung von Magnesit MgCO3 oder Bitterspat (große Vorkommen unter anderem in Australien) in einem chemischen Prozess zuerst zu Magnesiumchlorid. Eine nachfolgende Elektrolyse, die seit Bunsens Erkenntnissen praktisch dem Verfahren der Aluminiumgewinnung gleicht (Pionier auf diesem Gebiet: G. Pistor, 1920), fĂŒhrt zu reinem Magnesium. Die erste Mengenerzeugung erfolgte im Werk Elektron-Griesheim der IG Farbenindustrie (geschĂŒtzte Marke „Elektronmetall“).

Elektrolytisch gewonnenes Magnesium wurde durch stĂ€ndig hinzukommende Anwendungsbereiche zu einem in seiner industriellen Bedeutung dem Aluminium nicht nachstehenden Erzeugnis der Elektrometallurgie. Man setzte es schon frĂŒh u. a. zur GefĂŒgebeeinflussung von Gusseisen, im Luftfahrzeugleichtbau (Zeppelin), in der zivilen wie militĂ€rischen Pyrotechnik (Raketen, Leuchtkugeln, Stabbrandbomben) ein. Der Zweite Weltkrieg bedeutete fĂŒr Magnesium und seine Legierungen einen Entwicklungsschub, denn es war ein von Einfuhren unabhĂ€ngiger Werkstoff. Im 21. Jahrhundert kommt sein Einsatz der zunehmenden Tendenz zur Leichtbauweise entgegen, besonders bei Fahrzeugen, und es werden nicht nur die Verfahren seiner Gewinnung erweitert, sondern auch die der Verwendung. Vorwiegend sind es im Druckgießverfahren hergestellte Teile, zum Teil ist es „Hybridguss“.cite-ref-36[36]

Pulvermetallurgie

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Pulvermetallurgie

Der Begriff Pulvermetallurgie wird zwar verbreitet in Fachliteratur und Praxis verwendet, es handelt sich dennoch um keine eigenstĂ€ndige Metallurgie, sondern eine – latent explosionsgefĂ€hrdete – Technik, geschmolzene Metalle und Legierungen entweder im FlĂŒssigzustand zu Pulver zu verdĂŒsen oder sie aus dem Festzustand heraus in Feinstgranulat umzuwandeln. In PulvermĂŒhlen lĂ€sst sich die Mehrzahl der Nutzmetalle – von Aluminium bis Zink – zu Pulvern mit KorngrĂ¶ĂŸen von 0,1 bis 500 ”m zermahlen. Wegen der von allen Metallpulvern, mit unterschiedlichem Gefahrenpotential, ausgehenden Explosionsgefahr im Kontakt mit Luftsauerstoff wird eine Inertisierung oder Phlegmatisierung vorgenommen. Stabilisatoren, die von Wachs bis zu Phthalaten reichen, setzen die Explosionsempfindlichkeit herab. Magnesiumpulver ist wegen seines hochpyrophoren Verhaltens ein Sonderfall. Es kann nicht durch Mahlen, sondern nur durch „Abreiben“ vom Blockmetall gewonnen werden.

Bedeutend sind Metallpulver, in diesem Fall korrekt „anorganische Pigmente“ genannt, als Bestandteil von Metallic-Lacken bei Automobilen. Ein völlig anderes Einsatzgebiet ist das Verpressen in Stahlformen unter sehr hohem Druck (2000 bar und mehr). Aus so verpressten reinen Metallpulvern, hĂ€ufiger legierungsĂ€hnlichen Gemischen, können metallische Formteile hergestellt werden (MIM-Verfahren, SLM-Verfahren). Bei heißisostatischer Verpressung, der eine Erhitzung der Pulver bis zur Erweichungsgrenze vorangeht, werden die Eigenschaften gegossener Teile erreicht.

Ein anderer Weg wird bei der Herstellung schwer zu gießender oder aufwĂ€ndig aus dem Vollen zu fertigender Teile durch Nutzung des 3D-Druck-Verfahrens beschritten. Diese an sich schon seit Jahren bekannte Technik ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass auf 3D-Druckern metallische Serienteile fĂŒr technisch anspruchsvollen Einsatz schichtweise, bis zur vom Rechner vorgegebenen Form, aufgebaut (gespritzt) werden.cite-ref-37[37]

Im Formen- und Modellbau kommt Pulver-Flammspritzen zum Einsatz. Das Metallpulver wird dabei durch eine Flamme erweicht, oder auch durch Plasma (Plasmaspritzen). Der Vorteil liegt in der kurzfristig möglichen Herstellung von Werkzeugen – Formen – fĂŒr Pilotprojekte im Maschinen- und Werkzeugbau (Automobilindustrie).

SekundÀrmetallurgie

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SekundÀrmetallurgie

Der Begriff SekundĂ€rmetallurgie wurde ursprĂŒnglich nur im Stahlwerk gebraucht, wird aber auch fĂŒr den Entschwefelungsprozess von Gusseisen angewendet. Er bezeichnet jedoch keine eigenstĂ€ndige Metallurgie, sondern verschiedene, alternativ oder in Abfolge anwendbare, die Stahlschmelzen entschwefelnde, desoxidierende oder „beruhigende“ Maßnahmen, die insgesamt als „Pfannenmetallurgie“ zur Steigerung der StahlqualitĂ€t dienen. GebrĂ€uchlich ist die Zugabe von Aluminiumgranulat, Calciumsilicid und einer Reihe anderer, elektrometallurgisch gewonnener Produkte. Neben diesen auf chemischen Reaktionen beruhenden Techniken gibt es auch solche, die rein physikalisch oder physikalisch-chemisch wirken. Dazu gehört das Anlegen eines Vakuums an die Schmelze (mit sich daraus ergebender Entgasungswirkung). Das CLU-Verfahren, allgemeiner als „Uddeholm-Verfahren“ bekannt, fĂŒhrt durch DĂŒsen am Boden einer Pfanne inerte oder reaktive Gase in die Stahlschmelze ein.

Es sind insgesamt Sonderformen der Schmelzebehandlung, wie sie in vergleichbarer Weise bei anderen Metallen (beispielsweise in der PrimĂ€raluminiumerzeugung) ĂŒblich sind.

Hinzu kommt, dass der Begriff SekundĂ€rmetallurgie zunehmend auch von NE-MetallhĂŒtten angewendet wird, die sich, nach Erschöpfung standortnaher Erzabbaugebiete, statt mit der PrimĂ€rerzeugung von Metall, der Forderung zur Nachhaltigkeit des Umgangs mit Rohstoffen entsprechend, mit deren Wiedergewinnung aus Schrotten und AbfĂ€llen, wie SchlĂ€mmen und StĂ€uben befassen, also einen SekundĂ€rkreislauf einrichten.cite-ref-38[38]

Nuklearmetallurgie

Die Nuklearmetallurgie befasst sich mit den radioaktiven Elementen, deren bekanntestes heute Uran ist. Es wird mittels hydrometallurgischer Verfahren aus dem uranhaltigen Mineral Pechblende gewonnen. Lange gegenĂŒber dem Radium vernachlĂ€ssigt, das schon im frĂŒhen 20. Jahrhundert fĂŒr medizinische Zwecke verwendet wurde (Nuklearmedizin), erlangte es seine heutige Bedeutung erst im Laufe des Zweiten Weltkriegs. In den USA wurde in den allein fĂŒr diesen Zweck errichteten „Hanford-Werken“ in großem Maßstab Nuklearmetallurgie betrieben, um genĂŒgend Plutonium fĂŒr den Bau der Atombombe herzustellen. Heute ist die zivile Nuklearmetallurgie darauf ausgerichtet, nicht nur Brennelemente fĂŒr Kernkraftwerke (Atomkraftwerke) zu gewinnen, sondern sich auch mit der Aufbereitung der verbleibenden RĂŒckstĂ€nde und der sogenannten „sicheren Endlagerung“ zu befassen (siehe auch bei „Uran“). Wichtiges Nebengebiet der Nuklearmetallurgie sind die weltweit nur in wenigen Kernreaktoren hergestellten Radionuklide fĂŒr medizinischer Zwecke, wie Technetium-99m (Erzeugung in Technetium-99m-Generatoren) und Iod 131 (z. B. fĂŒr Szintigraphie).

VerhĂŒttungs- und Weiterverarbeitungstechnik

Metallurgie und HĂŒttenwesen gelten bis heute als synonyme Begriffe und die Gewinnung und Aufbereitung der Erze wird als ein der „VerhĂŒttung“ vorausgehender Prozess gesehen.

Eine durch die Fortschritte in Technik und Wissenschaft ermöglichte, anders ausgerichtete Gliederung sieht die Metallurgie als ĂŒbergeordnete, als HĂŒttenkunde vermittelte Wissenschaft, die sich der Gewinnungs- und Aufbereitungstechnik und diese sich wiederum der Chemie bedient. Vom somit enger verstandenen HĂŒttenwesen – einem Begriff, der an erster Stelle auf thermischen Verfahren begrĂŒndet ist – fĂŒhrt die Entwicklung in bereits geschilderter Abfolge von den vorbehandelten Einsatzstoffen zu nutzbaren Metallen und Legierungen, Halb- und Fertigprodukten. Der Arbeitsablauf in einer auf Verarbeitung von Erzen ausgerichteten HĂŒtte, gleich ob Eisen oder Nichteisenmetalle zu gewinnen sind, besteht gewöhnlich aus folgenden Schritten:

1. Gattieren (Zusammenstellung des zu verhĂŒttenden Materials) des Einsatzes, auch unter dem Gesichtspunkt der gewĂŒnschten Eigenschaften der Ausbringung
2. Einmaliges (diskontinuierliches, an die Ofenfassung gebundenes) oder fortlaufendes (kontinuierliches) Chargieren, also Beschicken eines Ofens, mit ebenso kontinuierlicher Metallentnahme (Beispiele: Hochofen mit bis zu 5000 t Roheisen Tagesausstoß oder die kontinuierlich Rohaluminium liefernde Schmelzflusselektrolyse)
3. Reduzieren des Einsatzes, wiederum entweder chargenweise und mit Chargeneigenschaften (siehe unten) oder mittels kontinuierlichem Nachchargieren und Sammeln des gewonnenen Metalls in einem nur den Chargen-, nicht den Partiecharakter (siehe ebenda) ausgleichenden Mischer.
4. Schmelzebehandlung durch eine oxidierend oder reduzierend vorgenommene Raffination (siehe SekundĂ€rmetallurgie), einschließlich Legieren oder Legierungskorrekturen
5. Vergießen: Einfacher Masselguss oder Weiterverarbeitung (Beispiel: Stahlwerk, das Roheisen entweder zu einfachem Gussstahl oder stranggegossenen Formaten fĂŒr ein nachgeschaltetes Walz-, Zieh- und Presswerk verarbeitet).

„Industriemetalle“

Von „Industriemetallen“ wird gesprochen, wenn ein Metall wegen seiner Bedeutung eine eigene Industrie begrĂŒndet hat. Dies ist zumindest bei Eisen, Kupfer, Nickel, Blei, Zink und Aluminium gegeben. Weiter gefasst ist der Begriff „industriell genutzte Metalle“, der alle metallurgisch genutzten Elemente einschließt, gleich ob sie eigenstĂ€ndig, also unlegiert, oder als Legierungsbegleiter auftreten.

Eisen

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Eisen

Am Beispiel Eisen ist die Spannweite der „VerhĂŒttung“ besonders sichtbar. Der EisenerzverhĂŒttung liegt das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm zugrunde, auf dem die Eisentechnologie als Wissenschaft aufbaut und danach ihre Techniken entwickelt hat.

Die klassische EisenhĂŒtte erzeugt im Hochofen ausschließlich Roheisen. Der Hochofen wird dazu mit einem Gattierung genannten Gemenge beschickt, dessen Erzanteil zuvor aufbereitet wurde. Ein Röstprozess oxidiert die Sulfide. Die damit einhergehende Erhitzung entfernt weitere flĂŒchtige Bestandteile, etwa einen zu hohen Wassergehalt, wie bei der lothringischen Minette (Minette bedeutet „kleines Erz“, weil der Gehalt an Eisen verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig gering ist, etwa 20–40 %). FĂŒr den Hochofengang werden die oxidischen, oxidhydratischen oder carbonatischen Erze (Magnetit, HĂ€matit, Limonit (Salzgitter), Siderit (Österreich), ferner die Pyrit-(Schwefelkies)-AbbrĂ€nde der SchwefelsĂ€ureherstellung) dadurch vorbereitet, dass ihnen ZuschlĂ€ge (Möller) von fluss- und schlackenbildendem Kalkstein (Flussmittel) und Koks beigegeben werden. Bei historischen Hochöfen wurde anstelle von Koks noch im Umfeld erzeugte Holzkohle eingesetzt.

Der Abstich (Ausbringung des erschmolzenen Roheisens) erfolgt im kontinuierlichen Betrieb, das heißt, der Ofen erkaltet nie; solange es seine Auskleidung zulĂ€sst, wird stĂ€ndig ĂŒber die „Gicht“, das obere Ende des Ofens, beschickt und unten an der Sohle abgestochen. Der Abstich weist sogenannte „Partieeigenschaften“ auf, wobei unter Partie beispielsweise eine Schiffsladung brasilianischen Eisenerzes mit vom Gewinnungsort bestimmten Eigenschaften verstanden wird. Von diesen wird die Zuordnung zu einer bestimmten RoheisenqualitĂ€t bestimmt. Es könnte sowohl ein HĂ€matitroheisen mit mehr als 0,1 % Phosphor oder ein Gießereiroheisen mit bis zu 0,9 % Phosphor abgestochen werden. Außer von der Partiezugehörigkeit werden die Eigenschaften des Abstichs von der Erstarrungsart bestimmt. Bei langsamer AbkĂŒhlung (Masselguss) entsteht graues Gusseisen, unterschieden nach Art der Graphitausscheidung (lamellar, vermikular, sphĂ€roidal). Bei rascher Erstarrung entsteht manganhaltiges, weißes Gusseisen; eine Übergangsform ist meliertes Gusseisen. Nicht zur Verwendung als Gusseisen bestimmtes Roheisen wird vom Hochofen in einen der VergleichmĂ€ĂŸigung dienenden Mischer entlassen und von dort an das Stahlwerk weitergeleitet. Erstmals erfolgte ein FlĂŒssigmetalltransport ĂŒber grĂ¶ĂŸere Entfernung gegen die Mitte des 20. Jahrhunderts in der normalspurigen 200 t und mehr fassenden und zugleich als Mischer fungierenden „Torpedopfanne“. Hier kann ebenfalls von Charge (englisch „batch“) gesprochen werden, nĂ€mlich der Beschickung eines GefĂ€ĂŸes, einer Pfanne oder eines Ofens mit einer durch das jeweilige Fassungsvermögen bestimmten Menge. Bei der Weiterverarbeitung, die in diesem Falle als diskontinuierlich bezeichnet wird, lassen sich jeder Charge sie kennzeichnende Chargeneigenschaften zuordnen. Die „Chargenarbeit“ hat besondere Bedeutung fĂŒr das Recycling von zumeist sehr gemischten Schrotten.

Auch im 21. Jahrhundert ist die Erzeugung von Roheisen immer noch Betriebszweck eines „EisenhĂŒttenwerks“. Die PrimĂ€rerzeugung im Hochofen hat ihre Alleinstellung bei der Eisengewinnung jedoch seit der Erfindung des Siemens-Martin-Ofens mit Regenerativfeuerung und erst recht seit der EinfĂŒhrung des Elektroofens verloren. Im Direktreduktionsverfahren kann aus pelletiertem Eisenerz in einem klassischen Schachtofen oder einem letzten Stand der Technik nutzenden Wirbelschichtreaktor ein kohlenstoffarmer Eisenschwamm erzeugt werden. Dieser wird dann im Elektrolichtbogenofen erschmolzen. Das Verfahren fĂŒhrt zu verringerten Kohlendioxidemissionen. Dennoch bleibt die „verbundene EisenhĂŒtte“ – auch als „EisenhĂŒttenwerk“, in Osteuropa (1936 Magnitogorsk) als Kombinat bezeichnet –, weiterhin fĂŒhrend bei der Erzeugung von Roheisen, Gusseisensorten und StĂ€hlen.

Gusseisenwerkstoffe werden aus kohlenstoffreicherem Roheisen gewonnen. Es wird aus dem Hochofen in ein Masselbett geleitet und die erkalteten und transportfĂ€higen Masseln werden im Kupolofen einer Eisengießerei oder auch in einem Elektroofen wieder eingeschmolzen und zu Gussteilen verarbeitet. Als Regel werden dort noch definierter Schrott, eigener GießereirĂŒcklauf und LegierungszusĂ€tze beigegeben, um Gusseisensorten mit definierten Eigenschaften zu erhalten (siehe auch oben). Hohe Festigkeitswerte erbringt, nach E. Bain benannt, bainitisches Gusseisen mit Kugelgraphit. Es ermöglicht als Austempered Ductile Iron, kurz ADI, den „Leichtbau aus Eisen“; das ist seit Anfang des Jahrhunderts eine Antwort auf die starke Zunahme von Aluminiumguss bei Automobilmotoren. Ein neu entwickelter Gusseisenwerkstoff mit Aluminium als Legierungsbestandteil erlaubt sogar die Anwendung bei Automobilmotoren mit hohen Betriebstemperaturen, wie sie bei Turboaufladung vorkommen.

Temperguss ist eine Sonderform des Eisengusses, die als „weißer“ kohlenstoffarmer oder schwarzer kohlenstoffreicherer Temperguss vorkommt. Seine im Vergleich zu Grauguss besseren mechanischen Eigenschaften erwirbt er durch GlĂŒhen der in Temperkohle eingepackten Gussteile in regulierbaren, gasbeheizten Temperöfen. Die Verweilzeit bei dort gegebenen, oxidierenden Bedingungen ist teileabhĂ€ngig. Sie beginnt kontrolliert bei 900 °C und wird bis zum Temperzeitende auf 750 °C abgesenkt. Beispiele fĂŒr Temperguss sind Fittings, SchlĂŒssel oder ZahnrĂ€der.

Eine dem Temperguss verwandte Sonderform ist der Hartguss (weißes Gusseisen, niedrig graphitiert), der als Walzenguss (unter anderem fĂŒr Kalt- und Warmwalzwerke) wirtschaftlich bedeutend ist.

FĂŒr die Stahlerzeugung ist „ersterschmolzenes“ Roheisen noch nicht nutzbar. Stahl muss schweiß- oder schmiedbar und daher kohlenstoffĂ€rmer sein. Er wird deshalb „gefrischt“, das heißt mittels Pressluft- oder Sauerstoffzufuhr so lange oxidierend behandelt, bis der unerwĂŒnschte Kohlenstoff verbrannt ist und sein Anteil kleiner als zwei Prozent ist. Es gab mehrere Verfahren fĂŒr das Frischen: Zu Beginn der Industrialisierung das Puddelverfahren, bei dem das plastische Roheisen mit Stangen manuell gewalkt wurde, spĂ€ter die Erzeugung im Tiegelofen. Mitte des 19. Jahrhunderts fĂŒhren das Frischen in der Bessemerbirne sowie das Thomas-Verfahren – die Blasstahlverfahren im Konverter – zu einer extremen ProduktivitĂ€tssteigerung. Ende des 19. Jahrhunderts verbreitet sich das Siemens-Martin-Verfahren, Anfang des 20. Jahrhunderts schließlich wird das Elektroverfahren (Lichtbogen- oder Induktionsofen) industrialisiert, bevor sich Mitte des Jahrhunderts das LD-Verfahren (Sauerstofffrischen) verbreitet. An das den Kohlenstoff oxidierende (verbrennende) Frischen schließt sich die Entfernung ĂŒberschĂŒssigen, bereits an Eisen gebundenen Sauerstoffs (Desoxidation, „Beruhigung“) durch Zusatz leicht oxidierbarer Elemente an. Üblich sind Aluminium oder Silicium, dieses als Ferrosilicium (FeSi), das bei der carbothermischen Siliciumherstellung gewonnen wird (siehe oben). Oxidation und Desoxidation sind von Thermodynamik und Reaktionskinetik bestimmte Maßnahmen, bei denen Chemie und Metallurgie – nicht nur die des Eisens – zusammenwirken.

Siemens-VAI hat einen speziellen 150-t-Lichtbogenofen zur schlackenfreien und energiesparenden Direktreduktion zur Betriebsreife gebracht.cite-ref-39[39]

Sobald sich die behandelte Stahlschmelze beruhigt hat, lĂ€sst sie sich durch Zusatz von Legierungselementen auf die kĂŒnftige Verwendung als Stahl einstellen. Die Sortenvielfalt ist betrĂ€chtlich, weil nach Herkunft (Thomasstahl, Siemens-Martin-Stahl, Elektrostahl) sowie Verwendung und Eigenschaften unterschieden wird, beispielsweise hoch und niedrig legierter Stahl, legierter Kalt- oder Warmarbeitsstahl, nicht rostender Stahl (NIROSTA mit mehr als 12 % Chrom), magnetischer, weich magnetischer und „nicht magnetischer“ Stahl und andere (vollstĂ€ndige Auflistung beispielsweise unter „Stahl“ in „Gießereilexikon“cite-ref-gie-erei-lexikon-40-0[40]).

Die Masse der StĂ€hle, daher auch „Massenstahl“, wird dem Walzwerk zugefĂŒhrt. FrĂŒheres Ausgangsmaterial des Verwalzens waren in Großkokillen hergestellte Walzbrammen, wobei Lunkerfreiheit (durch Erstarrungsschrumpfung bedingte HohlrĂ€ume) mittels einer exothermen (wĂ€rmeabgebenden) Auskleidung der Kokillen eine gerichtete und verlangsamte Erstarrung möglich machte. Heute hat das Stranggießverfahren diese Technik weitgehend ersetzt.

Die Stranggießerei ist eine dem Stahlwerk angegliederte Weiterverarbeitungseinheit, in der die Umwandlung von flĂŒssigem zu festem Stahl erfolgt. Dabei kann zwischen mehreren Arten der Umwandlung unterschieden werden, zwischen „kontinuierlich“ (Strangtrennung mit „fliegender SĂ€ge“) oder diskontinuierlich (durch die der Anlage vorgegebene maximale StranglĂ€nge), weiterhin zwischen vertikalem, horizontalem oder Bogenstrangguss und schließlich zwischen „einstrĂ€ngigen“ oder „mehrstrĂ€ngigen“ Anlagen. Die verschiedenen Produkte werden als Vollguss – auch profiliert – oder als Hohlguss (Röhren) hergestellt. Die weitere Verarbeitung erfolgt entweder nach VorwĂ€rmung (warme Verarbeitung) oder nach AbkĂŒhlung (abschreckend, kalte Verarbeitung). Weiterhin unterzieht man sie einer natĂŒrlichen oder kĂŒnstlichen Alterung (Umwandlung des MischkristallgefĂŒges). Besonders hochwertige Walzprodukte erzielt man mit einer ErwĂ€rmung, gefolgt von abschreckender HĂ€rtung und nachfolgendem „Anlassen“, das heißt WiedererwĂ€rmen fĂŒr den Walzprozess.cite-ref-41[41]

Zu den wirtschaftlich bedeutenden Stahlerzeugnissen gehören BaustĂ€hle (T-, Doppel-T, auch I-TrĂ€ger, Bewehrungsstahl), ferner Schienen, DrĂ€hte, die im Walzprozess oder bei kleinen Durchmessern in der Drahtzieherei hergestellt werden. Stahlbleche, glatt oder profiliert (Wellblech), sind ein vielseitig genutztes Walzprodukt. Einseitig verzinnt wird heruntergewalztes Warmband als Weißblech bezeichnet. 2007 gingen hiervon 1,5 Millionen t in die Dosenfertigung ein. Zahlreich sind die StĂ€hle mit besonderen Eigenschaften, unter anderem EdelstĂ€hle, nicht rostender Stahl, HartstĂ€hle (Panzerplatten) fĂŒr militĂ€rische und zivile Zwecke.

SpezialstĂ€hle (unter anderem Ventilstahl, Formstahl) die – von Stranggussmasseln ausgehend – in einer Stahlgießerei zu Gussteilen werden, behandelt man nach deren Erstarrung – hierin gleich anderem Formguss – mittels WĂ€rmezufuhr, um die Teile hierdurch zu entspannen und das GefĂŒge zu verbessern (EntspannungsglĂŒhen, LösungsglĂŒhen). ZusĂ€tzliche Legierungselemente (Chrom, Nickel, MolybdĂ€n, Cobalt) können solchen Stahlschmelzen vor dem Vergießen als Vorlegierungen beigegeben werden. Friedrich Krupp erkannte bereits 1811 den Einfluss festigkeitssteigernder ZusĂ€tze (Kruppstahl) und fĂŒhrte auf dieser Grundlage die Gussstahlfertigung in Deutschland ein (GeschĂŒtzrohre sind daher seit 1859 aus Stahlguss).

Aluminium, Magnesium

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Aluminium

und

Magnesium

Metallurgisch gesehen unterscheidet sich die Weiterverarbeitungstechnik von Eisen und Aluminium nicht allzu sehr. Die Nachfrage ist es, die dem einen oder anderen den Vorzug gibt. Oft wird sie nur davon bestimmt, inwieweit es möglich ist, „schweres“ Eisen durch „leichtere“ Werkstoffe wie Aluminium, Magnesium oder Lithium zu ersetzen (siehe auch Eisen). Ein Vorsprung fĂŒr Aluminium verspricht die Weiterentwicklung von Aluminiumschaum, auch in Sandwich-Technik verarbeitet – fĂŒr Leichtbau und WĂ€rmedĂ€mmung.

Im Unterschied zu einer verbundenen EisenhĂŒtte bezieht eine AluminiumhĂŒtte ihren Rohstoff Tonerde aus einer auf die Umarbeitung von Bauxit zu calcinierter Tonerde spezialisierten, rĂ€umlich und wirtschaftlich getrennten Vorfertigung, einer „Tonerdefabrik“. Die von dort bezogene Tonerde wird im Gemisch mit Kryolith in Hunderten von Zellen einer Schmelzflusselektrolyse eingesetzt und jede Zelle liefert kontinuierlich schmelzflĂŒssiges Rohaluminium, das regelmĂ€ĂŸig entnommen wird. Ein Teil der Erzeugung wird zu Rein- und Reinstaluminium raffiniert. Reines und hochreines Aluminium ist Ausgang der Folienerzeugung. Ein weiterer Anteil wird zu Gusslegierungen mit ZusĂ€tzen von Magnesium, Silicium, Kupfer und anderen Elementen. Mehrheitlich jedoch wird das aus der Elektrolyse kommende Metall in flĂŒssigem Zustand einer Verwendung als Knetlegierung zugefĂŒhrt. Die hierfĂŒr nötige Behandlung ĂŒbernimmt meist eine der PrimĂ€rhĂŒtte angeschlossene HĂŒttengießerei (engl. casthouse) der ein Walz- und Presswerk angegliedert ist. In der HĂŒttengießerei wird das rohe FlĂŒssigaluminium in die Mischer chargiert und per Zugabe von Vorlegierungen oder Schrotten die zu vergießende Legierungszusammensetzung eingestellt sowie unerwĂŒnschte Verunreinigungen entfernt. Aus den Mischern wird die Schmelze in GieĂŸĂ¶fen verbracht. Bevor der Gießprozess beginnt, durchlĂ€uft die Schmelze in der Regel noch eine SNIF-Box zur AusspĂŒlung letzter meist oxidischer Verunreinigungen und eine Entgasung mittels leicht chlorhaltigem Formiergas, ferner wird in der zu den Stranggusskokillen fĂŒhrenden Gießrinne und dem Verteilersystem noch digital gesteuert Kornfeinungsdraht aus einer Aluminium-Titan- oder einer Aluminium-Titan-Bor-Legierung zugefĂŒhrt.

Die fertigen Knetlegierungen werden zu Walz- oder Rundbarren|Bolzen vergossen. Der Guss erfolgt entweder im kontinuierlichen Vertikal-Stranggießverfahren, wobei der aus der Kokille austretende und mit Wasser abgekĂŒhlte Strang von einer fliegenden SĂ€ge nach Maßvorgabe getrennt wird. Walzbarren werden zumeist im diskontinuierlichen Vertikalstrangguss als EinzelstĂŒcke erzeugt. Sie erreichen Gewichte bis 40 t.

Bei vorgegebenen Maßen des Gießtischs und der in ihn eingebetteten Kragenkokillen nimmt die StĂŒckzahl der gleichzeitig gegossenen Rundbarren mit deren abnehmendem Durchmesser zu (bis zu 16 und mehr StrĂ€nge, dann schon „WĂ€schepfĂ€hle“ genannt, sind möglich). Die allgemeine Benennung ist „Halbzeug“, wobei nach Walzmaterial, Strang- und Rohrpressen, sowie der kalten oder warmen Weiterbehandlung wie Schmieden und Ziehen unterschieden wird. Die WĂ€rmebehandlung erfolgt in Spezialöfen, als Grundlage (dazu mehr im Abschnitt Ofentechnik) von so unterschiedlichen Erzeugnissen, wie Bleche, Folien, Profile und DrĂ€hte, fĂŒr die sich ein stark wachsender Bedarf ergibt, weil nicht nur die „Energiewende“ nach Erweiterung der Übertragungsnetze verlangt.cite-ref-42[42] Auch der verstĂ€rkte Einsatz von Aluminiumblechen im Automobilbau veranlasst namhafte Zulieferer zu KapazitĂ€tserweiterungen.cite-ref-43[43]

Eine besonders fĂŒr Bleche und Folien entwickelte, die Zahl der WalzdurchlĂ€ufe (Stiche) verringernde Gießtechnik ist das Bandgießen, bei der das flĂŒssige Metall in einen regulierbaren Spalt zwischen zwei gegenlĂ€ufig rotierende, gekĂŒhlte Walzen gegossen wird. Dem Bandgießen technisch verwandt sind die modernen Verfahren der Drahtherstellung.

Alles metallurgisch zu Aluminium Gesagte kann auf das noch leichtere und deshalb sowohl fĂŒr Luft- und Raumfahrt als auch generell im Leichtbau genutzte Magnesium ĂŒbertragen werden. Das lange ĂŒberwiegend aus der Schmelzflusselektrolyse von wasserfreiem Carnallit oder Magnesiumchlorid, heute ĂŒberwiegend nach dem thermischen Pidgeon-Prozesscite-ref-44[44] gewonnene Reinmagnesium lĂ€sst sich legieren und kann wie Aluminium als Guss- oder Knetwerkstoff weiterverarbeitet werden. Da schmelzflĂŒssiges Magnesium an Luft sehr schnell oxidiert (Magnesiumbrand), wird es unter einem inerten Schutzgas und mit einem Berylliumzusatz von mehr als zehn ppm geschmolzen. Neben den schon genannten Anwendungsgebieten findet sich Magnesium in der Eisengießerei als Entschwefelungsmittel bei der Herstellung von Gusseisen mit Kugelgraphit. Als Legierungselement fĂŒhrt es zu selbst aushĂ€rtenden Aluminiumknetlegierungen (siehe Duraluminium).

Eigenschaftsbestimmend ist es seit dem Zweiten Weltkrieg als Bestandteil seewasserresistenter Aluminium-Magnesium-Legierungen, denen noch Titan zugegeben wird. (Hydronalium, Typ SS-Sonderseewasser).

Nach 1950 werden solche Legierungen zunehmend fĂŒr eloxierbaren Gebrauchsguss verwendet (Maschinen fĂŒr die Lebensmittelindustrie, Beschlagteile) und das sowohl im Sand- wie im Kokillengießverfahren. In der weitgehend automatisierten Druckgießtechnik werden vornehmlich Aluminium-Silizium-Legierungen mit einem Magnesiumanteil verarbeitet, aber auch Magnesiumlegierungen mit Aluminium und Zink als Begleitelementen (der seinerzeit berĂŒhmte VW KĂ€fer enthielt in seiner ersten Konzeption Magnesiumgussteile im Gewicht von mehr als 20 kg, u. a. fĂŒr das GetriebegehĂ€use). Die aus GrĂŒnden der Gewichtseinsparung seit Jahren zunehmende Verwendung von Magnesium wurde bereits erwĂ€hnt, nochmals ist hier auf das Hybridverfahren zur „geschichteten FormfĂŒllung“ aus magnesiumfreien wie magnesiumreicheren Legierungen hinzuweisen, das sich an thermischer und mechanischer Beanspruchung bestimmter Zonen des Automobilmotors orientiert.

FĂŒr die Leichtbautechnik werden besonders im Automobilbau zunehmend nicht nur flĂ€chige Teile (Motorhauben, Kofferraumdeckel), sondern auch gießtechnisch anspruchsvollere Teile (AutomobiltĂŒren, Fensterrahmen) im Druckgießverfahren gefertigt. Es sind WandstĂ€rken von 4 mm bis herab zu sehr dĂŒnnen 1,8 mm herstellbar.cite-ref-45[45]

Auch Verbindungen von Stahlblechen mit Aluminium und/oder Magnesium sind mittels Druckgusstechnik problemlos möglich.

UnverÀndert ist Magnesium in der zivilen wie militÀrischen Pyrotechnik wichtiger Bestandteil aller Erzeugnisse.

Kupfer

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Kupfer

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Metallurgie#Die_Wiederkehr_des_Kupfers

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Metallurgie#Hauptmetalle

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Kupferraffination

Kupfer wird je nach zugrundeliegendem Erz pyro- oder hydrometallurgisch gewonnen. Aus sulfidischen Erzen wird in einem Schachtofenprozess der sogenannte Kupfersteincite-ref-46[46] gewonnen und anschließend in einem sogenannten Pierce-Smith-Konverter zu Schwarz- oder Blisterkupfer mit 80–96 % Kupfergehalt verblasen. Dabei setzen Kupfersulfid und Kupferoxid unter Abspaltung von Schwefeldioxid zu Kupfer um, Eisen als Hauptbegleitelement wird verschlackt. Die Schachtofentechnik bezeichnete man fachsprachlich lange als „deutschen Weg“. Der „englische Weg“ ist Ă€hnlich, erfolgt aber im Flammofen. Im weiteren Prozessverlauf erfolgt das „Dichtpolen“; frĂŒher wurde dazu die Schmelze mit BaumstĂ€mmen umgerĂŒhrt, heute wird Erdgas in die Schmelze eingeblasen. Hierbei entsteht sogenanntes „Anodenkupfer“, das zu Anodenplatten vergossen wird, die einer Raffinationselektrolyse unterzogen werden. Dabei sind die Anodenplatten in einer schwefelsauren Kupfersulfidlösung im Wechsel mit Edelstahlblechen (oder in Ă€lteren Elektrolysen Reinkupferblechen) als Kathoden in Reihe geschaltet. Die Spannung wird so gewĂ€hlt, dass Kupfer in Lösung geht und sich an den Kathoden wieder abscheidet, wĂ€hrend unedlere Metalle in Lösung bleiben und Edelmetalle (Silber, Gold, Platin, Palladium, Rhodium, 
) sich als sogenannter Anodenschlamm am Grund der Elektrolysezelle absetzen. Aus dem Anodenschlamm werden die genannten Edelmetalle gewonnen. In der Raffinationselektrolyse entsteht Elektrolytkupfer, das wegen seiner elektrischen LeitfĂ€higkeit seit dem 19. Jahrhundert fĂŒr die Elektrotechnik unverzichtbar ist.

Oxidische Erze und arme sulfidische Erze werden hingegen einer Gewinnungselektrolyse unterzogen. Dazu werden oxidische Erze mit SchwefelsĂ€ure gelaugt, fĂŒr sulfidische Erze muss ein komplizierteres Drucklaugungsverfahren angewendet werden. Die kupferhaltige Lösung wird vor der Elektrolyse noch mittels Solventextraktion angereichert. Produkt ist ein mit 99,90 % Kupfergehalt sehr reines, aber wasserstoffhaltiges Kathodenkupfer (Elektrolyseprinzip: Wasserstoff und die Metalle schwimmen mit dem Strom).

Die im Flammofen oder elektrolytisch feinraffinierten Kupferschmelzen werden zu Blöcken (Masseln) aus reinem Kupfer oder zu Formaten (Stranggießen) vergossen. Wird zuvor legiert, dann um bestimmte Eigenschaften, vor allem der Knetlegierungen herbeizufĂŒhren.

Die Weiterverarbeitung des Raffinadekupfers passt sich gleich wie bei Eisen und Aluminium nach QualitĂ€t und Menge den Forderungen des Marktes an, fĂŒr den Kupfer die Basis einer Vielzahl technisch wichtiger Legierungen ist. Einige sind schon seit der Antike bekannt (s. Abschnitt 1). Legiertes Kupfer ist nicht nur Ausgangsmaterial fĂŒr horizontal oder vertikal verarbeiteten Formateguss. Sowohl niedrig legiert,cite-ref-47[47] wie Chromkupfer mit 0,4–1,2 % Chrom wird es ebenso zu technisch wichtigem Formguss (Chromkupfer fĂŒr Stranggusskokillen und andere thermisch stark beanspruchte Gussteile), wie die nach DIN EN 1982 genormten Bronzen mit 12 % Zinn.

Die Glockenbronze in der Zusammensetzung 80 % Kupfer, 20 % Zinn zĂ€hlt zu den bekanntesten Kupferlegierungen. Seit dem Guss der ersten Kirchenglocken im 6. bis 8. Jahrhundert wird sie, kaum verĂ€ndert, in ĂŒberlieferter Technik vergossen (sehr wirklichkeitsnahe Beschreibung bei Friedrich Schiller „Das Lied von der Glocke“). Die Zusammensetzung dieser Bronze – damals empirisch gefunden – liegt nahe dem Optimum der Zerreißfestigkeit bei einem Zinnanteil von 18 %.

Eine bei Kupfer, Messing und Aluminium schon seit dem 20. Jahrhundert, inzwischen auch bei Stahl angewendete Technik der Halbzeugverarbeitung ist die Herstellung von DrĂ€hten mittels des Properziverfahrens und des davon abgeleiteten Gießradverfahrens.

Zu den im 19. Jahrhundert wirtschaftlich bedeutend gewordenen Kupferlegierungen gehören neben Rotguss, einer Kupfer-Zinn-Zink-Blei-Legierung, (die den Messingen bereits nĂ€her steht, als den Bronzen) noch eine Reihe von Sonderbronzen, wie die Aluminiumbronze. Mit 10 % Aluminium ist sie ein wertvolles, weil kavitationsbestĂ€ndiges, wegen der Oxidationsneigung des Aluminiumanteils jedoch schwierig zu erschmelzendes und zu vergießendes Material fĂŒr den Guss von großen Schiffspropellern (StĂŒckgewicht 30 t und mehr).

Metallurgisch ebenso bedeutsam wie die zahlreichen, zweckgerichteten Bronzelegierungen sind seit Beginn des Industriezeitalters die zusammenfassend als Messing bezeichneten Kupfer-Zink-Legierungen. Wegen der fĂŒr die meisten Legierungen des Kupfers mit Zink charakteristischen GelbfĂ€rbung, werden viele Messinge oft nicht als solche wahrgenommen. Beispiel ist hier Rotguss, oder Rotmessing (italienisch: „ottone rosso“).

Mit seinem unter 1000 °C liegenden Schmelzpunkt ist Messing vielfĂ€ltig einsetzbar. Mit 63 % Kupfer, Rest Zink, wird es besonders fĂŒr Formguss (Armaturen, Beschlagteile) verwendet. Mit 58 % Kupfer, max. 3 % Blei, Rest Zink, wird es zu Halbzeug (Bleche, Profile). Eine Erniedrigung des Zinkanteils auf 36 bis 28 % begĂŒnstigt die ziehende Verarbeitung zu Patronen- oder GeschosshĂŒlsen aller Kaliber, weshalb diese Legierungen als Patronen- oder Kartuschenmessing bezeichnet werden.cite-ref-48[48]

Der Bedarf an Messing wird nur in besonderen FĂ€llen mit PrimĂ€rlegierungen (siehe unter Recyclingmetallurgie) befriedigt, mehrheitlich sind es in einer MessinghĂŒtte (Messingwerk) aufgearbeitete Messingsammelschrotte (Altmetall), denen frische FertigungsabfĂ€lle aus spanloser wie spanender Bearbeitung zugegeben werden. Geschmolzen wird ĂŒberwiegend im Rinneninduktionsofen.

Kupfer-Nickel-Gusslegierungen mit bis zu 30 % Nickel sind sehr seewasserbestĂ€ndig (Schiffbau). Mit einem Zinkzusatz bis 25 % in Kupfer-Mehrstofflegierungen mit Nickel, Blei und Zinn werden Messinge zu Weißkupfer oder Neusilber (CuNiZn). Verbreitet kennt man sie als Bestecklegierungen, unter anderem als Alpaka und Argentan (siehe Packfong).

Konstantan und Nickelin, eine Kupfer-Nickel-Legierung mit Manganzusatz,cite-ref-gie-erei-lexikon-40-1[40] sind als Heizleiterlegierungen korrosionsfestes Ausgangsmaterial fĂŒr HeizwiderstĂ€nde.

Zink

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Zink

Als „Industriemetall“ wird Zink in seiner Bedeutung oft unterschĂ€tzt. Die Weltproduktion im Jahre 2014 betrug immerhin 13,5 Mio. t. Werden dem die 2010 mit 4 Mio. t genannten Mengen an SekundĂ€rzinkerzeugung, u. a. aus Recyclingprozessen, auch aus Eisenentzinkung und FilterstĂ€uben, hinzugerechnet, ergibt sich eine Gesamtmenge von mehr als 17 Mio. t (Zahlen siehe Erzmetall, 3/2016).

Zink wird bergmĂ€nnisch als mit Blei vergesellschaftetes oxidisches (Zinkspat, Galmei) oder sulfidisches Erz (Zinkblende) abgebaut. Der carbonatische Galmei wird gebrannt, der Schwefelanteil der Zinkblende abgeröstet und fĂŒr die Produktion von SchwefelsĂ€ure genutzt. Das auf beiden Wegen erhaltene Zinkoxid wird entweder auf trockenem Wege zusammen mit Kohle in feuerfesten Retorten (auch Muffeln genannt) reduziert und bei 1100–1300 °C im Destillationsverfahren Rohzink gewonnen. Bei Anwendung des nassen Verfahrens wird in einer ersten Stufe Zinkoxid unter Zusatz von SchwefelsĂ€ure zu Zinksulfat. Im folgenden Elektrolyseverfahren schlĂ€gt sich auf den Kathoden Elektrolytzink bereits als 99,99 % reines Feinzink nieder. QualitĂ€tsmĂ€ĂŸig wird demnach zwischen Rohzink, genormtem HĂŒttenzink und genormtem Feinzink unterschieden.cite-ref-49[49]

Zink wird auf vielen Gebieten eingesetzt. Es bestimmt den Legierungscharakter bei Messing, ist Legierungsbegleiter bei Rotguss und vielen Aluminium- und Magnesiumlegierungen.

Technisch sehr bedeutend ist die Verzinkung von Eisen- bzw. Stahlteilen, wie z. B. BĂ€ndern und Profilen. Bei BĂ€ndern zumeist im kontinuierlichen Verfahren nach Sendzimir. Die Verzinkung erfolgt durch Tauchen und FĂŒhrung der zu verzinkenden Einzelteile – bei diesen mittels eines GehĂ€nges – oder der WalzbĂ€nder durch ein wannenförmiges Zinkbad, wobei eine doppelte Schutzschicht ausgebildet wird. Auf eine primĂ€r entstehende Eisen-Zink-Verbindung legt sich ein ReinzinkĂŒberzug. Beide zusammen gewĂ€hren, sofern der Überzug keine offenen Schnittstellen aufweist, einen anhaltenden Schutz gegen durch Luftfeuchtigkeit bedingte Korrosion, also ein Verrosten oder Durchrosten.

Feinzinklegierungen mit einem Aluminiumanteil von zumeist 4 % werden fĂŒr verschiedenste Zwecke verarbeitet, besonders im Druckguss, wo „ressourceneffiziente Gießtechnik“ zunehmend bisher in Aluminium gegossene Teile ersetzt.cite-ref-50[50] Die Welterzeugung belief sich 2014 auf 2 Mio. t, davon entfielen 70.000 t oder 4 % auf Deutschland.cite-ref-51[51]

Auch zu Halbzeug wird Feinzink verarbeitet.

Zinkweiß, ursprĂŒnglich bei Herstellung und Verarbeitung von Messinglegierungen ein unerwĂŒnschtes Beiprodukt, wird heute nach verschiedenen Verfahren aus Rohzink, oder zu mehr als 70 % des auf > 250.000 t/a geschĂ€tzten Verbrauchs beim Recycling von zinkhaltigen Erzeugnissen gewonnen. Es wird nicht nur traditionell fĂŒr Pigmente und keramische Erzeugnisse, sondern auch bei Gummi, Glas, Pharmazeutik und Elektronik verwendet, sofern es nicht in den Kreislauf der Feinzinkherstellung zurĂŒckgefĂŒhrt wird.cite-ref-52[52]

Die KorrosionsbestĂ€ndigkeit von ZinkĂŒberzĂŒgen auf Eisen und damit dessen Schutz vor Rost bedingt einen stĂ€ndigen, hohen Bedarf der Verzinkereien. Man unterscheidet elektrolytische Verzinkung (mit geringerer Haltbarkeit) von Feuerverzinkung, bei der die zu verzinkenden Teile durch ein Tauchbad aus geschmolzenem Feinzink gefĂŒhrt werden.

Nickel

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Nickel

Nickel hat eine eigene Industrie begrĂŒndet (beispielsweise das russische Unternehmen Norilsk Nikel). Ungeachtet seiner historischen, fĂŒr China schon vor der Zeitenwende nachgewiesenen Verwendung hat es erst im 19. Jahrhundert wieder Bedeutung gewonnen.

Zur Nickelgewinnung dienen ĂŒberwiegend Kiese, also sulfidische Erze, die in einer ersten Stufe abgeröstet und im Flammofen geschmolzen werden („Rohstein“). Von Kupfer und Eisen befreit wird es zum „Feinstein“ und dieser wird entweder elektrolytisch raffiniert (Reinnickel) oder nach dem Mond-Verfahren (Carbonylnickel) zu Reinstnickel.

Verwendet wird Nickel fĂŒr hochwertige Gusslegierungen auf Nickelbasis, ĂŒberwiegend aber als eigenschaftsbestimmendes Legierungselement (z. B. fĂŒr Chrom-Nickel-StĂ€hle) und als Bestandteil von Bronzen (seine Stellung als Legierungsbegleiter teilt es sich hier mit Zinn).

Nickel findet sich ferner in Messingen und hochfesten Aluminiumlegierungen. Als Überzug von Gussteilen gewĂ€hrleistet es Korrosionsschutz (Vernickelung) und nicht zuletzt bestimmt es mit ca. 25 % Anteil die „Silberfarbe“ von MĂŒnzen, Besteck und HaushaltsgerĂ€ten. Nickel ist nicht giftig, aber seine Aerosole können gefĂ€hrdend sein. Dauernder Hautkontakt, etwa bei Brillengestellen, oder Schmuck (beides im Druckgießverfahren gefertigt), kann zu einem Nickelekzem (NickelkrĂ€tze) fĂŒhren.

Blei

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Blei

Blei ist mit einem Schmelzpunkt von nur 327 °C verarbeitungsgĂŒnstig und mittels Oxidation und folgender Reduktion metallisch aus Bleiglanz (PbS) leicht darstellbar. Es wird als Reinblei vorwiegend in Form weichen, flexiblen, zu Blechen gewalzten Materials verarbeitet (Bleiummantelung von Kabeln, Dachabdichtungen). Als Bleirohr ist es, mit einer Zulegierung von hĂ€rtendem Antimon, nur fĂŒr Abwasserleitungen erlaubt. Viel verwendet wird es als Akkublei fĂŒr Starterbatterien, als Schrotblei, als Bleidruckgusslegierung und fĂŒr Bleibronzelager. Außerordentliche Bedeutung hat Blei seit Jahrzehnten als Schutz gegen Gammastrahlung. Im Umgang mit radioaktivem Material ist eine Bleiabdeckung (BleischĂŒrze des Radiologen) unverzichtbar.

In Messing-Knetlegierungen gewĂ€hrt Blei (bis zu 3 %) gute Zerspanungseigenschaften. Als Legierungsbegleiter in Kupferlegierungen ist Blei erwĂŒnscht, obwohl es wegen seiner Dichte zum Ausseigern neigt.

Die Verarbeitung von Altblei (Akkumulatoren) wird in spezialisierten HĂŒtten vorgenommen, unter anderem weil außer problematischen schwefelsauren RĂŒckstĂ€nden in den Batterien die oberhalb des Schmelzpunkts (Dampfdruck) einsetzenden BleidĂ€mpfe sehr giftig sind (siehe Recyclingmetallurgie).

Sonstige industriell genutzte Metalle

Lithium

Das Leichtmetall Lithium weist eine Dichte von nur 0,534 g·cm−3 auf.cite-ref-53[53] Es liegt an 27. Stelle der HĂ€ufigkeitsliste der Elemente. Der geschĂ€tzte Weltvorrat betrĂ€gt 2,2 Millionen t.cite-ref-54[54] Lithium kann mittels Schmelzflusselektrolyse aus Lithiumerzen gewonnen werden (u. a. aus Amblygonit mit einem Lithiumoxidgehalt bis zu 9 %, das als Erzkonzentrat verarbeitet wird). Spodumen wird besonders zur Herstellung von Lithiumcarbonat eingesetzt, weitere abbauwĂŒrdige Erze sind Petalit und Lepidolith. Lithium wird auch durch Eindampfung hoch salzhaltigen Wassers gewonnen (Totes Meer). Die Extraktion aus Meerwasser (Gehalt 0,17 ppm Li) gilt bisher als nicht wirtschaftlich.cite-ref-55[55]

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist noch nicht entschieden, ob metallisches Lithium nach seiner Darstellung mittels eines ĂŒber Lithiumcarbonat fĂŒhrenden Verfahrensganges, vorzugsweise als Bestandteil fĂŒr die Herstellung besonders leichter und korrosionsfester Legierungen auf Aluminium- oder Magnesiumbasis, oder einer Legierung beider genutzt wird, auch selbst zum Basismetall von Superleichtlegierungen wird, oder aber in Hochleistungsakkumulatoren (Lithium-Ionen-Akkumulator) verwendet wird. GemĂ€ĂŸ den Erfahrungen als Akku fĂŒr die Mobiltelefonie wird in ihnen die nĂ€chstmögliche Lösung fĂŒr elektrisch angetriebene Straßenfahrzeuge gesehen. Der damit stark steigende Bedarf kann nach dem, was ĂŒber weltweit, auch in Europa (Norische Alpen) erschlossene und zu erschliessende Vorkommen bekannt ist, befriedigt werden. UngĂŒnstiger ist dagegen, dass mit den Anstrengungen die ElektromobilitrĂ€t zu fördern, auch ein verstĂ€rkter Bedarf an Kobalt einhergeht, dessen regional begrenzte Gewinnung indessen fĂŒr VersorgungsengpĂ€sse anfĂ€llig bleibt.cite-ref-56[56] In der Nukleartechnik gilt der Einsatz von Lithium seit seinem Beitrag zur Entwicklung der „Wasserstoffbombe“ als unverzichtbar fĂŒr die Entwicklung eines Fusionsreaktors.

Zu den zahlreichen weiteren Verwendungen von Lithium oder seinen Verbindungen zĂ€hlt der Zusatz von bis zu 5 % Lithiumfluorid bei der Schmelzflusselektrolyse von Aluminium, der Einsatz von Lithiumkupfer als Desoxidationsmittel fĂŒr Schwermetalle (Schmelzebehandlung), der Zusatz von Lithiumchlorid und Lithiumfluorid zu Hilfsmitteln beim Schweißen und Löten von Leichtmetallen, ferner in Form seiner Stearate bei Schmiermitteln und als Citrate, Karbonate und Sulfate in der Pharmakologie.

Im Hinblick auf die Verwendungsbreite von Lithium und seinen Verbindungen einerseits, seiner nicht unbegrenzten VerfĂŒgbarkeit andererseits, kommt dem Recycling, insbesondere aus Batterien und Akkus, wachsende Bedeutung zu.

Beryllium

Beryllium (Dichte 1,85 g·cm−3), zĂ€hlt zu den Leichtmetallen. Gewonnen wird es hauptsĂ€chlich aus Beryll, einem Aluminium-Berylliumsilikat. Obwohl als toxisch eingestuft (leberschĂ€digend, Berylliose), wird es vielfĂ€ltig verwendet.cite-ref-57[57] Bei Magnesiumguss verringert bereits ein Zusatz von 0,001 % zur Legierung oder zum Formsand die Oxidationsgefahr, als Berylliumkupfer mit 5 % Berylliumanteil wird es zur Desoxidation von hochleitfĂ€higem Kupfer verwendet. Aus einer Kupfer-Beryllium-Gusslegierung mit max. 3 % Beryllium und 0,5 % Cobalt lassen sich funkenfreie Werkzeuge herstellen, eine im Kohlebergbau wichtige Eigenschaft.

Großes Potenzial wird Beryllium nach aktuellen Forschungen bei der angestrebten Kernfusion in Fusionsreaktoren eingerĂ€umt, da es sowohl den Brennstoff Tritium erzeugen kann als auch sich fĂŒr die einer Temperatur von 100 Millionen Grad ausgesetzte Verkleidung des PlasmagefĂ€ĂŸes eignet.cite-ref-58[58]

Zinn

Zinn (Dichte 7,29 g·cm−3), lateinisch „Stannum“, wird aus reduzierend verhĂŒtteten, oxidischen Erzen gewonnen (Zinnstein, Kassiterit). Auf Zinnbasis fertigte man bis zur Erfindung des Porzellans Ess- und TrinkgefĂ€ĂŸe („Geschirrzinn“). Eine neuzeitliche Entwicklung ist „Britanniametall“, eine Sn90Sb8Cu-Legierung, die zu DekorationsgegenstĂ€nden verarbeitet wird (Teller, Pokale). Ein besonderes Gebiet sind Zinnfiguren aus einer eutektisch erstarrenden Legierung Sn63Pb37, deren Herstellung ĂŒber Jahrhunderte tradiert ist (Zinngießerei). Die Bezeichnung Stanniol fĂŒr dĂŒnn ausgewalzte Zinnfolien geht unmittelbar auf das lateinische „stannum“ fĂŒr Zinn zurĂŒck und wird umgangssprachlich auf Metallfolien schlechthin angewendet. Zu deren lange Zeit allgemein bekannten Anwendungsformen zĂ€hlen Flaschenkapseln und das den Weihnachtsbaum schmĂŒckende Lametta.

Zinn wird heute vornehmlich im Druckgießverfahren verarbeitet, die dafĂŒr verwendeten Legierungen sind Ă€hnlich denen fĂŒr Lagermetalle auf Zinnbasis. Nach DIN 1703 sind es genormte Legierungen mit ca. 80 % Zinn und ZusĂ€tzen von Antimon, Kupfer und Blei; eine veraltete Bezeichnung ist „Weißmetall“, heute sind „Zinnlagermetalle“ an ihre Stelle getreten. Zinn ist namengebendes Legierungselement aller Zinnbronzen, ferner ein fĂŒr die erforderlichen Legierungseigenschaften erforderlicher Bestandteil von Rotguss. Legiert mit Blei und hĂ€rtendem Antimon fand es sich als „Bleisatz“ in den inzwischen historisch gewordenen Schriftmetallen.

Eisenblech, auf Millimeterbruchteile ausgewalzt und einseitig verzinnt, wird als Weißblech bezeichnet. Haupteinsatzgebiet sind Dosen fĂŒr Dauerkonserven. Ein in der Weltspitze agierender deutscher Erzeuger gibt fĂŒr 2007/2008 eine Jahresproduktion von 1,5 Millionen t an.cite-ref-59[59]

Zinn ist auch Hauptbestandteil aller Weichlote mit einem Schmelzpunkt < 450 °C.

Titan

Titan wird wegen seiner relativ niedrigen Dichte von 4,5 g·cm−3 und damit nur halb so schwer wie Stahl, aber gleich guten Festigkeitswerten, zudem unmagnetisch, seewasserfest und korrosionsbestĂ€ndig, schon in der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts besonders auf dem militĂ€rischen Sektor zunehmend verwendet: als Legierungsbegleiter bei SpezialstĂ€hlen, als gefĂŒgestabilisierender Zusatz bei Gusseisensorten, als wichtiger Zusatz zu hochfesten, seewasserbestĂ€ndigen Aluminiumlegierungen im Schiffbau.

Um 1940 beginnt die Entwicklung von Titanlegierungen, eine Voraussetzung zum Bau von DĂŒsentriebwerken fĂŒr Luft- und Raumfahrt. Insbesondere Titanaluminid-Werkstoffe mit ZusĂ€tzen von Niob, Bor und MolybdĂ€n sind gemĂ€ĂŸ Fachpresse fĂŒr Betriebstemperaturen von Flugzeugturbinen geeignet.cite-ref-60[60]

In der Medizintechnik wird Titan fĂŒr kĂŒnstliche Gelenke (Endoprothesen, Implantate) verwendet.

Im Feingussverfahren (Wachsausschmelzverfahren) werden aus Titanlegierungen nicht nur kleine bis kleinste PrĂ€zisionsteile hergestellt. Ein patentiertescite-ref-61[61] Verfahren erlaubt auch die Herstellung grĂ¶ĂŸerer Teile, wie sie der Motorsport verlangt. Modellherstellung mittels Rapid Prototyping in Laser-Sintertechnik erfolgt rasch und ermöglicht auch kurzfristige AbĂ€nderungen.cite-ref-62[62]

AlTi-, AlTiC- und AlTiB-Vorlegierungen dienen bei Aluminiumknet- sowie Gusslegierungen zur GefĂŒgebeeinflussung (Kornfeinung).

Neue Titan-Vorkommen werden erschlossen, in Erwartung eines jÀhrlich bis auf mehr als 100.000 t ansteigenden Bedarfs, wobei Titan mit Cobalt und Nickel vergesellschaftet anfÀllt.cite-ref-63[63]

Kobalt

Kobalt, ein silbriges Metall (Dichte 8,9 g·cm−3) ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Die gezielte Förderung von Kobalterzen beginnt, als gegen Ende des 16. Jahrhunderts durch Zufall wiederentdeckt wurde, was bereits den alten Ägyptern bekannt war: dass Kobalt GlasflĂŒsse blau fĂ€rbt. FĂŒr die Eisenindustrie ist Kobalt ein Zusatz zu hochwertigen StĂ€hlen. Neue Bedeutung erfĂ€hrt Kobalt durch seine Eignung als Elektrodenmaterial bei der Herstellung von Lithiumionenakkus (Akkus). Die Weltproduktion wird im Jahre 2007 auf 60.000 t geschĂ€tzt, wovon zwei Drittel aus dem Kongo (Katanga) und Sambia kommen. Eine sehr große Reserve bieten die Manganknollen der Tiefsee mit einem Gehalt von ca. 1 % Kobalt.

RefraktÀrmetalle

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Hauptartikel

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RefraktÀrmetalle

Zur Gruppe der RefraktĂ€rmetalle gehören MolybdĂ€n, Wolfram, Vanadin, Niob und Tantal. Die Bezeichnung weist auf den hohen Schmelzpunkt dieser Elemente hin. Aufgrund der hohen Schmelztemperaturen konnten sie erstmals gegen Mitte des 20. Jahrhunderts mittels moderner Schmelztechniken, wie dem Vakuum-Schmelzverfahren, in notwendiger Reinheit dargestellt werden. Reinheit ist Voraussetzung fĂŒr verschiedene spezifische Verwendungszwecke.

Wolfram, Vanadin, Niob und Tantal werden aus oxidischen Erzen wie Vanadinit, Wolframit, Tantalit, Niobit (auch als Mischerz mit Tantalit nach den Hauptfundorten als Columbit bezeichnet) fĂŒr einen stetig zunehmenden Bedarf in der Mikroelektronik gewonnen. Der Weltbedarf an Niobcite-ref-64[64] kommt zu 90 % aus Brasilien.cite-ref-65[65]

MolybdÀn
MolybdÀn ist das bedeutendste RefraktÀrmetall.

Mehr als 50 % der Weltproduktion von nahezu 200.000 t p. a. (2008) an MolybdĂ€n (Dichte 10,2 g·cm−3) werden mit zunehmenden Verbrauchsraten als Stahlveredler und fĂŒr Gusseisen eingesetzt. Die Elektroindustrie benötigt es fĂŒr Katalysatoren, auch Pigmenthersteller nutzen es. Gewonnen wird es weit verbreitet aus sulfidischem MolybdĂ€nglanz.cite-ref-66[66]

Ein Beiprodukt der MolybdĂ€ngewinnung ist das seltene Edelmetall Rhenium (Dichte 21,04 g·cm−3).cite-ref-67[67]

Wolfram
Das RefraktĂ€rmetall Wolfram (Dichte 19,3 g·cm−3) wird aus dem Abbau von Scheelit- und Wolframiterzen gewonnen. Es ist Legierungselement fĂŒr WerkzeugstĂ€hle, etwa fĂŒr Spiralbohrer. Als die – pulvermetallurgische – Verarbeitung des Wolframs mit seinem extrem hohen Schmelzpunkt von 3387 °C zu feinen DrĂ€hten gelang, konnte es Osmium oder Tantal als Material fĂŒr GlĂŒhfĂ€den ersetzen. Dadurch wurden klassische GlĂŒhbirnen relativ dauerhaft und in der Anschaffung billig.cite-ref-68[68]

Auch Halogenlampen und die effizienteren und langlebigeren Leuchtmittel Leuchtstoffröhre und Kompaktleuchtstofflampe (Energiesparlampe) weisen noch Wolframwendel auf – wobei die letzteren die Wendel zum Vorheizen nur vor dem Start benötigen. Erst Leuchtdioden kommen ohne aus. In Röntgenröhren wird Wolfram zur Heizung der Kathode (GlĂŒhwendel), vor allem aber als Anodenmaterial benutzt.

Die Verbindung Wolframcarbid, chemisch WC, gehört mit einer Mohs-HÀrte 9,5 zu den hÀrtesten Stoffen und wird daher als Beschichtung von Schneidwerkzeugen oder direkt als Schneidstoff in Hartmetallen eingesetzt. Unter spezieller Belastung (in Kraftwerken) wird Wolfram spröde. Versprechende Untersuchungen einer VerstÀrkung durch eingelagerte Wolframfasern sind im Gange.cite-ref-69[69]

Selen

Selen nach dem griechischen Wort „Selene“ fĂŒr den Mond benannt, dem Tellur („Erde“) nahe verwandt, gehört in die VI. Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente. Die Weltgewinnung von 2000 t im Jahr 2007 – vorwiegend aus dem Anodenschlamm der Kupferelektrolyse – findet Verwendung unter anderem fĂŒr die Herstellung farbiger GlĂ€ser, als Halbleiter in der Xerographie, als Bestandteil von Schmierstoffen und Pharmazeutika.

Silber

Silber wurde 2007 zu 30 % in Silberminen gewonnen, ein Drittel des Bedarfs fÀllt als Nebenprodukt bei der Blei- und Zinkgewinnung an, 27 % bei der Kupferraffination und weitere 10 % bei der Goldgewinnung.

Nach der nahezu vollstĂ€ndigen Demonetisierung ĂŒberwiegt seine industrielle Nutzung, die auf der alle anderen Metalle ĂŒbertreffenden thermischen und elektrischen LeitfĂ€higkeit beruht und fĂŒr 2007 mit 55 % des Gesamtbedarfs angegeben wird. Mit einer Dichte von 10,5 g·cm−3 und einem Schmelzpunkt von 960 °C ist Silber vielseitig verwendbar. Nach Entdeckung im 19. Jahrhundert seiner gleich Messing „bakteriziden“ Wirkung wird Silber nicht nur zu GebrauchsgegenstĂ€nden verarbeitet; die Silberbeschichtung von Griffen, Klinken und anderen vielfach berĂŒhrten Metallteilen im öffentlichen Raum wird zum Silberverbraucher. Aus demselben Grund wird es fĂŒr chirurgische Instrumente verwendet, ferner fĂŒr Apparaturen der Nahrungsmittelindustrie. Silberverbraucher sind auch in der Elektronik und Elektrotechnik (Silberdraht) zu finden. Silber-Zink-Akkus sind in der Entwicklung, die Energiedichte soll 40 % ĂŒber der von Lithium-Ionen-Akkus liegen (siehe dazu auch unter „Recycling“).

Schmuck und Bestecke beanspruchen nach Meldungen in Wirtschafts- und Fachpresse noch 25 % des Silberverbrauchs. Schmuck und Silbergeschirr werden traditionell teils handwerklich (Silberschmied), teils industriell (auf Silber spezialisierte Gießereien) hergestellt.

Die Verwendung in der Fototechnik ist auf 15 % zurĂŒckgegangen. 5 % des Silberangebotes werden zu GedenkmĂŒnzen und Medaillen geprĂ€gt.cite-ref-70[70]

Silber ist mit bis zu 0,25 % ein Legierungsbestandteil als „Silberbronze“ bezeichneter Kupferknetlegierungen. Silberhartlote auf Kupfer- oder Manganbasis können bis zu 87 % Silber enthalten. Hochfeste Aluminiumlegierungen werden ebenfalls unter Silberzusatz hergestellt.

In der Geschichte des MĂŒnzwesens hatte Silber lange eine bedeutende Rolle (siehe SilberwĂ€hrung). Die Inhaber des MĂŒnzregals, heute ausschließlich die Staaten und ihre Nationalbanken, prĂ€gen SilbermĂŒnzen nur noch zu besonderen AnlĂ€ssen und nehmen steigende Silberpreise gerne zum Anlass den Silbergehalt der MĂŒnzen zu verringern.

Uran

Uran ist ein giftiges, radioaktives (strahlendes) Schwermetall mit der sehr hohen Dichte von 19,1 g·cm−3, das zur Gruppe der Actinoide gehört. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Martin Klaproth entdeckt und als Pechblende bezeichnet, wird es seitdem bergmĂ€nnisch gewonnen. Deutsche Vorkommen an Uranerz wurden bis 1990 in erheblichem Umfang ausgebeutet (Schlema-Alberoda).

1898 beobachtete A. H. Becquerel die Strahlung der Pechblende, allerdings ohne deren menschliches Gewebe schÀdigende Wirkung zu erkennen. Pierre und Marie Curie isolierten darauf die enthaltenen, stark strahlenden Elemente Polonium und Radium. Nicht die geringen Anteile dieser beiden Elemente im Uran machen es zum radioaktiven Alphastrahler, sondern der Gehalt an den Isotopen 234, 235 und 238.

Alle radioaktiven Elemente, insbesondere die nach 1945 entdeckten Transurane, wie etwa Fermium, Berkelium, Einsteinium, mit Ordnungszahlen ab 93 sind mehr oder weniger instabil. Einige Actinoide zerfallen bereits nach Sekunden, andere erst nach Millionen von Jahren, der Maßstab ist die sogenannte Halbwertszeit. FĂŒr Uran-238 werden 4,5 Milliarden Jahre angegeben, fĂŒr das Isotop 235 sind es 704 Millionen Jahre und fĂŒr „waffenfĂ€higes“ Plutonium „nur“ 24000 Jahre. Endstufe dieses atomaren Zerfalls, der auch die Altersbestimmung von Elementen erlaubt, ist stets Blei.

Die jĂ€hrliche Uranproduktion weltweit wird fĂŒr 2007 mit 40.000 t angegeben, der Verbrauch mit 60.000 t. Die LĂŒcke wird durch Auflösung aus militĂ€rischen GrĂŒnden gehorteter BestĂ€nde geschlossen.cite-ref-71[71] Die Ansichten ĂŒber den globalen Vorrat an Uranerz sind strittig, 10 % der VorrĂ€te sollen sich in Westaustralien befinden, mĂŒssen aber noch erschlossen werden.cite-ref-72[72] Durch die Technik des Brutreaktors könnten die WeltvorrĂ€te nachhaltigerer Nutzung zugefĂŒhrt werden.

Die Weiterverarbeitung des geförderten Uranerzes orientiert sich an chemisch-metallurgischen Prinzipien der Laugung, FĂ€llung und Filtration mit dem Zwischenprodukt Yellowcake. Das gewonnene metallische Uran ist unverĂ€ndert radioaktiv und ohne weitere Behandlung praktisch nur begrenzt nutzbar. Isoliertes Radium (auch die Isotopen) wurde frĂŒher in der Strahlenmedizin eingesetzt.

Abgereichert (das heißt, in seiner nicht spaltbaren Form) wird Uran sehr unterschiedlich verwendet. In der RĂŒstungsindustrie dient es wegen seiner HĂ€rte gleichermaßen fĂŒr Panzerplatten wie fĂŒr panzerbrechende Munition. Es findet sich ferner als Strahlenschutzmaterial, als Stahlzusatz und in der Luftfahrtindustrie.

Angereichert wird Uran dagegen genannt, wenn in einem aufwĂ€ndigen Prozess (Zentrifugentechnik) der Anteil des Isotops 235 von natĂŒrlichen 0,711 % auf wenigstens 3,5 % gesteigert worden ist. Damit wird es zum Ausgangsstoff der nuklearen Energiegewinnung im Kernkraftwerk. Plutonium entsteht dort als Beiprodukt, es kann erneut zu Brennelementen verarbeitet werden oder der Herstellung von nuklearen Sprengkörpern dienen.

Reinstmetalle

Eine Reihe von Metallen, die in höchster Reinheit von > 99,9999 % und in extrem dĂŒnnen Schichten als Verbindungshalbleiter in der Elektronik und Energieerzeugung (u. a. fĂŒr Solarzellen) eingesetzt werden. Sie bestehen aus Verbindungen von Aluminium, Gallium und Indium (3. Hauptgruppe) mit Stickstoff, Phosphor, Arsen und Antimon (5. Hauptgruppe des periodischen Systems).cite-ref-73[73] Germanium, bei dem China 75 % des Bedarfs deckt, ist fĂŒr Fiberglaskabel nötig.cite-ref-faz-2010-11-20-74-0[74]

Technologiemetalle

Dieser Begriff wird zunehmend hĂ€ufiger fĂŒr Elemente verwendet, die im Bereich der sogenannten „Hochtechnologie“ (High-Tech) verwendet werden, insofern a priori die „Seltenerdmetalle“ umfassend. Man gebraucht ihn aber auch auf andere Einteilungen, wie „Edelmetalle“, „Sondermetalle“ ja selbst „Industriemetalle“ und „industriell genutzte Metalle“ ĂŒbergreifend, sofern dort zuzuordnende Elemente im High-Tech-Bereich Anwendung finden.cite-ref-75[75]

Edelmetalle

Die Gewinnung von Gold, seit dem Jahr 600 v. Chr. erstmals als geprĂ€gtes Zahlungsmittel (Goldstater) verwendet, wird in der Geschichtsschreibung erstmals fĂŒr die ertragreichen Minen der mythischen Königin von Saba erwĂ€hnt. In Deutschland begann sie mit dem Fund von Flussgold (Rheingold). Es wurde nach einem zeitgenössischen Bericht aus dem 12. Jahrhundert mittels der heute noch gelĂ€ufigen GoldwĂ€sche-Technik aus dem Fluss gewaschen.

Silber zĂ€hlt wie Kupfer zu den Ă€ltesten von Menschen genutzten Metallen. Ausgehend von ungeprĂ€gtem Silber kam es zur Monetarisierung, Silber wurde Zahlungsmittel. Silberstatere sind seit 600 v. Chr. aus Makedonien bekannt, China erhob den gegossenen Silbertael zum Maßstab.

Wirtschaftlich bedeutend fĂŒr Europa waren im 14. Jahrhundert der Abbau und die VerhĂŒttung von Silbererzen in den MuldenhĂŒtten im sĂ€chsischen Erzgebirge sowie der industriell betriebene Silberabbau im österreichischen Tirol mit Zentrum in Schwaz, wo man im 15. und 16. Jahrhundert jĂ€hrlich 30 t Silber gewann. BegĂŒnstigt wurden diese Standorte durch ein reichliches Holzangebot als Brennmaterial und Wasserkraft zum Betrieb der BlasebĂ€lge. Die europĂ€ische Silbergewinnung verlor erst an Bedeutung, als im 16. Jahrhundert nach Unterwerfung der mittelamerikanischen Kulturen zahllose Schiffsladungen Gold und Silber nach Europa gelangten. Von 1494 bis 1850 sollen allein an die 4700 t Gold aus den spanischen Besitzungen gekommen sein. Die eingefĂŒhrten Silbermengen waren so groß, dass sie eine Monetarisierung erlaubten. Landesherrliche MĂŒnzstĂ€tten prĂ€gten Silbertaler (u. a. den Maria-Theresien-Taler) als SilberwĂ€hrung. Die Ausgabe von Papiergeld zur Erleichterung des Umgangs mit grĂ¶ĂŸeren Geldmengen war nur deshalb möglich, weil jederzeit der Umtausch gegen Gold (GoldwĂ€hrung) oder Silber möglich war. Vor allem die Golddeckung einer WĂ€hrung garantierte die besondere SoliditĂ€t eines Staatswesens. In dieser Zeit entstanden daher auch die nationalstaatlichen MĂŒnzen als industrielle Betriebe.

Noch wĂ€hrend des Ersten Weltkriegs und in den darauf folgenden Jahren mussten die großen, auf Grund der KriegsfĂŒhrung ĂŒberschuldeten Wirtschaftsnationen, eine nach der anderen, den Goldstandard ihrer WĂ€hrung – also die Garantie, Papiergeld jederzeit in Gold umzutauschen – aufgeben. Lediglich die USA verpflichteten sich nach dem Zweiten Weltkrieg nochmals, Papierdollar jederzeit in Gold zu tauschen, mussten diese Garantie aber 1971 wieder aufgeben. Es kursierten – von SonderprĂ€gungen wie dem KrĂŒgerrand abgesehen – keine GoldmĂŒnzen mehr. In einigen LĂ€ndern (unter anderem in der Schweiz) waren noch SilbermĂŒnzen im Umlauf; diese wurden aber lange vor dem Ende des 20. Jahrhunderts eingezogen. Papiergeld und MĂŒnzen aus Nickel oder Kupfer traten an die Stelle von Gold und Silber, gemĂ€ĂŸ dem volkswirtschaftlichen Axiom (Greshamsches Gesetz): „Schlechtes Geld verdrĂ€ngt das gute Geld im Umlauf.“

Nicht nur geblieben, sondern gestiegen ist dagegen das HortungsbedĂŒrfnis der Staaten und der privaten Anleger. Dazu kommt eine wachsende Nachfrage nach Edelmetallen fĂŒr zum Teil ganz neue industrielle Produktionen. Beides sichert den Betrieb der Goldbergwerke und die hĂŒttenmĂ€ĂŸige Weiterverarbeitung. FĂŒr 2007 wird eine Weltgoldgewinnung von ca. 2500 t angenommen. Zwei Drittel davon werden zu Schmuck verarbeitet, der nach den Methoden klassischer Halbzeugfertigung (Blockguss und Verwalzen) hergestellt wird. Lediglich zehn Prozent gehen in SonderprĂ€gungen von MĂŒnzmetallen ein, wozu die Rohlinge aus den auf entsprechende StĂ€rke gewalzten Goldblechen erst ausgestanzt und anschließend mit Stempeln und Matrizen unter hohem Druck geprĂ€gt werden. Einige hundert Tonnen gehen in die Elektroindustrie, in die Glasbeschichtung und die Dentaltechnik.

Vergleichend wird in Statistiken fĂŒr 1999 eine Weltsilbergewinnung von 17.300 t genannt. Zunehmende Mengen verarbeitet die Elektronikindustrie.cite-ref-76[76]

Zu den im 21. Jahrhundert in der elektronischen Kommunikation („Handy“, PC) metallurgisch zunehmend genutzten Edelmetallencite-ref-77[77] gehören nicht allein das seit dem 19. Jahrhundert bekannte Platin, als Schmuckmetall höher als Gold bewertet, im Zuge der technischen Entwicklung wegen seiner Katalysatoreigenschaften geschĂ€tzt, sondern mit ihm die gesamte „Gruppe der Platinmetalle“, zu der auch das fĂŒr GlĂŒhfĂ€den GlĂŒhbirne bedeutend gewordene Osmium, ferner Rhodium, Ruthenium und Iridium gehören. Neueren Meldungen der Wirtschaftspresse zufolge (unter anderem Frankfurter Allgemeine Zeitung), gibt es fĂŒr alle Platinmetalle ergiebige Vorkommen im sibirischen Jenissei-Gebiet, in dem aus tektonischen GrĂŒnden – so die Meldungen – fast alle zukunftstrĂ€chtigen Rohstoffe (zudem Erdgas und Erdöl) sozusagen „gebĂŒndelt“ zu finden sind. Im Jahre 2007 sagen die gleichen Quellen dies erstmals auch der Nordpolarregion nach. Bei 4000 m Meerestiefe ist die Problematik der Ausbeutung nicht geringer als die der lĂ€ngst bekannten unterseeischen Manganknollen.

Dem steht indessen seit 2007 ein Produktionsdefizit bei Platin gegenĂŒber, das auf weiter ansteigenden Bedarf in den Verwendungsfeldern Schmuck und Katalysatoren zurĂŒckgefĂŒhrt wird.cite-ref-78[78] Das ebenfalls fĂŒr Katalysatoren genutzte, zur Gruppe der Platinmetalle gehörende Rhodium wird daher zunehmend nachgefragt.cite-ref-79[79] Wachsendes Interesse als Ersatz fĂŒr Platin findet das ihm verwandte Palladium, in russischen Nickelminen ein Beiprodukt, als Schmuck- und MĂŒnzmetall wenig geschĂ€tzt, aber fĂŒr Katalysatoren bestens geeignet.cite-ref-80[80]

Goldminen werden heute selbst bei Gehalten von nur wenigen Gramm Gold je Tonne abgebauten Materials als ausbeutungswĂŒrdig angesehen. SĂŒdafrika erzielt im Grubenabbau (Sohlentiefe 900 bis 4000 m) fallweise bis zu 20 g Gold/Tonne. Ein ĂŒbliches, umweltschĂ€dliches Aufbereitungsverfahren ist immer noch die Cyanidlaugung des goldhaltigen Erzes. Im Jahr 2007 wird sie ungeachtet der davon ausgehenden UmweltgefĂ€hrdung noch im Distrikt „Roter Berg“ (Roșia Montană) betrieben, der nördlich der rumĂ€nisch/siebenbĂŒrgischen Stadt Alba Iulia gelegen ist und bereits von den Römern genutzt wurde. FĂŒr die nĂ€chsten 20 Jahre sollen jĂ€hrlich immerhin eine Million Unzen gewonnen werden (Stand 2007).cite-ref-81[81]

Neu erschlossen werden soll ein ca. 550 t enthaltendes Vorkommen in den chilenischen Anden (Pascua Lama).cite-ref-82[82]

Silbererze, sofern mit Silbergehalten von mehr als 50 %, werden nach Aufbereitung einem nasstechnischen, amalgamierenden Verfahren unterzogen, aber auch elektrolytisch behandelt – insofern dem in vieler Hinsicht verwandten Kupfer vergleichbar. Bei Ă€rmeren Erzen, bei denen Silber oft ein Beiprodukt ist, wird mit den ĂŒblichen Methoden des Röstens, Laugens, Chlorierens und Abtrennens gearbeitet. Klassische Prozesse der Trennung des Silbers von seinem Begleiter Blei sind „Parkesieren“ und „Pattinsonieren“, dem dabei gewonnenen „Reichschaum“ folgt die Treibarbeit. Bei einer Welterzeugung von weniger als 20.000 t pro Jahr fallen Silber und Gold mit prozentual bedeutendem Anteil zudem bei der Raffination von Kupfer (siehe dort) an.

Scheideanstalten sind vielseitig im Recycling von Edelmetallen. Den MarktbedĂŒrfnissen folgend, trennen sie edelmetallhaltige Stoffe, gleich ob fest oder flĂŒssig, in ihre einzelnen Bestandteile. Galvanotechnisch erzeugte GoldĂŒberzĂŒge aus Edelmetall, wie sie fĂŒr die Aufwertung von dekorativen GegenstĂ€nden, aber weitaus hĂ€ufiger fĂŒr Kontakte elektronischer GerĂ€te erforderlich sind, fĂŒhren zu aufarbeitungswĂŒrdigen EdelmetallschlĂ€mmen. Wirtschaftlich bedeutend ist die RĂŒckgewinnung von Platin und die Trennung des Goldes von begleitendem Silber. Die im Scheideprozess anfallenden reinen Metalle verarbeiten die Betriebe entweder selbst zu Zwischen- und Endprodukten, von Schmuckketten bis zu Goldloten, oder verĂ€ußern sie an spezielle Verbraucher. Banken kaufen Feingoldbarren (24 Karat) und bieten sie als Wertaufbewahrungsmittel an. Legierte Barren und Halbzeuge (Ketten, DrĂ€hte, BĂ€nder, Bleche) werden von der Schmuckindustrie verlangt, verbreitet als 14-karĂ€tiges Gold mit 585 ‰ Goldgehalt.

Ein auf dem Sektor Edelmetalle bekanntes deutsches Unternehmen nennt fĂŒr 2010 einen stark gestiegenen „Produktumsatz“ von 4,1 Milliarden Euro und einen gesondert ermittelten Edelmetallumsatz von 9,3 Milliarden Euro.cite-ref-83[83]

Der durch Recycling erzielte Wert der verschiedenen Edelmetalle trÀgt in allen FÀllen die Kosten der stofflichen Wiedergewinnung.

Alchemie, ein Exkurs

Alchemie, auch Alchimie, oder (da aus dem Arabischen kommend) Alchymie, begann um 200 n. Chr. im griechischsprachigen Raum zum Beginn einer ernsthaften BeschĂ€ftigung mit der Natur chemischer Stoffe zu werden. Da wichtige metallurgische Techniken zu dieser Zeit bereits gut entwickelt waren, ist die Alchemie als ein Ableger, nicht als VorgĂ€nger, der Metallurgie anzusehen. Die Vier-Elemente-Lehre des Empedokles (Feuer, Wasser, Erde, Luft), ebenso die aristotelische Theorie des Hylemorphismus, der möglichen Stoffumwandlung durch Entzug unedler Eigenschaften, mĂŒndeten in die Suche nach dem „Stein der Weisen“, dessen Besitz die Umwandlung unedler Metalle in Gold gewĂ€hrleisten sollte. Gold war den Landesherren des ausgehenden Mittelalters und zu Beginn der neuen Zeit wichtig, denn es konnte Kriegskassen fĂŒllen, die der Machterweiterung dienten. Das historisch bekannteste Nebenprodukt alchemistischer BemĂŒhungen war kein neues Metall, sondern 1708 die Wiedererfindung des, den Chinesen bereits seit 700 n. Chr. bekannten, weißen Hartporzellans durch J. F. Böttger, dem ursprĂŒnglich als Goldmacher verpflichteten Gehilfen des E. W. von Tschiernhaus. Bereits im 16. Jahrhundert leitete Paracelsus (1493–1541), im 17. Jahrhundert R. Boyle (1627–1692) und im 18. Jahrhundert A. L. de Lavoisier (1743–1794) die Alchemie in die wissenschaftliche Chemie ĂŒber, die von da an in der Entwicklungsgeschichte der Metallurgie Bedeutung gewinnt.

Recyclingmetallurgie

Eine „MetallhĂŒtte“ und ein „(Um-)schmelzwerk“ unterschieden sich ursprĂŒnglich sehr klar voneinander, heute verwischt dies der Sprachgebrauch hĂ€ufig und wird dabei durch die technische Entwicklung unterstĂŒtzt.

BegriffsklÀrung

In einer MetallhĂŒtte werden Eisen, Kupfer, Zink oder andere Industriemetalle erstmals dargestellt, im Umschmelzwerk (UmschmelzhĂŒtte) wird aus bisheriger Nutzung entlassenes Metall auf- oder umgearbeitet. Aus diesem Unterschied wird – in terminologischer Anlehnung an Beispiele aus anderen Bereichen – einerseits aus der MetallhĂŒtte die „PrimĂ€rhĂŒtte“, die eine „PrimĂ€rerzeugung“ betreibt. Ihr Produkt sind „PrimĂ€rmetall“ und entsprechend auch „PrimĂ€rlegierungen“.

Die UmschmelzhĂŒtte dagegen wird zur „SekundĂ€rhĂŒtte“, die mittels Einsatz von Altmetallen und Schrotten eine „SekundĂ€rerzeugung“ betreibt. Sie stellt „SekundĂ€rmetall“ her und daraus auch „SekundĂ€rlegierungen“. Damit wird von ihr der Anspruch an Ressourcenschonung erfĂŒllt. Dies ist keine erst neuerdings entdeckte Verfahrensweise, denn Schrott wurde schon immer umgeschmolzen. Die RĂŒckfĂŒhrung in den Metall-Kreislauf wird heute verbreitet als Recycling bezeichnet. Hat das wieder verwendete Metall bessere Eigenschaften als die der zu bearbeitenden Altstoffe, wird auch der Ausdruck „upcycling“ gebraucht, das Gegenteil davon wĂ€re „downcycling“, also eine Minderung, wie sie beim Recycling von Kunststoffen nicht auszuschließen ist.

Die Wiederverwendung von Alteisenmetallen ist nicht unproblematisch, weil es zur Auflegierung bzw. Verunreinigung mit einer Vielzahl von metallischen Elementen aus dem Schrott kommt, die nur mit hohem Aufwand wieder zu entfernen wĂ€ren. Die Eigenschaften der so erzeugten Rohmetalle (hier Stahl) sind daher anders als bei PrimĂ€rmetall. Das betrifft physikalische Kriterien (DuktilitĂ€t, Formbarkeit, ZĂ€higkeit usw.) ebenso wie chemische, was sich in der Korrosionsresistenz Ă€ußern kann.

Aufgabenstellung und ihre wirtschaftlichen und technischen Grenzen

„Nachhaltigkeit“ und „verlĂ€ngerter Lebenszyklus“ sind andere zeitbedingte AusdrĂŒcke fĂŒr sparsamen Umgang mit wertvollen Rohstoffen. HierfĂŒr ist ein optimiertes Produkt-Design, das Materialverbrauch und Lebenszyklus einbezieht, mit der stofflichen Wiedergewinnung gleichrangig.cite-ref-84[84]

Am Beginn wirtschaftlicher Recyclingmetallurgie steht seit einem Jahrhundert das Sortieren so genannter Sammelschrotte, also metallurgisch gesehen nicht sortenreiner Materialien. Was mit angeeigneter Kenntnis beim Sortieren der Schrotte begonnen hat, wird heute durch die „sensorgestĂŒtzte Sortierung“ perfektioniert.cite-ref-85[85] Nicht ĂŒbersehen werden darf allerdings, dass alle metallischen Rohstoffe, die in Endprodukte eingehen, erst nach Ablauf von deren Lebensdauer, die sich zudem im Gefolge moderner Techniken zunehmend verlĂ€ngert, wieder fĂŒr ein Recycling frei werden. Nur am Beispiel Aluminium aufgezeigt, heißt dies, dass derzeit lediglich knapp ein Viertel des Bedarfs ĂŒber Recycling abgedeckt werden kann und diese Relation sich in naher Zukunft verschlechtern wird.cite-ref-86[86]

Kupfer

Zwei Kriege und steigender technischer Fortschritt, dazu Bevölkerungswachstum in vielen LĂ€ndern und in deren Folge Knappheit an primĂ€rem Metall haben die sekundĂ€re Erzeugung nicht nur mengenmĂ€ĂŸig vorangetrieben, sie vielmehr der PrimĂ€ren qualitativ gleichwertig werden lassen. Besonders deutlich nicht nur bei Aluminium, sondern auch bei Kupfer, das unbegrenzt recycelbar ist, gleich welcher Art die Altstoffe sind und welchen Kupferanteil sie aufweisen. Die „Energiewende“ mit dem einhergehenden Bedarf an neuen Leitungsnetzen sowie die forcierte ElektromobilitĂ€t werden den Bedarf an primĂ€rem wie recyceltem Kupfer weiter erhöhen. Die Recyclingquote fĂŒr Europa lag im Jahr 2012 nahe 45 %, resp. realen 2,25 Millionen Tonnencite-ref-87[87]

Aus einer „norddeutschen KupferhĂŒtte“ ist eine beide Sparten betreibende europĂ€ische Werksgruppe entstanden, deren Aufgabenbereiche verzahnt sind. Wo eine sortenreine Trennung der Kupferschrotte fehlt und sich ein einfaches Umschmelzen, also direktes Recycling verbot, fĂŒr das 2011 nach Erweiterungen eine JahreskapazitĂ€t von 350.000 t genannt wird,cite-ref-88[88] greift man 2017 mit an der Erzverarbeitung orientierten Möglichkeiten und neuen technischen Methoden ein. Es ist nicht lĂ€nger normal, dass man zur Wiedergewinnung von Reinkupfer die Begleitelemente der Schrotte mittels Sauerstoffzufuhr „verblĂ€st“, sie also oxidiert.cite-ref-89[89] um die entstandenen Oxide, sofern als wirtschaftlich wertvoll erachtet, durch Reduktion wieder zu reinen Metallen werden zu lassen, die dann, dem PrimĂ€rmetall gleich, verwendet werden können. Dieser Prozess soll nun wirtschaftlich verbessert werden, um auch die steigende Nachfrage nach Kupferbegleitern zu befriedigen (dazu:cite-ref-90[90]).

Bei der elektrolytischen Kupferraffination fallen zusĂ€tzlich AnodenschlĂ€mme an, die noch Kupfer, Silber und Gold, auch Selen und Tellur enthalten, was mit „EdelmetallrĂŒckgewinnung“ bezeichnet wird.cite-ref-91[91] Da diese SchlĂ€mme ein Kuppelprodukt darstellen, kann man ihre Aufarbeitung entweder dem primĂ€ren Prozess, oder aber dem Recycling zuordnen.cite-ref-92[92]

Aluminium

Die Bedeutung gezielter Forschung nach Optimierung des Recyclings bei Aluminium ergibt sich allein schon daraus, dass im Jahr 2008 laut Angaben des Gesamtverbandes der deutschen Aluminiumindustrie (GDA) von insgesamt in Deutschland hergestellten 1,3 Millionen Tonnen Aluminium nur noch 43 % auf PrimĂ€raluminium entfielen und 750.900 t auf Recyclingaluminium, wobei beide Zahlen keineswegs die Inlandsproduktion widerspiegeln, sondern von erheblichen Einfuhren gestĂŒtzt werden. Angestoßen wurde diese Entwicklung durch die im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) steigenden Strompreise, die eine PrimĂ€rerzeugung besonders in Deutschland zu einer auslaufenden Produktion werden lĂ€sst.cite-ref-93[93] Eine deutsche Firma, die sowohl PrimĂ€rmetall erzeugt als auch recycelt und zudem in der Weiterverarbeitung tĂ€tig ist, nennt fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2011/12 eine Gesamtmenge von 500.000 t.cite-ref-94[94]

Auch andere Aluminiumerzeuger, insbesondere internationale, in der PrimĂ€rerzeugung tĂ€tige Konzerne, betreiben bereits seit Jahren die PrimĂ€r- und SekundĂ€rerzeugung parallel und suchen damit einen gewissen Kostenausgleich. Das heißt, sie gewinnen nicht nur Rohaluminium aus der Elektrolyse, sondern stellen auch „SekundĂ€rlegierungen“ aus eigenem RĂŒcklaufmaterial und sortierten AbfĂ€llen und Schrotten her und bauen dazu schrittweise ein eigenes Netz von Recycling-HĂŒtten auf.cite-ref-95[95]

Das VerhĂ€ltnis der Verwendung von PrimĂ€rmetall und recyceltem Metall wird sich vorerst noch weiter verschieben, da selbst mittelgroße Aluminiumgießereien ihren Produktionsabfall (vorwiegend BearbeitungsspĂ€ne) nicht mehr in den Markt geben, sondern selbst umschmelzen.cite-ref-96[96] SpĂ€neschmelzöfen mit innovativem RĂŒhrwerk und Seitenkanalpumpe ermöglichen auch in dieser GrĂ¶ĂŸenordnung wirtschaftliches Recyceln im eigenen Haus.cite-ref-97[97]

Die SekundĂ€rlegierungen sind heute qualitativ mit den PrimĂ€ren vergleichbar. Der auf ein Zwanzigstel reduzierte Energiebedarf bei der Gewinnung ist ein Faktor, der nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch weltweit Beachtung findet.cite-ref-98[98] Dies gilt fĂŒr die Verwertung prozessbedingt anfallenden RĂŒcklaufmaterials, aber ebenso lassen sich Sammelschrotte, AbfĂ€lle und metallhaltige KrĂ€tzen im Drehtrommelofen eingeschmolzen, mit einem Zusatz von 50 % eines Salzgemischs aus Alkalichloriden und Flussspat, das als Flussmittel dient, wieder zu SekundĂ€rmetall regenerieren. Hinsichtlich der anfallenden metallarmen, oxidhaltigen Salzschlacken war deren Deponierung ökologisch umstritten und auch wirtschaftlich unbefriedigend. Stand der Technik ist ein fast rĂŒckstandsfreies Vollrecyclingverfahren, dessen Bedeutung sich daraus ergibt, dass jede Tonne SekundĂ€raluminium zugleich den Anfall von 500 kg Salzschlacke bedingt. Der mit 450.000 Tonnen pro Jahr weltgrĂ¶ĂŸte Salzschlackeaufbereiter Agor AG gibt den weltweiten, jĂ€hrlichen Anfall an Salzschlacken mit 4,5 Millionen t an.cite-ref-99[99]

Einstige UmschmelzhĂŒtten können heute nicht nur SekundĂ€rlegierungen in den Markt bringen, sondern auch aus sortenreinen KnetlegierungsabfĂ€llen Walzbarren in einer der primĂ€ren Erzeugung gleichen QualitĂ€t gießen. Mit zugekauftem, primĂ€rem Reinaluminium stellen sie sogar Legierungen her, die als „PrimĂ€rlegierungen“ bezeichnet werden dĂŒrfen. Deutsche und Österreichische Umschmelzbetriebe zeichnen sich besonders durch die Entwicklung einer duktilen AlMgSi-Gusslegierung aus.cite-ref-100[100]

Eine SchlĂŒsselfunktion beim Recycling von Aluminium nehmen weltweit die GetrĂ€nkedosen ein. In den USA kamen im Jahr 2009 deutlich mehr als die HĂ€lfte der ausgegebenen Dosen zurĂŒck, angegeben werden 57,4 % oder annĂ€hernd 750.000 t Aluminium. Jedes weitere zurĂŒckgefĂŒhrte Prozent entspricht ca. 15.000 t zusĂ€tzlichen Umschmelzaluminiums zu nur 5 % des fĂŒr Neumetall erforderlichen Energieverbrauchs. Der DosenrĂŒcklauf betrĂ€gt inzwischen 98 %.cite-ref-101[101] Im Juni 2014 lief in einem eigens zu diesem Zweck in Mitteldeutschland errichteten Werk die Produktion ausschließlich aus Dosenschrott gefertigter Walzbarren an. Mit einer KapazitĂ€t von 400.000 t jĂ€hrlich, die im bereits bestehenden Walzwerk weiterverarbeitet werden, will man zum weltgrĂ¶ĂŸten Recyclingzentrum fĂŒr Aluminium werden.cite-ref-102[102]

Eine die Verarbeitung von Dosenschrotten einschließende Aufgabe stellt sich unter dem Thema der Verarbeitung von Verbund- und organisch kontaminierten Schrotten. Die Entwicklung hin zu exothermen, WĂ€rme erzeugenden Prozessen anstelle endothermer, WĂ€rme verbrauchender wĂŒrde die Energiebilanz erheblich verbessern.cite-ref-103[103]

Stahl

In der Stahlerzeugung findet das Recycling von Schrotten heute ĂŒberwiegend im Elektrolichtbogenofen statt. Der Anteil von Recyclingstahl an der Gesamtrohstahlerzeugung wird 2011 mit 45 % angegeben. Ein Siemens-Verfahren verspricht Senkung des Stromverbrauchs und Verringerung des Kohlendioxidausstoßes durch Bildung und Nutzung einer automatisch gesteuerten Schaumschlackenbildung.cite-ref-104[104]

Die Wiederverwertung der anfallenden ElektroofenstĂ€ube stellt seit gut dreißig Jahren besondere Aufgaben. Der lange als erreichbares Optimum angesehene WĂ€lz-Drehrohrprozess muss sich dem Vergleich mit dem Drehherdofen stellen.cite-ref-105[105]

Die bei der Stahlerzeugung anfallenden Schlacken unterliegen allein schon wegen des Mengenanfalls von jeher wirtschaftlicher Betrachtung, wobei zwischen der Verwertung der entmetallisierten Schlacke und den Methoden der Entmetallisierung zu unterscheiden ist. Der trockenen Aufbereitung metallhaltiger Schlacken wird der Vorzug gegeben. Die nach Abtrennung aller metallischen Anteile verbleibenden Fraktionen finden verbreitet in der Baustoffindustrie Verwendung.cite-ref-106[106]

Zink, Blei und weitere recycelbare Metalle

Rohzink wird sowohl aus oxidischen LichtbogenofenstĂ€uben, EndschlĂ€mmen aus hydrometallurgischer Verarbeitung, als auch jeder Art zinkhaltiger SekundĂ€rmaterialien, wie verzinktem Schrott, zurĂŒckgewonnen.cite-ref-107[107] Zinkschrotte mit dem Hauptbestandteil Zink können wieder zu einer Zinklegierung aufgearbeitet werden. FĂ€llt verzinkter Eisenschrott an, wird dessen ZinkĂŒberzug durch Erhitzen bis jenseits der Verdampfungstemperatur des Zinks (907 °C) freigesetzt. Das verdampfte Zink wird wie beim trockenen Weg der Zinkgewinnung durch AbkĂŒhlung als Rohzink niedergeschlagen. Der Zinkdampf kann aber auch durch Einblasen von Sauerstoff zu Zinkoxid werden und dieses als „Zinkgrau“ und „Zinkweiß“ entweder zur Grundlage von Anstrichen (Malerfarben) dienen, oder im nassen Weg zu Zinksulfat gewandelt in die Elektrolyse gehen und diese als Feinzink verlassen.

Die „Ausmelt-Technology“ erlaubt die RĂŒckgewinnung nicht allein von Zink aus bisher kaum recycelbaren RĂŒckstĂ€nden und AbfĂ€llen, indem man diese verdampft und die Metalle dann aus dem Dampf kondensiert.cite-ref-108[108]

Ein im Gleichlauf mit der weltweit zunehmenden Motorisierung wachsender Industriezweig ist die Wiederaufarbeitung von Bleiakkus, die in Automobilen als Starterbatterien Energielieferer und -speicher zugleich sind. „Altakkus“ fallen daher in großen Mengen an und mĂŒssen auf Grund internationaler Gesetzgebung im Lande und unter Beachtung zahlreicher Mensch und Umwelt schĂŒtzender Auflagen dem Recyclingprozess unterzogen werden. Er beginnt mit einer Vorbehandlung, mittels derer die Altbatterien von schwefelhaltigen Resten und Ablagerungen, wie dem ebenfalls recycelbaren Bleischlamm befreit werden.cite-ref-109[109]

Aus den eingeschmolzenen und raffinierten Altakkumulatoren wird SekundĂ€rblei, das mengenmĂ€ĂŸig bereits die PrimĂ€rerzeugung ĂŒbertrifft.cite-ref-110[110] Die GehĂ€use aus hochwertigem Polypropylen werden geschreddert. Die anfallenden Chips – mit weiteren PP-ZusĂ€tzen – gehen vornehmlich an die Automobilindustrie, die wieder Kunststoffteile daraus fertigt. Hinderlich im Recyclingprozess erweist sich, bei steigendem Anfall schwefelhaltiger Altbatterien, das bei der Entschwefelung mittels Natriumsalzen anfallende und zunehmend schwerer zu vermarktende Natriumsulfat. Ein modernes Verfahren verwendet Ammoniumsalze und erhĂ€lt als Endstufe der Raffination das als DĂŒngemittel (Fertilizer) gesuchte Ammoniumsulfat.cite-ref-111[111]

Gleichlaufend mit dem zunehmenden Anfall an Altakkus, wie auch an nicht wieder aufladbaren Batterien, gewinnt die Wiedergewinnung des Zinkanteils zunehmend Bedeutung. Der fĂŒr die Aufarbeitung von Alt-Akkus bereits eingefĂŒhrte DK-Hochofenprozess ermöglicht nun aus Altbatterien aller Art, ĂŒber eine nachgeschaltete Behandlung seiner Abgase, die Separierung von Zink in Form von Zinkkonzentrat.cite-ref-112[112]

Qualitativ wird aus dem Altblei der Batterien zuerst SekundĂ€r- oder Werkblei, das durch Seigerungstechnik oder Elektrolyse weiter raffiniert und neu legiert wird. Über BleiglĂ€tte (PbO) gelangt man zu den (giftigen) Farben basisches Bleicarbonat und Bleitetraoxid. Der Stand der Technik ermöglicht inzwischen die fast hundertprozentige Recyclierbarkeit aller Teile und Inhalte solcher Batterien.cite-ref-113[113]

Blei sowie Zink finden sich auch als Oxide in den die FlugstÀube aufnehmenden Walzschlacken von Stahlwerken. Die Möglichkeit einer chlorierenden Entfernung des Bleianteils aus den Oxiden wird untersucht.cite-ref-114[114]

Sollte die Lithium-Ionen-Batterie als Antrieb von Straßenfahrzeugen ihren derzeitigen Nachteil zu geringer Leistung fĂŒr die Weitstreckenfahrt ĂŒberwinden, wird sich eine völlig andersgeartete Recyclingaufgabe stellen, nĂ€mlich die Wiedergewinnung des Lithiums aus lithiumhaltigen Batterieschlacken.cite-ref-115[115]

Komplexer als die Aufarbeitung von ĂŒblichen Kfz-Batterien und Gegenstand stĂ€ndiger Forschung ist die Aufarbeitung von sogenanntem „Elektroschrott“, der nicht nur Personalcomputer erfasst, sondern auch tragbare Telefone, elektrisch betriebene und steuerbare HaushaltgerĂ€te, Rundfunk- und RöhrenfernsehempfĂ€nger, ferner GerĂ€tebatterien wegen ihrer Gehalten an Lithium, Nickel, Cadmium, Edelmetallen,cite-ref-116[116] und seltenen Erdmetallen. Je nach System können diese Batterien einen Inhalt an metallischen Wertstoffen von 35 bis 85 % aufweisen.cite-ref-117[117] Einer in der Fach- wie Wirtschaftspresse veröffentlichten Information zufolge wird die Entwicklung von Silber-Zink-Akkus vorangetrieben, da sie im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Batterien vollstĂ€ndig und zudem relativ leicht recycelbar seien.cite-ref-118[118]

Gegenstand aktueller Forschung ist ebenso das bisher nur mit Einzelbezug erschlossene Gebiet der Aufarbeitung wertvoller Schrotte aus RefraktĂ€rmetallen mittels oxidierender Salzschmelzen, besonders von Wolfram aus dem RĂŒcklauf von Wolframcarbid.cite-ref-119[119] Zur Gewinnung von MolybdĂ€noxyd und einigen oxidischen Begleitelementen aus gebrauchten Katalysatoren, wie sie in petrochemischen Verfahren eingesetzt werden, hat 2012 eine erste hydrometallurgisch arbeitende Anlage mit einer JahreskapazitĂ€t von 500 t MolybdĂ€noxid den Betrieb aufgenommen.cite-ref-120[120]

Die progrediente Entwicklung bei dem Elektroschrott zuzuordnenden, die Bildröhren verdrĂ€ngenden Flachbildschirmen initiiert einen besonderen Zweig der Forschung, der sich mit der RĂŒckgewinnung von Indium in Form eines Indiumzinnoxids befasst.cite-ref-121[121]

Dies gilt auch fĂŒr seit 1990 laufende, stĂ€ndig verfeinerte, praxisnahe Untersuchungen zum „NE-Metallpotenzial in Rostaschen von MĂŒllverbrennungsanlagen“, es wird fĂŒr 2009 auf wenigstens 85.000 Jato geschĂ€tzt.cite-ref-122[122]

Bei Seltenerdmetallen bedingt eine das Angebot zunehmend ĂŒberschreitende Nachfrage eine Steigerung der bisher nur geringen Recyclingquote. Ein Forschungsauftrag hat sich sogar die RĂŒckgewinnung aus ProzesswĂ€ssern der Metall- und Bergbauindustrie zum Ziel gesetzt.cite-ref-123[123]

Ofentechnik

Die Ofentechnikcite-ref-124[124] dient zunĂ€chst der ErfĂŒllung aller metallurgischen Aufgaben, die sich im Zuge der VerhĂŒttung metallischer Ausgangsstoffe im Rahmen thermischer Prozesse ergeben. Es beginnt mit der Metallgewinnung aus Erzen. Sulfidische Erze, wie Pyrit (Schwefelkies) werden oxidierend behandelt (Röstarbeit). Oxidische Erze wie HĂ€matit werden durch Reduzieren und Desoxidieren erschmolzen. Dies geschieht durch entsprechende ZuschlĂ€ge sowie reduzierende (luftunterschĂŒssige) Flammen- oder OfenfĂŒhrung. Dem folgt die Weiterverarbeitung der gewonnenen Metalle. Sie beginnt mit der Vereinheitlichung diskontinuierlich erbrachter Chargen im Mischer. Es schließen sich das Raffinieren und Legieren, das Vergießen (Warmhalte- oder Gießofen) und die WĂ€rmebehandlung an, die je nach Legierung und Gießart vorzunehmende Nachbehandlung des Gusses. Letztere erfolgt mit Hilfe von StoĂŸĂ¶fen, Anlassöfen (BlockvorwĂ€rmung), GlĂŒhöfen (EntspannungsglĂŒhen, Warmauslagerung, Austenitisierung von Stahlguss) und Temperöfen (entkohlende GussteilhĂ€rtung in GlĂŒhkohle).

Geschichtlich steht am Anfang dieser Entwicklung allein der offene Herd, der aus einem Gemenge von Erz und Brennstoff flĂŒssiges Metall austreten lĂ€sst. Es folgt der geschlossene Herd mit natĂŒrlichem Zug oder mit höheren Temperaturen bringender Luftzufuhr mittels Blasebalg oder Blasrohr (dazu bildliche Darstellungen aus altĂ€gyptischer Zeit). Schon um 1500 v. Chr. wird aus dem Ă€gyptischen Theben ĂŒber große mit menschlicher Kraft bediente zweitaktige (Blasen – Saugen), lederne BlasebĂ€lge als Hilfe beim Schmelzen von Metall berichtet.

Es geht weiter mit dem frĂŒhgeschichtlichen Niederschachtofen, der sich mit immer besserer GeblĂ€sewindzufĂŒhrung zum Hochschachtofen (Hochofen) mit immer grĂ¶ĂŸer werdendem Gestelldurchmesser (11 m misst er beim 60 m hohen Ofen B der Salzgitter Flachstahl GmbH) und sich daraus ergebenden Beschickungsmengen von bis zu zehntausend Tonnen weiterentwickelt. Die Grenze der Wirtschaftlichkeit gilt damit indessen als erreicht und die Technik wendet sich wieder verstĂ€rkt dem Siemens-Martin-Ofen und den Elektroöfen zu, zumal sie die Möglichkeit bieten, Stahl nicht nur aus Roheisen, sondern auch aus Schrotten zu erzeugen. Sie regenerieren diese damit zugleich (siehe auch Recyclingmetallurgie) und benutzen zum „Frischen“, also der Verbrennung des Kohlenstoffs, den Sauerstoff aus den Rostanteilen des Schrotts (Rost als Fe2O3 enthĂ€lt Sauerstoff und ersetzt insofern die GeblĂ€seluft). Der Elektro-Niederschachtofen, als Lichtbogenofen ausgelegt, liefert aus Erz-Pellets und Kohlenstoff als reduzierender Zugabe Elektro-Roheisen im Direktreduktionsverfahren. Auch beim Recycling von Stahlschrott zu Rohstahl unter einer Schaumschlacke bewĂ€hrt sich der Lichtbogenofen.cite-ref-125[125]

Vom Hochschachtofen abgeleitet ist der Kupolofen (abgeleitet von lateinisch cupola, Kuppel) als Gießereischachtofen fĂŒr die Herstellung von Eisenguss (Grauguss). Eine Seitenlinie stellt der brennstoffbeheizte Heißwind-Kupolofen dar, weil er als „kleiner Hochschachtofen“ die BedĂŒrfnisse der Eisengießereien nach schnellem Wechsel unter den gerade zu verarbeitenden Gusseisensorten befriedigen kann. Mittels angegliederter ORC-Anlage (Organic Rankine Cycle) können die energiereichen Abgase des Ofens, u. a. zur Erzeugung von Strom, genutzt werden.cite-ref-126[126]

Allen genannten Systemen – ob Herd, Nieder- oder Hochschachtofen – ist gemeinsam, dass Schmelzgut, Schlackenbildner (Kalkstein) und Brennstoff in direktem Kontakt stehen. Eine Weiterentwicklung fĂŒhrt zu Öfen, bei denen eine heiße Flamme, die oxidierend oder reduzierend eingestellt werden kann (Flammofen), ĂŒber das brennstofffreie Schmelzgut streicht oder ĂŒberhaupt keine Flamme mehr, sondern nur noch heiße Verbrennungsgase auf dieses einwirken. Andere Systeme nutzen von der Ofendecke abgestrahlte WĂ€rme (auch durch in dieser eingelassene HeizwiderstĂ€nde)cite-ref-127[127] zum Erhitzen des Schmelzgutes („Deckenstrahlheizung“). Der Ofenraum ist in diesem Fall eine geschlossene, feststehende Wanne (Wannenofen) oder ein drehbarer Zylinder, der wegen seiner Form auch als Trommelofen bezeichnet wird, mit stirnseitiger Beschickungs- und Entnahmeöffnung. In einer verkĂŒrzten Form auch als Kurztrommelofen im Einsatz. Ein schon recht frĂŒh vollzogener Entwicklungsschritt war es, die heißen Verbrennungsgase, statt ins Freie, durch einen Rekuperator (WĂ€rmeĂŒbertrager) zu leiten, der die GeblĂ€seluft vorwĂ€rmt; beispielgebend sind die Cowper genannten Winderhitzer bei Hochöfen und der Siemens-Martin-Ofen mit Regenerativfeuerung System Martin. Die dort erstmals in technischem Maßstab eingefĂŒhrte VorwĂ€rmung der Verbrennungsluft durch die AbwĂ€rme gilt lĂ€ngst als Stand der Technik. Die Abgasverbrennung als zusĂ€tzliche WĂ€rmequelle sowie die optimierte, wĂ€rmeerhaltende Isolierung der Schmelzwanne sind weitere Schritte zu verbesserter Effizienz der Öfen. Ein Ofenhersteller gibt bei gleich gebliebenem Energieeinsatz ein erzielbares Leistungsmehr von 20–30 % an.cite-ref-128[128]

Die Darstellung der „Ofentechnik“ unterscheidet zwischen brennstoffbeheizten Öfen (Holz, Kohle/Koks, Öl, Gas) und elektrisch beheizten Öfen, wie den Widerstandsöfen mit Heizleiterelementen ausgerĂŒstet, Induktionsöfen mit und ohne Rinne, mit Netz- (NF) oder Mittelfrequenz (MF) betrieben, oder Lichtbogenöfen (direkt oder indirekt erhitzend) mit Graphitelektrode. Das Fassungsvermögen der unterschiedlichen Systeme ist der Fertigungsaufgabe angepasst.

Vorgaben des Umweltschutzes begĂŒnstigen die elektrisch beheizten Öfen.cite-ref-129[129] In modernen Elektroöfen wird die Schmelze entweder nur in einem bestimmten Ofenbereich – der „Rinne“ – induktiv erhitzt oder die Schmelze selbst wird zur SekundĂ€rspule, die ebenfalls induktiv von einem außen liegenden, verbreitet niederfrequenten (NF) PrimĂ€rstromkreis erhitzt wird. Induktionsöfen dieser Art sind als Schmelz-, Speicher- oder Warmhalteöfen einsetzbar. Bei der Stahlerzeugung gilt der mit Gleichstrom arbeitende Ofen inzwischen als letzter Stand der Technik. Die Entwicklung von Heizleiterlegierungen und Heizleitern aus Siliciumcarbid, auch MolybdĂ€ndisulfid hat als dritte Variante elektrischer Beheizung die Entwicklung von den kleinen bis mittleren widerstandsbeheizten Tiegelöfen hin zu den Großraumöfen fĂŒr Schmelzen und Warmhalten von Aluminium begĂŒnstigt, besonders auch beim Recycling einheitlichen und „sauberen“ Einsatzgutes.

Bei den brennstoffbeheizten Öfen wurde aus gleichen GrĂŒnden, nĂ€mlich bessere Brennstoffausnutzung und Verringerung der Abgasmengen, die Brennertechnik weiterentwickelt. Statt der zu drei Vierteln aus im Prozess nutzlosem Stickstoff bestehenden Luft wird dem Brenner entweder ausschließlich Sauerstoff zugefĂŒhrt oder dieser zur Verbesserung der Ofenleistung zusĂ€tzlich in den Brenner eingespeist.

FĂŒr geringere Metallmengen (bis 750 kg) sind brennstoff- oder widerstandsbeheizte Tiegelöfen mit Deckel bei Herstellung von Formguss immer noch verbreitet im Einsatz. Heizelemente im Ofeninneren, durch keramische UmhĂŒllung geschĂŒtzte (Heiz-)Wendel, die in die Ofenwandungen eingesetzt den Schmelztiegel umgeben, liefern die zum Schmelzen und Warmhalten erforderliche WĂ€rme.

In solchen Tiegelöfen sind ĂŒber sehr lange Zeit als SchmelzgefĂ€ĂŸ ausschließlich handgefertigte, „hessische“ Tiegel eingesetzt worden, die ursprĂŒnglich sogar als dreiseitiges Prisma mit drei AusgieĂŸĂ¶ffnungen geformt waren, bis sie von solchen in Form eines Kegelstumpfes abgelöst wurden. Das Tiegelmaterial bestand aus Großalmeroder Ton im Gemenge mit Quarzsand. Damit war Feuerfestigkeit gewĂ€hrleistet, doch war das sehr raue Innere der Tiegel wegen der dadurch bedingten Metallanhaftungen nachteilig. Mit einem Zusatz aus hochwertigem Hauzenberger Graphit wurde die Feuerfestigkeit nochmals verbessert, das Tiegelinnere geglĂ€ttet und die immer graphithaltigen, historischen „Passauer Tiegel“ dadurch abgelöst, dass nun nur noch Großalmeroder Ton im Gemisch mit Graphit verwendet wurde. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts erwiesen sich isostatisch gepresste Siliciumcarbidmassen als noch haltbarer und ersparten zudem die bisherige, „PlĂ€tschen“ genannte Handarbeit auf dem Drehteller.

Bei Magnesiumschmelzen gibt es eine Besonderheit: Wegen der oxidativen Reaktion mit Eisen sind nur geschlichtete, das heißt mit einem silikatischen Innenanstrich versehene Eisentiegel zugelassen.

Eine Besonderheit sind die aus Tonmasse hergestellten Retorten, in denen Zink gewonnen wird.

Den heutigen Stand der Technik geben die grĂ¶ĂŸeren Nichteisen-Metallgießereien vor. Die von ihnen benötigten Metallmengen in tĂ€glich zwei- bis dreistelliger Tonnenzahl werden von einer den Gieß- oder Schöpföfen vorgelagerten, eigenbetrieblichen Schmelz- oder Umschmelzeinheit als FlĂŒssigmetall bereitgehalten und auf Abruf mittels Transportpfanne bei den von Hand oder automatisch bedienten Schöpf- und Warmhalteöfen angeliefert. So beschickt, mĂŒssen es nicht immer Tiegelöfen sein, auch tiegellose Systeme werden eingesetzt. Entscheidet sich ein Unternehmen im Hinblick auf anfallende Mengen fĂŒr eine zentrale Schmelzanlage, kann es einen (Dreh-)Trommelofen wĂ€hlen, einen Niederschachtofen mit AbschmelzbrĂŒcke und ausreichend großer Wanne oder einen Induktionsofen, der ĂŒber eine bedarfsgerechte StundenkapazitĂ€t von FlĂŒssigmetall verfĂŒgt (3 t sind beispielsweise fĂŒr Aluminiumgießereien eine gĂ€ngige GrĂ¶ĂŸe).

Bei den Herstellern von Legierungen wird, was die Öfen betrifft, zwischen den PrimĂ€rerzeugern als solchen, die selbst Rohaluminium elektrolytisch gewinnen, und den SekundĂ€rerzeugern, die UmschmelzhĂŒtten oder -werke genannt werden, kaum unterschieden (siehe dazu auch oben). Beide setzen Chargenunterschiede ausgleichende Mischer ein (mit bis zu 30 t Fassung), die notwendiges Raffinieren und Legieren zulassen. Anschließend wird das FlĂŒssigmetall entweder an eine angeschlossene GießhĂŒtte (cast-house) weitergegeben oder in schmelzflĂŒssigem Zustand und somit energiesparend und damit eine unnötige Emission an Luftschadstoffen vermeidend mit Spezialfahrzeugen an Formgießereien geliefert. Eine zusĂ€tzliche Vereinfachung ergibt sich daraus, die Transportpfanne in der belieferten Gießerei unmittelbar als Gieß- oder Schöpfofen einzusetzen und sie nach ihrer Leerung gegen eine volle Pfanne zu tauschen. Eine eigene Schmelzanlage, die stets Umweltschutzvorgaben beachten muss, entfĂ€llt fĂŒr den Betrieb damit weitgehend, die Energieersparnis ist im Umweltsinne recht betrĂ€chtlich, da das nach einer Zwischenerstarrung nötige Wiederaufschmelzen entfĂ€llt. Weitere Kostenersparnisse ergeben sich daraus, dass ein ausschließlich FlĂŒssigmetall verarbeitender Betrieb auch nicht mehr die fĂŒr Schmelzbetriebe geltenden Auflagen beachten muss.

Eine Besonderheit kennzeichnet die fĂŒr das Recycling bestimmten Schmelzanlagen: Nach Sortierung und Aufbereitung, etwa durch Magnetscheider gilt es, den aus unterschiedlichen Quellen stammenden, entweder blanken, aber oft ölig verunreinigten, oder lackierten Schrott werterhaltend einzuschmelzen. Nach bisherigem Stand der Technik leitet man das Schmelzgut ĂŒber eine dem Schmelzofen vorgeschaltete AbschmelzbrĂŒcke, auf der alles höher schmelzende, vornehmlich Eisenteile, liegen bleibt und vor einer Kontaminierung der Schmelze, etwa durch einen ĂŒberhöhten Eisengehalt, entfernt werden kann. Neueste Verfahren sehen Mehrkammeröfen vor, die in einer Abschwelkammer alle organisch basierten, energiehaltigen Anhaftungen des Schrotts zu Schwelgasen werden lassen, deren Verbrennung zu der fĂŒr das Einschmelzen nötigen ProzesswĂ€rme beitrĂ€gt.cite-ref-130[130]

Die Schmelzen, auch solche aus Recycling-Material, unterliegen, die jeweils vorhandene Ofentechnik berĂŒcksichtigend, beim Umschmelzen einer Behandlung, vergleichbar der bei PrimĂ€rerzeugung, wobei sich lediglich das Legieren in Anbetracht der bereits vorhandenen, erhaltungswĂŒrdigen Legierungselemente oft auf bloße Korrekturen beschrĂ€nken kann (siehe auch „Recyclingmetallurgie“).

Bedeutung der Metallurgie als Wirtschaftszweig

Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/fehlend

Da Metalle stets zum Zweck der Weiterverarbeitung gewonnen werden, auch wenn sie zeitweilig, wie die Edelmetalle, aber auch Kupfer und Zinn, als Wertaufbewahrungsmittel galten und noch gelten, wÀchst die wirtschaftliche Bedeutung der Metallurgie stetig. UrsÀchlich sind sowohl neue Aufgaben, wie in der Elektronik, als auch eine Nachfrage nach metallurgischen Produkten, die an Bevölkerungswachstum und Bildungsstand gebunden ist.

Einige auf ein Stichjahr bezogene, tabellarisch angeordnete Zahlen zeigen die Metallurgie als bedeutenden Wirtschaftskomplex. ErgÀnzend finden sich Zahlen zu einigen Bereichen, die den jeweils letzten bekannt gegebenen Stand betreffen. Dazu auch eine aktuelle Pressenotiz, wonach im Jahre 2014 die Nichteisenmetallindustrie Deutschlands 8 Mio. Tonnen produziert und verarbeitet hat.cite-ref-erzmetall-131-0[131]

| Metall | Weltjahresproduktion 2006 (in Millionen t) | Bemerkungen | DIW-Prognose 2015 [veraltet] (in Millionen t) |
|---|---|---|---|
| Stahl(aktualisierte Angaben) | fĂŒr 2012: 1548 | europĂ€ische Stahlproduktion 2012: 169,4 Millionen t. | 1366 t. |
| Kupfer | 15 | Verbrauch BRD 1,7 Millionen t | > 22 |
| Zink | 7 | Verbrauch BRD 2000 724.000 t, bei 367.000 t Eigenerzeugung | |
| Blei | 6–7 | BRD 2000 395.000 t, davon 100.000 t aus Batterierecycling | |
| Zinn | 0,25 | | |
| Nickel | 1,3 | nach SUCDEN (UK) | |
| Uran | 0,03 | | |
| Platin | 0,00018 | 6,35 Millionen Unzen [ 135 ] = 180 t | |
| Aluminium | >20 | 41 Millionen t (evtl. HĂŒttenaluminium + Recycling) [ 136 ] | 33 |
| Magnesium | 0,7 | | |

Wenn die Metallurgie als Wirtschaftsfaktor angesprochen wird, steht ihr Nutzen fĂŒr die RohstofflĂ€nder an erster Stelle, zumal die Tendenz zur Aufbereitung der Erze an Ort und Stelle und auch zumindest PrimĂ€rstufen der Verarbeitung einzurichten (Stahlwerk) zunimmt und ArbeitsplĂ€tze im Lande schafft.

Bei den der Endnutzung nahen ArbeitsgĂ€ngen tendieren viele metallerzeugende und metallverarbeitende Prozesse zunehmend zur Automatisierung und zum Einsatz von Robotern. Das bedeutet, dass die GesamtbeschĂ€ftigtenzahl nicht zugleich mit dem Wachstum der Produktion zunimmt, vielmehr stagnieren, tendenziell leicht zurĂŒckgehen kann. Die ArbeitsproduktivitĂ€t wird hierdurch gesteigert, die LohnstĂŒckkosten gehen zurĂŒck. Damit ermöglichte Lohnsteigerungen erhöhen nicht allein die Kaufkraft der EmpfĂ€nger, auch der Staat erhĂ€lt ĂŒber ein erhöhtes Steueraufkommen seinen Anteil.

Siehe auch

:

Smart Melting

Einige Zahlen versuchen einen Eindruck ĂŒber die Produktionsleistungen im metallurgischen Bereich zu ermöglichen:

Stahl

Die Rohstahlerzeugung von damals noch 25 EU-Staaten wurde fĂŒr 2006 mit 198 Millionen t angegeben, das waren 15,9 % der Weltproduktion von 1242 Millionen Tonnen. Der deutsche Anteil innerhalb der EU 25 betrug 23,6 %, damit wurde unter den stahlerzeugenden LĂ€ndern der Welt mit 46,7 Millionen t der 6. Rang erreicht. GrĂ¶ĂŸter deutscher Erzeuger war zum Zeitpunkt ThyssenKrupp mit 17 Millionen t, einschließlich des verlusttrĂ€chtigen Standorts in Brasilien, wo Ende 2010 ein zweiter Hochofen fĂŒr Rohstahlbrammen angefahren wurde, die in nach Verkauf nun US-amerikanischen Werken in Alabama (USA), aber auch in Duisburg weiterbearbeitet werden. Das europĂ€ische Wachstum auf lĂ€ngere Sicht wird bei nur einem Prozent pro Jahr gesehen. StĂ€rkeres Wachstum hemmt nach Ansicht nicht nur der deutschen Stahlindustrie die Produktion Chinas, dem zwei Drittel der globalen Überproduktion von Walzstahl zugesprochen werden (FAZ-Bericht vom 8. November 2016).

Die Stahlerzeugung Chinas wurde im Jahr 2012 mit 716,5 Millionen t angegeben, was 46,3 % der Weltproduktion ausmacht. Der EU-Anteil daran ist leicht rĂŒcklĂ€ufig mit 169,4 Millionen t (10,9 %). Gleiches gilt auch fĂŒr Deutschland mit einem Anteil von 3,7 %.cite-ref-137[137]

Nach frĂŒheren Angaben wurden in Deutschland im Jahr 2007 31,07 Millionen t Roheisen produziert, unter Hinzunahme des Schrotteinsatzes ergaben sich 48,55 Millionen t Rohstahl. Davon wurden 45,5 Millionen t zu Strangguss fĂŒr die Warmverwalzung zu Flach- und LangstĂ€hlen, darin eingeschlossen 14,6 Millionen t Edelstahl. Die Wirtschaftskrise 2008/2009 brachte einen deutlichen RĂŒckgang.cite-ref-138[138] FĂŒr 2011 meldete die deutsche Stahlindustrie nochmals einen Anstieg der Rohstahlerzeugung auf 44,3 Millionen Tonnen, was den 7. Rang in der Weltstahlerzeugung bedeutete (Japan nahm mit 107,6 Millionen t den zweiten Rang ein).cite-ref-139[139] FĂŒr 2015 wird eine Rohstahlproduktion von 42,5 Millionen Tonnen erwartet Der RĂŒckgang gegenĂŒber 2011 wird mit KapazitĂ€tsverkleinerung begrĂŒndet.cite-ref-140[140]cite-ref-141[141] Eine moderate AufwĂ€rtsentwicklung im Laufe des Jahres 2016 lĂ€sst auf Stabilisierung hoffen (FAZ vom 14. September 2016/cite-ref-142[142]) Zwei Faktoren wirkend hierbei stĂŒtzend. China will seine Überproduktion verringern und die Entwicklung hochfester LeichtbaustĂ€hle steigert den Verbrauch.cite-ref-143[143]

Guss

Die Weltgussproduktion (nur Formguss) wird fĂŒr 2016 in allen ihren Sparten mit 104,379 Millionen t angegeben. Die deutschen Gießereien meldeten fĂŒr 2016 aus den erfassten Betrieben eine Produktion von 5,168 Millionen t und besetzten damit auf Basis der Produktionsmengen abgerechnet die 4. Stelle der Weltrangliste. Spitzenreiter bleibt China mit 47,2 Millionen t, darin enthalten sind 7,95 Millionen t Metallguss, eine Menge, die deutlich ĂŒber der deutschen Gesamtproduktion an Guss liegt.cite-ref-144[144]

Aluminium

FĂŒr Formguss aus Aluminium und Magnesium, der besonders fĂŒr die Automobilindustrie weiterhin unverzichtbar ist, wird fĂŒr 2016 eine Weltproduktion von 18.195 Millionen t angegeben. Deutschlands Anteil betrĂ€gt ca. 1.114 Millionen t.cite-ref-145[145]

Die deutsche Eigenerzeugung von Aluminium im Jahr 2011 belief sich auf 1,067 Millionen t Rohaluminium.cite-ref-146[146] Der diese Mengen weit ĂŒberschreitende Bedarf Deutschlands an Aluminium – es wurden 2011 allein 2,44 Millionen t Halbzeug hergestellt und fĂŒr 2014 auch zusĂ€tzliche 993,9 Tausend t Aluminiumguss – wird durch Import und die hohe Recyclingquote gedeckt.cite-ref-147[147]

Deutschland recycelt laut Pressenotizcite-ref-148[148] inzwischen bereits 99 % aller GetrÀnkedosen.

Im Wirtschaftsjahr 2014 wird unverĂ€ndert von weltweiter ÜberkapazitĂ€t berichtet. Von einer Reihe HĂŒttenschließungen betroffen ist SĂŒdamerika (ALUMAR, ALBRAS).cite-ref-149[149] UrsĂ€chlich ist die Ausweitung der Aluminiumerzeugung, die im vergangenen Jahrzehnt von Staatskonzernen in Russland (RUSAL), China (CHALCO) und den arabischen Emiraten (DUBAL, ALBA) betrieben wurde. China allein werden 2014/15 60 % der Welterzeugung von Rohaluminium zugeschrieben. Vor diesem Hintergrund werden weltweit kleinere Werke, die zudem noch mit der veralteten Söderberg-Technik arbeiten, geschlossen. Moderne Anlagen verbrauchen deutlich weniger Strom.cite-ref-150[150] Auch fĂŒr 2016 werden weitere HĂŒttenstilllegungen gemeldet (u. a. bei ALCOAcite-ref-151[151]). Fortbestehende ÜberkapazitĂ€ten und preisdrĂŒckende Exporte aus China werden als GrĂŒnde genannt.

Besonders bei den Nichteisen-Metallen wird von den zustĂ€ndigen VerbĂ€nden vor „den ökonomischen Folgen forcierter Klimapolitik und einem Bruch der Wertschöpfungskette der Metallindustrie aus Mangel an primĂ€ren und sekundĂ€ren Vorstoffen“ gewarnt. Die Weltproduktion zeigt weiter steigende Tendenz. Die London Metal Exchange (LME) erklĂ€rt dazu, dass die BauxitvorrĂ€te der Welt bis weit in das 21. Jahrhundert reichen. Ein Report ĂŒber die globalen KapazitĂ€ten zur Herstellung von Tonerde, was nicht gleich der tatsĂ€chlichen Erzeugung ist, kommt fĂŒr das Jahr 2007/2008 zu einem Total von 95 Millionen t.cite-ref-152[152]

VerfĂŒgbarkeit an seltenen Erdmetallen

Der progressiv zunehmende Bedarf an „seltenen Erden“, die korrekter als „seltene Erdmetalle“ bezeichnet werden, hat diese – deutlich zunehmend seit 2007 – zu einem Wirtschaftsfaktor in SchlĂŒsselposition werden lassen.cite-ref-153[153] Im Periodensystem bilden sie die lange wenig beachtete Gruppe der Lanthanoide. Seit 2000 sind sie zunehmend fĂŒr moderne Kommunikationstechniken, Beleuchtung und ElektromobilitĂ€t unverzichtbar.cite-ref-154[154] Bei einigen Elementen, hervorzuheben sind hier Lanthan und Europium, hat die starke Nachfrage bereits zur Vervielfachung der Marktpreise gefĂŒhrt.cite-ref-155[155] Die Besorgnis der verbrauchenden Industrien gilt besonders der weiterhin als nahezu monopolartig eingeschĂ€tzten Stellung Chinas. Etwas entspannt wird die Lage durch Aussagen australischer Stellen, die auf große Vorkommen des Kontinents verweisen und zumindest Japan die Lieferung seines Bedarfs zusagen. Der Weltbedarf im Jahr 2014 wird von Australien auf 190.000 t geschĂ€tzt und mit 20.000 t unterdeckt sein, obwohl China 114.000 t und Australien nur mit der Erschließung der Mount-Weld-Mine 22.000 t in den Markt bringen werden. Auch Kanada will bis zu 5000 t jĂ€hrlich gewinnen.cite-ref-faz-2010-11-25-156-0[156]

Kupferwirtschaft

Im Bereich Kupfer erzeugte Deutschlands grĂ¶ĂŸte KupferhĂŒtte 2005/2006 mit 3200 BeschĂ€ftigten 551.000 t Kathodenkupfer, 423.000 t Kupferdraht, 450.000 t Halbzeug und weitere 67.000 t bei verbundenen Betrieben. Als Nebenprodukte der auf gesicherte Energiezufuhr (Raffination) angewiesenen HĂŒtte wurden im Berichtsjahr noch 985 t Silber und 35 t Gold gewonnen.

Dem ist gegenĂŒberzustellen, dass in der Mongolei, mit 2,5 Millionen Einwohnern auf der vierfachen FlĂ€che Deutschlands, eine einzige Mine unweit von Ulan Bator eine JahreskapazitĂ€t von 440.000 t Kupfer und 320.000 Unzen Gold haben könnte.cite-ref-157[157]

Zusammenschau

Ende 2006 meldete die deutsche Nicht-Eisen-Metallindustrie ĂŒber 110.000 BeschĂ€ftigte in 632 Verbandsunternehmen, die einen Gesamtumsatz von 44 Milliarden Euro erzielten. Bei einem deutschen Bruttoinlandsprodukt von mehr als zwei Billionen Euro sind die genannten Zahlen ansehnlich, dennoch könnten sie zu einer Unterbewertung der ökonomischen Bedeutung der Metallurgie (Metallindustrie) fĂŒhren. Einige Zahlen aus Österreich scheinen wirklichkeitsnahe: Bei Zusammenfassung der Produktionswerte von Metallgewinnung und -erzeugung, von Maschinenbau, Kraftfahrzeugbau und Fertigung von Metallerzeugnissen erreichte die österreichische Metallindustrie 2006 einen Anteil von 42 % an der SachgĂŒtererzeugung des Landes. Ein Ă€hnlicher Wert kann fĂŒr Deutschland zutreffen. Dazu eine Angabe fĂŒr das Jahr 2014, die fĂŒr die deutsche Nichteisenmetallindustrie eine produzierte und verarbeitete Menge von 8 Millionen Tonnen nennt.cite-ref-erzmetall-131-1[131]

UnterstĂŒtzende Wissenschaften und Techniken

Die neuzeitliche Metallurgie wĂ€re ohne Chemie nicht denkbar, im Gegensatz zu den historischen AnfĂ€ngen, bei denen oft nach der Methode „Versuch und Irrtum“ vorgegangen wurde. Nicht nur dem Einsatz von Chemikern wie de Lavoisier, Wöhler oder Berzelius ist es zu verdanken, dass sich die Metallurgie zur Wissenschaft entwickeln konnte. Zu Hilfe kam ihnen die analytische Chemie mit ihren seit Beginn des 19. Jahrhunderts immer prĂ€ziseren Methoden. Lange noch arbeiteten die Laboratorien mit der arbeitsintensiven und zeitraubenden Nassanalyse (lösen, elektrolysieren oder ausfĂ€llen, filtrieren, trocknen, wiegen), bis diese um die Mitte des 20. Jahrhunderts durch Spektrometrie, Flammenphotometrie und Prozess-Gaschromatographie abgelöst wurde, moderne analytische Verfahren, die der praktizierten Metallurgie eine schnelle Bewertung des Einsatzgutes wie auch der Ausbringung ermöglichen. Die Ergebnisse der Analytik zusammen mit durch die Metallkunde physikalisch determinierten Eigenschaften der Metalle und ihrer Legierungen als Knet- und Gusswerkstoffe werden zum Ausgangspunkt weiterer Hilfswissenschaften, unter denen Materialkunde und LagerstĂ€ttenkunde hervorzuheben sind.

Die Spektrometrie stĂŒtzt besonders die SekundĂ€rmetallurgie. Binnen weniger Sekunden wird die Zusammensetzung einer FlĂŒssigmetallprobe angezeigt und dies fĂŒr bis zu 25 Elemente. Damit werden sogenannte Störelemente, wie etwa Wismut in Messing, Phosphor in Eisen oder Antimon in Aluminium nachgewiesen, selbst im niederen ppm-Bereich. Nichteisen-Metallschrott kann mit handgefĂŒhrten GerĂ€ten (Funkenemissionsspektrometer) abgetastet und vorsortiert werden.

Was die Wichtigkeit metallurgischer Forschung betrifft, besonders die Umsetzung von Ergebnissen in die Praxis, ist die Eisenmetallurgie in vielem federfĂŒhrend, sowohl fĂŒr die PrimĂ€rerzeugung und das Recycling, als auch fĂŒr das sehr innovationsfreudige Gießereiwesen. Die Gießereiforschung als eigenstĂ€ndige, wissenschaftliche BetĂ€tigung nĂŒtzt allen Gießereien.

Die Bereitstellung von Schmelze „just in time“ und damit verbunden die Automatisierung von Schmelzprozessen, die „Roboterisierung“ von GießvorgĂ€ngen, sind sĂ€mtlich ohne steuernde Elektronik nicht denkbar, weshalb ihr der Rang einer Hilfswissenschaft der Metallurgie zukommt.

Mit speziellem Bezug auf das Gießereiwesen verdienen Formherstellung, Schmelzebehandlung durch Wegnahme unerwĂŒnschter und HinzufĂŒgung erwĂŒnschter Eigenschaften sowie die Beeinflussung der Erstarrung der Schmelzen in der Gießform, die Bezeichnung Hilfswissenschaft.cite-ref-158[158] Weiteres Beispiel die Modellbautechnik mittels erodierender, frĂ€sender sowie als CNC-Technik bezeichneter Verfahren, die es möglich machen, von der Zeichnung direkt zu ausgefrĂ€sten oder schichtenweise pulvermetallurgisch aufgespritzten Modellen oder bereits abgießbaren Formen fĂŒr Prototypen zu gelangen, die dann besonders fĂŒr Kleinserien vorteilhaft sind. Die auf diese Weise mit geringem Zeitaufwand zu gewinnenden Erkenntnisse verkĂŒrzen die Spanne von der Zeichnung bis zur Herstellung der endgĂŒltigen Dauerform und dem Anlaufen der Großserie.

FĂŒr im Druckgießverfahren in Dauerformen hergestellte Teile aus Nicht-Eisen-Legierungen hat sich eine weitere Hilfsindustrie entwickelt: Man benötigt in ihren Festigkeitseigenschaften optimierte WerkzeugstĂ€hle, die eine im fĂŒnfstelligen Bereich liegende Zahl von AbgĂŒssen ermöglichen. Die Formen sind im Prozessablauf nicht nur dem unmittelbaren Angriff des zugefĂŒhrten flĂŒssigen Metalls ausgesetzt, sondern erfahren ĂŒber die Erstarrungsphase hinweg bis zur Entnahme des Teils einen taktbestimmten Temperaturwechsel von bis zu 500 °C. Speziell entwickelte „Dauerformschlichten“ sind Erzeugnisse, die mit moderner, automatisierter SprĂŒhtechnik als feiner Überzug aufgetragen werden und die Formen schĂŒtzen. Je nach Zusammensetzung beeinflussen sie auch den Verlauf der Erstarrung. Grundprinzip jeder Dauerformschlichtung ist es, dass schwarze Schlichten WĂ€rme abfĂŒhren und damit eine schnelle Erstarrung und feinkristallines GefĂŒge bewirken. Eine weiße Schlichtung wirkt isolierend, verzögert die Erstarrung, begĂŒnstigt die Nachspeisung und fĂŒhrt zu höherer Dichtigkeit, aber auch zu gröberer Kristallisation.

Eine besondere Technik verlangt die Formherstellung fĂŒr Feinguss. Die Gussmodelle werden hierzu aus Wachs oder Kunststoff hergestellt, mit einer keramischen Schale ummantelt. Das Modell wird in einem zweiten Schritt ausgeschmolzen oder ausgebrannt und danach der verbliebene, modellgetreue Hohlraum abgegossen. FĂŒr Legierungen mit niedrigem Schmelzpunkt (Zinn) werden Dauerformen mit temperaturresistentem und formgebend aufgetragenem Chlorkautschuk hergestellt, eine Methode, mit der feinste Details der Vorlage wiedergegeben werden können.

Sehr große Fortschritte gibt es bei der Herstellung von Formen fĂŒr Sandguss, die heute fĂŒr Serienfertigung, speziell im Motorenbau, nur noch in vollautomatisch arbeitenden Anlagen erfolgt. Bei den hier benötigten Formstoffbindemitteln war das Kunstharz verwendende Croning-Verfahren vor 50 Jahren ein Schrittmacher, heute setzen die Gießereien als Bindemittel fĂŒr Formen und Kerne zwar immer noch spezielle Kunstharze ein, geben aber zunehmend umweltfreundlicheren Bindersystemen den Vorzug, beispielsweise solchen auf Wasserglasbasis. Auch dies ist dem gießereitechnischen Sektor der Metallurgie zuzuordnen.

Zu den meistgenutzten Helfern auf dem breit gefĂ€cherten Feld der Metallurgie zĂ€hlen noch – in ErgĂ€nzung der Analytik – die verschiedenen PrĂŒfverfahren. UrsprĂŒnglich waren diese rein mechanischer Art. Eines der Ă€ltesten Verfahren ist hierbei die DehnungsprĂŒfung an genormten ProbestĂ€ben, so genannten ZerreißstĂ€ben. Daneben wurden Kerbschlagwiderstand und BrinellhĂ€rte geprĂŒft.

Die thermische Analyse (TA) zeigt GefĂŒgezustand und die Auswirkung gefĂŒgebeeinflussender Elemente. Bei Aluminium-Silicium-Legierungen sind dies Natrium, Strontium, Phosphor, Antimon.

Hoch beanspruchte Gussteile werden heute zunehmend zerstörungsfrei mit Hilfe elektronischer Methoden – Techniken aus der Medizin ĂŒbernehmend – vor der Auslieferung an die Abnehmer mittels Röntgen oder in dessen Erweiterung mittels Computertomographie (CT) zwei- wie auch dreidimensional ĂŒberprĂŒft.cite-ref-159[159] Hierunter fĂ€llt auch InlineCT (Scannen).cite-ref-160[160] Auch mittels Sonographie und MRT (Magnetresonanz) werden Gussteile kontrolliert. Lineare Ultraschall-FehlerprĂŒfgerĂ€te mit „Phased-Array-Technik,“ stationĂ€r oder tragbar, können beispielsweise jĂ€hrlich 100.000 t Rundbarren aus Aluminium mit Durchmessern von 130 mm bis 310 mm auf HomogenitĂ€t prĂŒfen, aber auch GussstĂŒcke auf Fehler, wie EinschlĂŒsse, Poren, Lunker, sogar nicht exakte SchweißnĂ€hte.cite-ref-161[161] WerkstoffprĂŒfung und das Spezialgebiet der „Schadensanalyse an metallischen Bauteilen“cite-ref-162[162] greifen hier ineinander.

Alle genannten Gebiete umschließt die TĂ€tigkeit der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Materialkunde e. V. (DGM), die mit universitĂ€ren Fachbereichen – wie der fĂŒr weiterfĂŒhrende Erkenntnisse unverzichtbaren Metallkunde – und FachverbĂ€nden [Verband der EisenhĂŒttenleute, Verband der Gießereifachleute (VDG), Gesellschaft der MetallhĂŒtten- und Bergleute (GDMB) sowie dem Deutschen Kupfer-Institut (DKI)] Forschung, Fortbildung und Praxis zusammenfĂŒhrt.

Metallurgie und Umweltschutz

Obwohl ohne die moderne Analytik nicht denkbar, muss der Umweltschutz mit seinen Forderungen besonders hervorgehoben werden, denn im umweltbewussten 21. Jahrhundert sind beide die Stellung und Lösung des Problems zugleich. Lange fanden sich die Betriebe damit ab, dass metallurgische TĂ€tigkeit in einem gewissen Ausmaß umweltbelastend sein kann und im wörtlichen wie ĂŒbertragenen Sinne von der Mehrheit als „heiß und schmutzig“ angesehen wird.

Die Analytik hat daher ĂŒber das hinaus, was metallurgisch von ihr verlangt wird, wichtige zusĂ€tzliche Aufgaben zu erfĂŒllen, denn nur sie erlaubt die qualitative und quantitative Bestimmung der an faktisch alle metallurgischen Prozesse gebundenen Emissionen bis in den Nano- und Piko-Bereich. Damit bietet sie die Möglichkeit, sei es primĂ€r durch verfahrenstechnische Verbesserungen oder diesen nachgeschaltet, mit Hilfe eines sich nur der Emissionsbegrenzung widmenden neuen Industriezweiges Lufttechnik den Forderungen nach Abgasverringerung und Luftreinhaltung zu entsprechen.

Nicht nur die Luft, auch das Abwasser metallurgischer Anlagen muss sich einer Behandlung unterziehen, die alle schĂ€dlichen Stoffe eliminiert. PrimĂ€rbleihĂŒtten mĂŒssen dies wegen der Schadstoffe Blei und prozessbedingter Sulfate besonders beachten.cite-ref-163[163]

Solange keine der ökonomischen Bedeutung der Metallurgie – als wichtige, mitbestimmende Grundlage unserer LebensumstĂ€nde – angemessene, sichere Energieversorgung zur VerfĂŒgung steht, das Angebot an Energie sich entgegen dem Bedarf verringert und verteuert und die vielfĂ€ltige metallurgische Leistung bei der Erstellung eines Kernkraftwerks (Atomkraftwerks) nicht mehr anerkannt wird, bleibt lediglich die Steigerung der Effizienz bei den herkömmlichen thermischen Energien als Zwischenlösung. Dies erfolgt im Zuge fortwĂ€hrender Entwicklung durch Erhöhung des Nutzungsgrades der eingesetzten Brennstoffe, gleich ob in großen Heizkraftwerken, oder individuell betriebenen Anlagen und fallweise sogar unter Nutzung bei chemischen Reaktionen anfallender ProzesswĂ€rme (exothermer Prozessablauf). FĂŒr die Industrie bedeutet das eine prozessgerecht automatisierte Steuerung der Brenner, die maximale Nutzung zugefĂŒhrter Heizenergie (Regenerativfeuerung) und nicht zuletzt die Reduzierung von WĂ€rmeverlusten durch verbesserte Isolation, ferner die Nutzung der AbwĂ€rme von Großanlagen (Fernheizung). Vieles ist bereits verwirklicht oder geht der Verwirklichung entgegen. Rostrote Kaminabgase (NOX-Verbindungen), wie sie bei chemischen Prozessen entstehen können, sind Vergangenheit.

Beim Recycling von Kunststoffen („Plastik“) oder kunststoffbeschichtetem Metall (Aluminiumdosen) können alle organischen Anteile in einem pyrolytischen Verfahren erfasst werden. In ihrer Gasphase dienen sie entweder als direkt zufĂŒhrbarer EnergietrĂ€ger (Brennstoff) oder sie werden mittels fraktionierender Destillation zur Wiederverwendung getrennt und je nach Beschaffenheit als wertvolle Rohstoffe in ProduktionskreislĂ€ufe zurĂŒckgefĂŒhrt.

Soweit solche Verfahren aus betrieblich (noch) gegebenen UmstĂ€nden nicht in Frage kommen, werden jedenfalls zwei Bereiche heute durchgehend erfasst: Gasförmige und staubförmige Emissionen. Gasförmige durchlaufen zumindest eine abbindende, neutralisierende, zumeist alkalisierende NasswĂ€sche (VenturiwĂ€scher, oder ein ihm verwandtes System, beispielsweise die „Ringspaltwaschanlage“ bei Chloride und Phosphide enthaltenden Abgasen in Aluminiumgießereien), die nicht durch bloße AbkĂŒhlung niedergeschlagen werden können (siehe HĂŒttenrauch). Die ausgefĂ€llten oder ausgefilterten RĂŒckstĂ€nde werden verwertet oder geordnet entsorgt.

Metallurgische StĂ€ube können in Gewebefiltern nur kalt gesammelt werden, was in der Praxis die Vorschaltung eines KĂŒhlers bedingt. Heiße StĂ€ube (Kupolofenentstaubung, Lichtbogenentstaubung) werden trocken durch Elektrofilter erfasst oder mittels vorgeschalteter Nassabscheidung in Abluftreinigungsanlagen behandelt, die mit Durchsatzmengen von 100.000 mÂł pro Stunde heute keine EinzelfĂ€lle mehr sind. Das getrocknete Filtrat unterliegt einer gesetzlich bestimmten Verwertungspflicht, die aber hĂ€ufig, die Vorkosten verringernd, an der Anfallstelle erfolgen kann. Ein Beispiel sind aus den Abgasen von Kupolöfen herausgefilterte metallische StĂ€ube, die durch Injektion in die Schmelzen zurĂŒckgefĂŒhrt werden können.

Nicht weniger wichtig ist die Verwertung entsprechend aufbereiteter, durch besondere Behandlung weitgehend entmetallisierter, metallurgischer KrĂ€tzen. Es ist nicht zutreffend, sie als Abfallprodukte bei der Produktion von Metallschmelzen zu werten, ebenso wie Schlacken. Alle unterliegen der REACH-Verordnung. Je nach Zusammensetzung können sie indessen zu erneutem Einsatz als Oxidationsschutz (Abdeckung) in Schmelzöfen oder auch als „FĂŒller“, sogar als Belag („Pflaster“) im Straßenbau geeignet sein. PrĂ€zise Analytik ist auch hier die Voraussetzung, solche „AbfĂ€lle“ richtig einzuordnen und ĂŒber ihre Verwertbarkeit zu entscheiden.

Noch auf einem weiteren Gebiet treffen sich Metallurgie und Umweltschutz. Bekannt ist die Sanierung der in der DDR durch den Uranabbau fĂŒr die Sowjetunion entstandenen UmweltschĂ€den (Halden, Schlammteiche). Unter Tage mĂŒssen die aufgelassenen Stollen gesichert werden, sei es durch VerfĂŒllen oder Vermauern. Wenn es keine Umweltgefahren mit sich bringt, können Abraum- und Schlackenhalden auch begrĂŒnt werden und landschaftsgestaltend wirken. Im Braunkohletagebau ist Rekultivierung nach Auskohlung verbreiteter Standard, in Ostdeutschland wird es seit 1990 nachgeholt. Die Rekultivierung – und damit gleichzeitig ein Schutz vor Auslaugung mit der Folge einer KaliĂŒberfrachtung von GewĂ€ssern – wird auch bei den in Hessen und ThĂŒringen besonders auffallenden Halden aus dem Abbau von kali- und magnesiumhaltigen Salzen mit erheblichem Aufwand versucht. An anderen Stellen ist die Natur in der Lage, selbst die „Wunden zu heilen“. Im Eisenerzabbau wurde bis ins 20. Jahrhundert manche ausgebeutete Grube sich selbst ĂŒberlassen und nur die das inzwischen lĂ€ngst wieder bewaldete GelĂ€nde hĂŒgelig verformenden Pingen (GrubeneinbrĂŒche) bezeugen die ehemalige Erzgewinnung.

Namhafte Metallurgen

Nach nur wenigen historischen VorlÀufern wurde die Metallurgie vor allem in den letzten 200 Jahren von mehreren namhaften Wissenschaftlern entscheidend weitergebracht. Dazu gehören vor allem:

Historisch

‱ Gaius Plinius Secundus (ca. 23–79 n. Chr.): Naturalis historia
‱ Georgius Agricola (1494–1555): de re metallica

Eisenbezogen

‱ Adolf Ledebur (1837–1906): „Handbuch der EisenhĂŒttenkunde“
‱ Wilhelm Borchers (1856–1925): „Elektrometallurgie“
‱ Eugen Piwowarsky (1891–1953): „Der Eisen- und Stahlguß“; „hochwertiges Gußeisen“
‱ Henry Bessemer (1813–1898): Erfinder des Blasstahlverfahrens (Bessemer-Birne, sauer)
‱ Sidney Thomas (1850–1885), Percy Gilchrist (1851–1935): Thomasbirne, basisch
‱ Pierre-Émile Martin (1824–1915): Regenerativheizung (Siemens-Martin-Stahl)

Nichteisenmetalle

‱ Hans Christian Oersted (1777–1851), Friedrich Wöhler (1800–1882), Robert Bunsen (1811–1899), Henry Saint-Claire Deville (1818–1881): Aluminiumdarstellung
‱ Charles Martin Hall (1863–1914), Paul HĂ©roult (1863–1914): Schmelzflusselektrolyse des Aluminiums
‱ Alfred Wilm (1869–1937), Aladár Pácz (1882–1938): Entwicklung von Aluminiumlegierungen
‱ Gustav Pistor: Direktor der Elektronwerk GmbH, Frankfurt-Griesheim, Förderer und Entwickler von Magnesiummetall und seinen Legierungen fĂŒr industrielle Zwecke
‱ Wilhelm Borchers (1856–1925): Kupfer

Lehrer und Forscher

‱ Adolf Ledebur (1837–1906): EisenhĂŒtten- und Gießereikunde (Ledeburit)
‱ Bernhard Osann (1862–1940): EisenhĂŒttenkunde („Lehrbuch der Eisen- und Stahlgiesserei“)
‱ Alfred von Zeerleder (1890–1976): („Technologie der Leichtmetalle“)
‱ Eugen Piwowarsky (1891–1953): EisenhĂŒttenkunde („Hochwertiges Gusseisen“)
‱ Wilhelm Borchers (1856–1925): Elektrometallurgie
‱ Karl Karsten (1782–1853): HĂŒttenwesen
‱ Eduard Maurer (1886–1969): EisenhĂŒttenkunde, Erfinder des „V2A“ und „V4A“ Stahles
‱ Joachim KrĂŒger (1933–2025): Nichteisenmetallurgie

Experten der Gegenwart

‱ Siegfried Hecker (* 1943): Plutonium

Konferenzen

European Metallurgical Conference (EMC)

Die European Metallurgical Conference (EMC) ist die wichtigste metallurgische Konferenz im Bereich der NE-Metalle in Deutschland und Europa. Hier treffen sich – seit dem Start 2001 in Friedrichshafen – alle zwei Jahre die fĂŒhrenden Metallurgen der Welt. Neben dem Erfahrungsaustausch geht es auch um Umweltschutz, Ressourceneffizienz und politisch-rechtliche Angelegenheiten. Die Veranstaltung wird von der GDMB Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e. V ausgerichtet.cite-ref-164[164]

Herangezogene Literatur

Lexika

‱ Meyers Konversations-Lexikon. 5. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1897.
‱ Josef Bersch (Hrsg.): Lexikon der Metalltechnik. A. Hartlebens Verlag, Wien 1899 (Handbuch fĂŒr alle Gewerbetreibende und KĂŒnstler auf metallurgischem Gebiete).
‱ Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): GĂŒnther Drosdowski und andere (Bearb.): Der Große Duden in 10 BĂ€nden. Bd. 7: Duden Etymologie. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache. Nachdruck der Ausgabe von 1963, bearb. von: Paul Grebe, Bibliographisches Institut/Dudenredaktion, Mannheim 1974, ISBN 3-411-00907-1 (In FortfĂŒhrung der „Etymologie der neuhochdeutschen Sprache“ von Konrad Duden).
‱ Der neue Brockhaus: Lexikon und Wörterbuch in 5 Bd. und einem Atlas. 5., völlig neubearb. Auflage. Brockhaus Verlag, Wiesbaden 1975, ISBN 3-7653-0025-X.
‱ Johannes Klein (Bearb.): Herder-Lexikon: Geologie und Mineralogie. 5. Auflage. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 1980, ISBN 3-451-16452-3 (mehrteiliges Werk).
‱ JĂŒrgen Falbe, Manfred Regitz (Hrsg.): Römpp-Chemie-Lexikon. 9., erw. und neubearb. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1995–1995, ISBN 3-13-102759-2 (mehrteiliges Werk, insgesamt 6 BĂ€nde).
‱ Ernst Brunhuber, Stephan Hasse: Gießerei-Lexikon. 17., vollst. neu bearb. Auflage. Schiele & Schön Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-7949-0606-3.
‱ Hermann Kinder, Werner Hilgemann: dtv-Atlas zur Weltgeschichte. Von den AnfĂ€ngen bis zur Gegenwart. Orig.-Ausgabe. dtv, MĂŒnchen 2000, ISBN 3-423-03000-3 (Sonderausgabe des im dtv in zwei BĂ€nden 1964 und 1966 erstmals erschienenen dtv-Atlas Weltgeschichte).
‱ Ekkehard Aner: Großer Atlas zur Weltgeschichte. 2. Auflage. Erw. Ausg. des Standardwerks von 1956. Westermann Verlag, Braunschweig 2001, ISBN 3-07-509520-6.
‱ Microsoft Encarta EnzyklopĂ€die Professional 2003 auf DVD. Elektronische, multimediale EnzyklopĂ€die.

Fachliteratur

‱ Hermann Ost: Lehrbuch der chemischen Technologie. 21., von B. Rassow bearbeitete Auflage, JĂ€necke Verlag, Leipzig 1939 (Kapitel „Metallurgie“).
‱ Alfred von Zeerleder: Über Technologie der Leichtmetalle. 2. Auflage. Verlag des Akademischen Maschinen-Ingenieur-Vereins an der E. T. H. ZĂŒrich, 1951.
‱ Hans Schmidt: Das Gießereiwesen in gemeinfasslicher Darstellung. 3., umgearb. u. erw. Auflage. Gießerei-Verlag, DĂŒsseldorf 1953.
‱ Hans Riedelbauch: Partie- und Chargenfertigung in betriebswirtschaftlicher Sicht. In: ZfhF – Zeitschrift fĂŒr handelswissenschaftliche Forschung. Westdeutscher Verlag, Köln u. a., Heft 9, 1959, S. 532–553.
‱ Ernst Brunhuber: Schmelz- und Legierungstechnik von Kupferwerkstoffen. 2., neubearb. Auflage. Schiele & Schön Verlag, Berlin 1968.
‱ Gesamtverband Deutscher Metallgiessereien (Hrsg.): Guss aus Kupfer und Kupferlegierungen, Technische Richtlinien. DĂŒsseldorf / Berlin 1982, DNB 821020889.
‱ Mervin T. Rowley (Hrsg.): Guss aus Kupferlegierungen. Schiele & Schön, Berlin 1986, ISBN 3-7949-0444-3 (engl. Originaltitel: Casting copper base alloys).
‱ DKI-Workshop. Deutsches Kupfer-Institut, Berlin (Schriftenreihe; TagungsbĂ€nde – unter anderem 1993, 1995).
‱ A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.
‱ Hans Joachim MĂŒller: Handbuch der Schmelz- und Legierungspraxis fĂŒr Leichtmetalle. Schiele & Schön, Berlin 1977, ISBN 3-7949-0247-5.

Sonstige Quellen

‱ Verein Deutscher Gießereifachleute (Hrsg.): Gießerei-Kalender. Gießerei-Verlag, DĂŒsseldorf 1971 u. Folgejahre, ISSN 0340-8175. (erscheint jĂ€hrlich; ab 1999 unter dem Titel Giesserei-Jahrbuch).
‱ FachzeitschriftenjahrgĂ€nge: Aluminium, Gießerei, Erzmetall/World of Metallurgy, Giesserei-Rundschau.
‱ Sol & Luna. Degussa-Eigenverlag, 1973.
‱ G. Ludwig, G. Wermusch: Silber: aus der Geschichte eines Edelmetalls. Verlag die Wirtschaft, Berlin 1988, ISBN 3-349-00387-7.
‱ Auf den Spuren der Antike. H. Schliemanns Berichte, Verlag der Nation, Berlin 1974, DNB 750161906.
‱ Stahl-Informationszentrum, DĂŒsseldorf (Hrsg.): Faszination Stahl. Heft 13, 2007.
‱ Google Web-Alerts fĂŒr: „Weltproduktion an Metallen“. (unregelmĂ€ĂŸig erscheinende Berichte)
‱ Hans-Gert Bachmann: FrĂŒhe Metallurgie im Nahen und Mittleren Osten. Chemie in unserer Zeit, 17. Jahrg. 1983, Nr. 4, ISSN 0009-2851, S. 120–128.

WeiterfĂŒhrende Literatur

‱ A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.
‱ Eugen Piwowarsky: Hochwertiges Gusseisen. Berlin 1951/1961, DNB 453788181.
‱ Endbericht Nachhaltige Metallwirtschaft NMW. (Erörterungen, Zahlen, Tabellen am Beispiel Hamburg).
‱ F. Oeters: Metallurgie der Stahlherstellung. Springer u. a., Berlin 1989, ISBN 3-540-51040-0.
‱ Heinz WĂŒbbenhorst: 5000 Jahre Gießen von Metallen. Gießerei-Verlag, DĂŒsseldorf 1984, ISBN 3-87260-060-5.
‱ NE-Metall-Recycling-Grundlagen und Aktuelle Entwicklungen. Schriftenreihe der GDMB, Heft 115, 2008, ISBN 978-3-940276-11-7.
‱ Oettel, Heinrich, Schumann, Hermann: Metallographie. 15. Auflage. Weinheim, ISBN 978-3-527-32257-2
‱ Recycling von Kupferwerkstoffen. BroschĂŒre des DKI, www.kupferinstitut.de.
‱ Stahl – vom Eisenerz zum Hightech-Produkt. DVD ĂŒber www.stahl-info.de.
‱ Stefan Luidold, Helmut Antrekowitsch: Lithium – Rohstoffgewinnung, Anwendung und Recycling. In: Erzmetall. 63, Nr. 2, 2010, S. 68 (Abdruck eines Vortrags, gehalten anlĂ€sslich des 44. Metallurgischen Seminars des Fachausschusses fĂŒr metallurgische Aus- und Weiterbildung der GDMB.)
‱ Silber, aus der Geschichte eines Edelmetalls. siehe Abschnitt „Sonstige Quellen“.
‱ V. Tafel: Lehrbuch der MetallhĂŒttenkunde. BĂ€nde I–III, S. Hirzel, Leipzig.
‱ „The world of die-casting“: FĂŒnf BeitrĂ€ge zur aktuellen Druckgußtechnik, Giesserei Rundschau, Fachzeitschrift der Österreichischen Giesserei-Vereinigungen, Jg. 60, Heft 7/8, 2013.
‱ Wilhelm Weinholz: Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den KĂŒnsten und Gewerben gebrĂ€uchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper. Helwing, Hannover 1830, Digitalisat.

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: Metallurgie

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Literatur zum Schlagwort Metallurgie im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Institute

‱ IME Aachen / Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling.
‱ Fachgruppe Metallurgie und Werkstofftechnik RWTH Aachen.
‱ IfG Institut fĂŒr Gießereitechnik e. V.
‱ MontanuniversitĂ€t Leoben. Department Metallurgie. Lehrstuhl fĂŒr Nichteisenmetallurgie.
‱ Lehrstuhl fĂŒr Giessereikunde. MontanuniversitĂ€t Leoben.
‱ UniversitĂ€t Duisburg; Institut fĂŒr angewandte Materialtechnik.
‱ Technische UniversitĂ€t Bergakademie Freiberg.
‱ Technische UniversitĂ€t Clausthal (Harz).
‱ Max-Planck-Institut fĂŒr Eisenforschung.

Weitere Links

‱ MontanuniversitĂ€t Leoben.
‱ Verein deutscher Giessereifachleute VDG.
‱ GDMB Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e. V.
‱ Verein Deutscher EisenhĂŒttenleute VDEh.
‱ Informationen ĂŒber Stahl fĂŒr Metallografen.
‱ Wirtschaftsvereinigung Metalle.
‱ Gesamtverband der Aluminiumindustrie.
‱ Deutsches Kupferinstitut (DKI), DĂŒsseldorf.
‱ Deutsche Gesellschaft fĂŒr Materialkunde e. V.
‱ Rohstoffpreise fĂŒr Industriemetalle.

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Vergleiche hierzu auch Chirurg, einer der etwas mit seinen HĂ€nden vollbringt.
cite-note-22. ↑ WeiterfĂŒhrendes: Zedlersches Lexikon. Bd. 20, 1739/1740, Spalte 1255. Artikel Metallurgie. Ferner zum Bedeutungswandel von mĂ©tallon: in Liddell/Scotts Wörterbuch sowie unter mĂ©tallurgie in Dictionnaire de l’AcadĂ©mie française
cite-note-33. ↑ Es gibt auch den selten gebrauchten, gleichbedeutenden Begriff Kupfersteinzeit fĂŒr die frĂŒheste Phase der Kupferzeit.
cite-note-44. ↑ Jens Gutzmer: Geometallurgie – warum Metallurgen mit Geowissenschaftlern kommunizieren sollten. In: Erzmetall, 2014, 67, Nr. 1, S. 54; ISSN 1613-2394, GDMB Verlag
cite-note-55. ↑ U. a. Wirtschaftsnachricht in FAZ, Nr. 174, 2008.
cite-note-66. ↑ Wirtschaftsnachricht in FAZ, Nr. 214, 2008.
cite-note-77. ↑ Zitierung des PrĂ€sidenten des Oberbergamts Freiberg im Rahmen eines Beitrags (gez. PS. Dresden) „Rampenschlag“ fĂŒr ein neues Bergwerk im Erzgebirge. In: FAZ, 8. November 2010, S. 16.
cite-note-81. FAS 18. Dezember 2011, S. 71.
cite-note-99. ↑ „Rot wie Blut, grĂŒn wie Kupfer“ (Ulf von Rauchhaupt) und „Wie wir ungleich geworden sind.“ (Tilman Spreckelsen), zwei gut bebilderte BeitrĂ€ge mit einer Karte zur Ausbreitung der Metallurgie in Europa, siehe NĂ€heres in FAS Nr. 7 vom 20. Februar 2011, S. 58/59 und im FAZ-Archiv.
cite-note-1010. ↑ „Der Herr der tönernen Heerscharen“, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16. Mai 2013, S. 65
cite-note-1111. ↑ Zwar wird Chalkos synonym fĂŒr Bronze und Kupfer benutzt, Funde haben aber gezeigt, dass zumindest regional fĂŒr GegenstĂ€nde, die zuerst aus reinem Kupfer gefertigt wurden (Leitfund: Kupferbeile), relativ bald wegen der grĂ¶ĂŸeren HĂ€rte etwa ab 2500 v. Chr. Bronze als nĂŒtzlicher erkannt wurde. Vermutlich waren die ersten Bronzen eine Zufallsentdeckung, indem Zinnerz und Kupfererz zusammen erhitzt wurden.
cite-note-122. Timo Habdank, Miriam Kiefer, Klaus Lange, Sabrina Widmann: Thema: Erde und Feuer: Roheisengewinnung aus Bohnerz mit dem Rennofen. (PDF) Staatliches Seminar fĂŒr Didaktik und Lehrerbildung Reutlingen (Realschulen), Kurs 25, 10. Dezember 2008, rs.seminar-reutlingen.de
cite-note-1313. ↑ Werner Surbeck: Die Energiepreisschere. In: FAZ, 3. August 2013, S. 13.
cite-note-1414. ↑ Erzmetall. Band 61, Nr. 3, 2008.
cite-note-1515. ↑ Solar World erhĂ€lt Aufsuchungsrechte fĂŒr Lithium in Economics, Technology and Science, In: Erzmetall, 2011, 64, Nr. 3, S. 181.
cite-note-1616. ↑ Karl Nienhaus, Fiona Mavroudis, Mathias Pankert: Wirtschaftliche und ökologische Folgen der globalen Marktentwicklung der Seltenen Erden. In: Erzmetall, 2012, 65, Nr. 2, S. 126 (Originaltext englisch).
cite-note-1717. ↑ FAZ Nr. 234, 8. Oktober 2011.
cite-note-1818. ↑ „Chinas Politik macht seltene Erden teuer“, Bericht der F.A.Z. in Nr. 144 vom 24. Juni 2011, S. 27.
cite-note-1919. ↑ FAZ, 3. Juli 2011, Nr. 153, S. 22 Bedeutender Fund von seltenen Erden auf dem Meeresboden (nahe Hawaii); ferner FAZ, 20. Juli 2011, Nr. 166, S. N2: Uta Bilow „Begehrte Metalle im Tiefseeschlamm.“.
cite-note-2020. ↑ „Seltene Erden sollen hĂ€ufiger werden“, „FAZ“ Nr. 168, 21. Juli 2012, S. 20.
cite-note-2121. ↑ „Seltene Erden in Deutschland bestĂ€tigt“, Franz Nestler in FAZ Nr. 27 vom 1. Februar 2013, S. 19
cite-note-2222. ↑ FAZ – Wirtschaftsmeldung, Heft 70/wo13, S. 24
cite-note-2323. ↑ „MerkwĂŒrdige Metalle“, Ulf v. Rauchhaupt, FAZ v. 27. Jan. 2013, S. 51.
cite-note-2424. ↑ Elemente der Nummern 57–64 des periodischen Systems.
cite-note-2525. ↑ A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.
cite-note-2626. ↑ „Verborgene Hausse bei Seltenen (sic!) Erden“, bes.London in FAZ Nr. 305/2010, S. 21.
cite-note-2727. ↑ Judith Lembke: Vergeudete SchĂ€tze. In: FAZ Nr. 27 vom 1. September 2011, S. 11.
cite-note-2828. ↑ Economics. In: Erzmetall, Heft 1/2015.
cite-note-2929. ↑ FĂŒr eine Tonne Rohaluminium werden 4 t Bauxit, 0,5 t Kohle, aber 15.000 kWh elektrische Energie benötigt.
cite-note-3030. ↑ Berichte zum „Goslarer Tag der Metallurgie“. In: Erzmetall, 2012, 65, Nr. 2, S. 69.
cite-note-3131. ↑ Einen sehr informativen Vergleich der Herstellungsverfahren fĂŒr PrimĂ€rmagnesium gibt Michael Stelter u. a. in: Erzmetall World of Metallurgie, 2011, Jahrgang 64, Nr. 3, S. 151
cite-note-3232. ↑ aus „Editorial“ von Eric Becker, in „Erzmetall, World of Metallurgy“, Heft 5/2013, S. 245
cite-note-blei-r-merreich-3333. ↑ Damals (ein periodicum) 9/97, S. 33, Josef Eisinger (Physiologe, Biophysiker): Im antiken Rom wurde dem Wein Blei zugesetzt und rief typische Krankheiten hervor. Das wirkte sich umso mehr aus, als ab der Kaiserzeit das Trinken von Wein in allen Schichten ĂŒblich war.
cite-note-3434. ↑ Google alerts – Wirtschaftsdatendienst
cite-note-3535. ↑ press release vom 27. Dezember 2011. In: Erzmetall, 65/2012, Nr. 1, S. 13.
cite-note-3636. ↑ Aluminiumlegierung und Magnesiumlegierung werden in einem GussstĂŒck zonenweise eingesetzt, um Gewicht zu sparen. Eine Variante benutzt bei Motorenguss ein so genanntes „Insert“ (Einsatz) aus ĂŒbereutektischer Aluminium-Silizium-Legierung, das der thermischen Beanspruchung genĂŒgt, und fĂŒllt danach die ĂŒbrige Form gewichtssparend mit Magnesium.
cite-note-3737. ↑ dpa-Meldung in der FAZ vom 14. August 2015: Airbus setzt auf 3D-Druck ‱ Flugzeugteile aus dem Drucker.
cite-note-3838. ↑ Berichte zum „Goslarer Tag der Metallurgie“, u. a.: K. Hanusch: Metallurgie im Wandel- von der Vergangenheit in die Zukunft. Band 61, Nr. 2, 2008, ISSN 1613-2394, S. 69 (Beispiele BleihĂŒtte Oker, ZinkhĂŒtte Harlingerode).
cite-note-3939. ↑ Siehe „technology“. In: Erzmetall, Band 65/2012, Nr. 1, S. 12 (press release), 19. Januar 2012.
cite-note-gie-erei-lexikon-4040. ↑ Stephan Hasse: Gießerei Lexikon. 17. Auflage. Schiele & Schoen, Berlin 2000, ISBN 3-7949-0606-3.
cite-note-4141. ↑ Dazu ausfĂŒhrlicher in: Gemeinfassliche Darstellung des EisenhĂŒttenwesens. Verband deutscher EisenhĂŒttenleute, DĂŒsseldorf.
cite-note-4242. ↑ Die Trimet AG in Essen, 2010 Erzeuger von 500.000 t Aluminium, als PrimĂ€rerzeuger und bedeutender Recycler, sieht hier laut einem Bericht der FAZ vom 17. September 2011, Nr. 217, S. 117, TRIMET hofft auf eine höhere Nachfrage nach Aluminium, bis 2020 einen Bedarf von einer Million Tonnen.
cite-note-4343. ↑ TRIMET gibt nach Zukauf eines Werks in Frankreich fĂŒr 2012/13 eine Produktion von 640.000 t an. Die norwegische HYDRO Aluminium investiert in Grevenbroich 150 Millionen € fĂŒr eine Aufstockung der Walzwerksleistung von 50.000 auf 200.000 t. Zwei Presseinformationen. In: Erzmetall, 2/2014, siehe Economics, S. 68 und 69.
cite-note-4444. ↑ Siehe dazu unter Fußnote 17.
cite-note-4545. ↑ Georg Fischer AG. Abgerufen am 18. Februar 2015.
cite-note-4646. ↑ Dieser aus der chemischen Metallurgie kommende Begriff sollte nicht mit dem historiegeprĂ€gten der Kupfersteinzeit verwechselt werden.
cite-note-4747. ↑ Siehe Niedriglegierte Kupferwerkstoffe, Informationsdruck i8 des DKI.
cite-note-4848. ↑ Kartusch- oder Kartuschenmessing wird fĂŒr GeschosshĂŒlsen jeder Art und GrĂ¶ĂŸe, die außer dem Geschoss selbst auch die Treibladung enthalten verwendet.
cite-note-4949. ↑ A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 432.
cite-note-5050. ↑ Ressourceneffiziente Gießtechniken im Zinkdruckguss, Sabina Grund, in Giesserei-Rundschau, Wien, Jhg. 63 Heft 11/12 2018
cite-note-5151. ↑ Siehe Vortrag auf dem Internationalen Deutschen Druckgußtag 2016, Wiedergabe in Giesserei-Rundschau, Wien, Jhg. 63, Heft 3/4, ferner zum Thema: Ulrich Schwab: Zinkdruckguss im Automobil. In: Giesserei Praxis, 6/2012, S. 263. Siehe auch Didier Rollez, Annalisa Pola, Frank Prenger: Zinc alloy family for foundry purposes. In: Erzmetall, 6/2015, S. 354.
cite-note-5252. ↑ K. Weigel, R. Dreyer: Zinkoxid-Produktion, Markt und Anwendungsgebiete. In: Erzmetall. Band 61, Nr. 5, 2008.
cite-note-5353. ↑ Eintrag zu Lithium. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 26. Juni 2014.
cite-note-5454. ↑ Die Angaben zu den weltweit vorhandenen Lithium-Vorkommen und der möglichen Jahresproduktion schwanken jedoch quellenabhĂ€ngig betrĂ€chtlich. Über große Vorkommen soll Bolivien verfĂŒgen.
cite-note-5555. ↑ Siehe, auch zur Vertiefung Stefan Luidold, Helmut Antrekowitsch: Lithium – Rohstoffquellen, Anwendung und Recycling. In: Erzmetall. 63, Nr. 2, 2010, S. 68.
cite-note-5656. ↑ Kobalt aus Afrika fĂŒr deutsche Elektromobile. Wirtschaftsbeitrag in FAZ vom 8. MĂ€rz 2010. Nr. 56, S. 19.
cite-note-5757. ↑ Eintrag zu Beryllium. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 26. Juni 2014. nennt u. a. sogar Verwendung als Moderator in der Reaktortechnik.
cite-note-5858. ↑ Lt. Presseinformation des KTI (Karlsruher Institut fĂŒr Technologie) vom 13. November 2009, wiedergegeben in Erzmetall. 63, Nr. 1, 2010, S. 45.
cite-note-5959. ↑ Rhein-Zeitung vom 22. August 2008.
cite-note-6060. ↑ Erzmetall. Band 61, Nr. 4, 2008.
cite-note-6161. ↑ HERO Premium-Feingussverfahren, TITAL Bestwig.
cite-note-6262. ↑ Aus Technology. In: Erzmetall. 63, Nr. 4, 2010, S. 220.
cite-note-6363. ↑ WINDOWS Life. In: Focus Afrika. Nr. 1, 2008.
cite-note-6464. ↑ „Welt“ ist nicht explizit in der Quelle erwĂ€hnt aber schließbar. „FAZ 20. November 2010“.
cite-note-6565. ↑ RefraktĂ€rmetalle – SchlĂŒsselwerkstoffe fĂŒr die High Tech Industry. In: Erzmetall. Band 61, Nr. 2, 2008. Ferner zum Thema: Gerhard Gille, Andreas Meier In: Erzmetall, 3/2011, S. 123, „Refractory Metals – Materials for Key Technologies and high Tech Applications.“
cite-note-6666. ↑ Bis 1918 wurde in Deutschlands höchstgelegenem Bergwerk unter der Zugspitze molybdĂ€nhaltiges und daher kriegswichtiges Wulfenit oder Gelbleierz bis zur Erschöpfung des Vorkommens abgebaut. Zitiert aus GDMB News. In: Erzmetall, 2/2011, S. XVI.
cite-note-6767. ↑ Erzmetall. Band 61, Nr. 4, 2008. Kommentar: Rio Tinto erwartet ab 2010 aus einer neuen Anlage zur MolybdĂ€ngewinnung eine Jahresproduktion von 4500 kg Rhenium.
cite-note-6868. ↑ Die Markenbezeichnung Osram ist ein Kunstwort aus der ersten Silbe von Osmium und der letzten von Wolfram.
cite-note-6969. ↑ Isabella Milch: Spröder Werkstoff gewinnt ZĂ€higkeit. (PDF; 187 kB) wolframfaserverstĂ€rktes Wolfram. Max-Planck-Institut fĂŒr Plasmaphysik, 27. Mai 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. Juli 2013; abgerufen am 7. Oktober 2013.
cite-note-7070. ↑ Lt. FAZ Wirtschaftsmitteilungen. Nr. 207, 2008.
cite-note-7171. ↑ Lt. FAZ Wirtschaftsmitteilungen. Nr. 193, 2008.
cite-note-7272. ↑ Lt. FAZ Wirtschaftsmitteilungen. Nr. 220, 2008.
cite-note-7373. ↑ Metalle – Motor der Kommunikations- und Energietechnik. In: Erzmetall. Band 61, 2008.
cite-note-faz-2010-11-20-7474. ↑ Hendrik Kafsack: EU wegen knapper Rohstoffe in großer Sorge. In: FAZ vom 20. November 2010, Nr. 271, S. 13. Online-Volltext.
cite-note-7575. ↑ Michael Stelter: Marktentwicklung von Technologiemetallen. In: Erzmetall World of metallurgy, 2014, 67, Heft 1, S. 22; GDMB-Verlag, ISSN 1613-2394. Zum gleichen Thema in der Reihe „Schriften der GDMB“, Heft 133, ISBN 978-3-940276-54-4 „Herstellung und Recycling von Technologiemetallen“
cite-note-7676. ↑ Damit wird die allgemein vertretene Ansicht begrĂŒndet, Silber sei heute weniger den Edelmetallen als den industriell genutzten Metallen zuzuordnen. FAZ, Nr. 8, 2008.
cite-note-7777. ↑ Ein „Handy“ enthĂ€lt zwar nur 24 mg Gold und 9 mg Palladium, aber 2006 wurden davon ĂŒber eine Milliarde verkauft, weiteren Zahlenangaben in Ulrich Grillo: NE-Metallindustrie – ökonomisch und ökologisch wertvoll. In: Erzmetall. Band 61, Nr. 3, 2008, S. 162 (world-of-metallurgy.de [PDF]).
cite-note-7878. ↑ FAZ, 18. Juli 2008. Defizit fĂŒr 2007 um 480.000 Unzen bei weiter steigendem Bedarf und verringertem Angebot.
cite-note-7979. ↑ Laut Börsennotiz stieg im Jahresverlauf 2008 der Preis fĂŒr die Unze (31,1 g) auf > 9500 USD Erzmetall. Nr. 4, 2008.
cite-note-8080. ↑ Exotenmetall Palladium gerĂ€t ins Rampenlicht. In: FAZ, 2. Februar 2013, S. 24-
cite-note-8181. ↑ Laut einer auf mining-technology 4/2010 bezugnehmenden Notiz in; Erzmetall, 2010, 63, Nr. 2, S. 97 untersagt Ungarn auf seinem Staatsgebiet die Cyanidlaugung und will dies im Zuge seiner EU-RatsprĂ€sidentschaft auch europaweit durchsetzen.
cite-note-8282. ↑ FAZ Nr. 8, 2008.
cite-note-8383. ↑ FAZ Wirtschaftsmeldung vom 10. Mai 2010 Nr. 108· S. 15.
cite-note-8484. ↑ GĂŒnther Fleischer: Nachhaltiges Produkt-Design zur Förderung der Verwendung von NE-Metallen. In: Erzmetall. Band 60, Nr. 6, 2007, ISSN 1613-2394, S. 332 f.
cite-note-8585. ↑ Die RWTH Aachen unterhĂ€lt ein damit befasstes „Institut fĂŒr Aufbereitung“.
cite-note-8686. ↑ Georg Rombusch: Editorial. In: Erzmetall, 63/2010.
cite-note-8787. ↑ Erzmetall, 4/2012, „economics“ Presse-Information vom 37. Juni 2012.
cite-note-8888. ↑ "Aurubis nimmt Anlagen von KSR Plus in LĂŒnen offiziell in Betrieb"(nach Presseinformation vom 7. Juli 2011). In: Erzmetall, 2011, 64, Nr. 4, S. 233.
cite-note-8989. ↑ „A new prozess of copper smelting with oxigen enriched bottom blowing technology“, Zhisiang Cui, Dianbang Shen, Zhi Wang, Erzmetall 84/2011, Nr. 5, S. 254.
cite-note-9090. ↑ „KupferhĂŒtte AURUBIS wandelt sich zum Metallkonzern“ – der die Mutter Metallgesellschaft einmal war, s. FAZ vom 28. Dezember 2017, Nummer 300, S. 22.
cite-note-9191. ↑ James E. Hoffmann: The worlds most complex metallurgy revisited. In: Erzmetall. Band 61, Nr. 1, 2008, S. 6 f.
cite-note-9292. ↑ Eine ausfĂŒhrliche Darstellung zum „Recycling von Kupferwerkstoffen“ gibt eine vom Deutschen Kupferinstitut herausgegebene BroschĂŒre.
cite-note-9393. ↑ Ein global tĂ€tiger Erzeuger von PrimĂ€raluminium nennt fĂŒr 2009 eine Steigerung des von ihm allein in Deutschland durch Recycling wiedergewonnenen Metalls um 40 % auf 280.000 t und sagt fĂŒr 2010 sogar eine Million t voraus. Quelle: Presseinterview in FAZ Nr. 214 vom 15. September 2010, S. 14.
cite-note-9494. ↑ Presseinformation der TRIMET AG vom 21. September 2012. In: Erzmetall, 2012, 65, Nr. 6, S. 338.
cite-note-9595. ↑ Dazu auch Georg Rombach, Roja Moderesi, Daniel B. MĂŒller: Aluminium Recycling – Raw Material Supply from a Volume ans Quality Constraint System. In: Erzmetall – World of Metallurgy, 2012, 65, Nr. 3, ISSN 1613-2394.
cite-note-9696. ↑ Eine auf AutomobilrĂ€der spezialisierte Gießerei hat einen tĂ€glichen SpĂ€neanfall von 30 t. Diese werden mit drei speziellen SpĂ€neschmelzöfen und einer gemeinsamen Stundenleistung von 1500 kg FlĂŒssigmetall wieder in die Fertigung zurĂŒckgefĂŒhrt und machen 30 % des Gesamtbedarfs an FlĂŒssigmetall aus. Presseinformation vom 8. MĂ€rz 2010 aus Erzmetall 63, Nr. 3, 2010, S. 161 „Technology“.
cite-note-9797. ↑ Erzmetall. Band 61, Nr. 1, 2008, S. 46.
cite-note-9898. ↑ Lt. FAZ vom 15. Januar 2010, S. 12, meldet eine Wirtschaftsnotiz „Aluminiumschrott wird knapp“. Man bezieht sich auf Angaben des VAR (Verband der Aluminiumrecycler), wonach China seine Schrotteinfuhren aus Europa im Jahr 2009 auf 550.000 t verdoppelt hat.
cite-note-9999. ↑ Erzmetall. Band 61, Nr. 4, 2008 (Presse-Information vom 24. Juni 2008).
cite-note-100100. ↑ Giesserei Rundschau, Wien, 2012, 59. Jahrgang, Heft 9/10, S. 261.
cite-note-101101. ↑ Presseinformation vom 17. November 2015. In: Erzmetall, 1/2016
cite-note-102102. ↑ Erzmetall, 4/2014, S. 188, s. unter „Economics“: Press release NOVELIS vom 11. Juni 2014
cite-note-103103. ↑ Hierzu Beitrag von Michael Schwalbe, „Grundlagen und Möglichkeiten der Verarbeitung von höher kontaminierten Aluminiumschrotten“, Vortrag vor dem Leichtmetallfachausschuss der GDMB am 20. September 2010, abgedruckt in: Erzmetall, Mai/Juni 2011, 64, Nr. 3, S. 157. ISSN 1613-2394
cite-note-104104. ↑ Siehe auch unter Ofentechnik mit dortiger Fußnote zum SIMELT FSM Schaumschlackenmanager.
cite-note-105105. ↑ SinngemĂ€ĂŸ zitiert nach Norbert E. Piret „EAF Dust Processing: Rotary Hearth a Potential Substitute for the Waelz Kiln?“, ERZMETALL 65/2012, Nr. 5, S. 306.
cite-note-106106. ↑ Andreas Jungmann, Andreas Schiffers: Dry processing and High Quality Applications for Steel slag. In: Erzmetall – World of Metallurgy. 63, Nr. 1, 2010, S. 13 f.
cite-note-107107. ↑ Andrzej Chmielarz: Zinc Smelting in Poland – Review of Industrial Operations. Vortrag vom September 2009. In: Erzmetall, 2010, 63, Nr. 3, S. 142.
cite-note-108108. ↑ Outotec Ausmelt(R) Technology for Treating Zinc Residues, St. Creedy und weitere. In: Erzmetall, 4/2013, S. 230
cite-note-109109. ↑ Massimo Mascagni: New Developments in Pb Batteries Recyling: How to Minimize Environmental Impact Reducing Production Costs. In: Erzmetall, 5/2010, S. 252. Ferner: Über elektrolytische Bleigewinnung aus ‚Paste‘ (Batterieschlamm). In: Erzmetall, 1/2012, S. 21. „“.
cite-note-110110. ↑ David N. Wilson: Lead A Bright Future for the Grey Metal. In: Erzmetall, 2011, 64, Nr. 4, S. 196.
cite-note-111111. ↑ Massimo Maccagni: The new standard for the (patented/brevettato) CX-process: The first CX-Project with ammonium salts based desulphurisation. In: Erzmetall, 6/2013, S. 350
cite-note-112112. ↑ Carsten Hillmann: Recovery of Zinc from Spent Batteries by the Treatment in a Shaft Furnace. In: Erzmetall – World of Metallurgy, 4/2014, S. 220
cite-note-113113. ↑ Presseinformation BERZELIUS vom 16. November 2009, wiedergegeben in Erzmetall, 63, Nr. 1, 2010, S. 40, „die Bleibatterie hat Zukunft“. Zum gleichen Thema auch „Recycling in der BleihĂŒtte“ in FAZ Nr. 19 vom 23. Januar 2012, S. 16, Beitrag gez. bĂŒâ€™Braubach (Standort der BSB). Ferner: BSB – Recyling: SekundĂ€rbleihĂŒtte mit Compoundieranlage (geschĂŒtzte Marke „Seculene“) in GDMB – News Heft 4/2012. S. XXXIV.
cite-note-114114. ↑ Christiane Scharf, AndrĂ© Ditze: Fundamentals of Chlorination of Lead Oxide using Magnesium Chloride. In: Erzmetall, 2011, 64, Nr. 4, S. 205.
cite-note-115115. ↑ Über diesbezĂŒgliche Forschungsarbeiten berichten Tobias Elwert, Karl Strauß, Thomas Schirmer, Daniel Goldmann: Phase Composition of High Lithium Slags from the Recycling of Lithium Ion Batteries. In: Erzmetall – World of Metallurgy, 2012, 65, Nr. 3; ISSN 1613-2394.
cite-note-116116. ↑ Dazu auch Abschnitt 3.3 „Edelmetalle“.
cite-note-117117. ↑ E. Rombach u. a.: Altbatterien als sekundĂ€re Rohstoffressourcen fĂŒr die Metallgewinnung. In: Erzmetall.
cite-note-118118. ↑ Erzmetall. Band 61, Nr. 5, 2008, S. 335.
cite-note-119119. ↑ Th. Angerer, St. Luidold. H. Antrekowitsch: Technologien zum Recycling von Hartmetallschrotten. In: Erzmetall, Heft 1/2011, S. 6 f., ibidem Heft 2, S. 62 sowie Heft 6, S. 328(s. a. a. O).
cite-note-120120. ↑ Presseinformation vom 20. September 2012, zitiert in: Erzmetall, 2012, 65, Nr. 6, S. 343.
cite-note-121121. ↑ „Thermisch mechanische Anreicherung von Indiumzinnoxid aus Displayeinheiten gebrauchter Flachbildschirme“. Anika Bihlmayer, Martin Völker in „Erzmetall, World of Metallurgy“, 64/2011, Nr. 2, S. 79.
cite-note-122122. ↑ R. Gillner u. a. in Erzmetall 64/2011, Nr. 5, S. 260.
cite-note-123123. ↑ Presseinformation vom 19. November 2015. In: Erzmetall, 1/2016, S. 13.
cite-note-124124. ↑ Siehe auch bei Zeerleder, DĂŒsseldorf 1953.
cite-note-125125. ↑ Recycling von Stahl wird umweltfreundlicher. In: Erzmetall – World of metallurgy. 61, Nr. 1, 2010, S. 102.
cite-note-126126. ↑ Franken Guss-Kitzingen BMU-Förderung eines Pilotprojektes. In: Erzmetall, 2011, Nr. 4, S. 239 (Wiedergabe einer Presseinformation vom 30. Mai 2011).
cite-note-127127. ↑ Siehe Heizleiterlegierungen.
cite-note-128128. ↑ Erzmetall. Band 61, Nr. 5, 2008, S. 333.
cite-note-129129. ↑ FĂŒr eine eingehende Darstellung siehe die Fachliteratur, unter anderem: Industrieofenbau. Vulkanverlag, Essen.
cite-note-130130. ↑ Rudolf P. Pawlek: Fortschritte beim Umschmelzen und Gießen von Aluminium. In: Erzmetall. Band 61, Nr. 2, 2008.
cite-note-erzmetall-131131. ↑ Economics. In: Erzmetall, 5/2015, S. 254
cite-note-1323. Berichte der Wirtschaftsvereinigung Metalle, Berichte des DIW Berlin, GeschÀftsberichte, Mitteilungen in Fachpresse und Frankfurter Allgemeine Zeitung.
cite-note-1334. Rudolf Pawlek. Editorial Erzmetall 5/2010 „Aluminium im Jahre 2010“ (mit zeitbezogenen Zahlen zu PrimĂ€rerzeugung und Recycling).
cite-note-1345. Zahlenangaben fĂŒr 2000, 2005 und 2006 kommen aus verschiedenen, nicht immer ĂŒbereinstimmenden Quellen, sind durch die expansive Entwicklung in einigen Regionen der Welt (beispielsweise China), aber auch die Krise von 2008/2009 zum Teil obsolet geworden, geben aber wenigstens einigen Anhalt ĂŒber weltweit erzeugte Mengen wichtiger Metalle sowie Erzeugung und Verbrauch in der BRD.
cite-note-1356. FAZ fĂŒr 2007.
cite-note-1367. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Oktober 2007.
cite-note-137137. ↑ Rohstahlproduktion wĂ€chst schwĂ€cher. In: FAZ, Nr. 20/2013, S. 11; Zahlen aus Wirtschaftsmitteilung.
cite-note-138138. ↑ Das Ende der Stahlstatistik. In: FAZ, 9. Januar 2009, Wirtschaftsteil, S. 11: fĂŒr Dezember 2009 leicht erholte Rohstahlproduktion von 3,03 Millionen t. Gleichzeitig wird mitgeteilt, dass die gesetzliche Verpflichtung zur Angabe von Produktionsziffern fĂŒr die gesamte Stahlbranche mit Jahresende 2009 ausgelaufen ist.
cite-note-139139. ↑ Wirtschaftsnotiz. In: FAZ, 6. September 2012, S. 21. Dazu auch vergleichend Statistik zur Erzeugung von Rohstahl in Deutschland seit 1950. stahlbroker.de, 2. November 2011; abgerufen am 22. Januar 2012.
cite-note-140140. ↑ FAZ, 27. November 2013, S. 10. Stahlbranche schimpft auf Politik. Pressenotiz von St. DĂŒsseldorf, 26. November 2013.
cite-note-141141. ↑ st: Mehr Rohstahl erschmolzen. In: FAZ, 11. MĂ€rz 2014, S. 20.
cite-note-142142. ↑ stahl-online.de
cite-note-143143. ↑ Stahl im Hochleistungsmodus. In: FAZ, 21. September 2016, S.V6
cite-note-144144. ↑ Zahlen aus der „Statistik der Weltgußproduktion“, wiedergegeben in VÖG Giesserei Rundschau, 2018, Jg. 65, Heft 01, S. 68 f.
cite-note-145145. ↑ Dtatistik der Weltgussproduktion im Jahr 2016 aus Giesserei-Rundschau Jhg 65, Heft 01 2018.
cite-note-146146. ↑ Die Rohaluminiummenge kam mit 0,432 Millionen t aus PrimĂ€rerzeugung und mit 0,634 Millionen t aus dem SekundĂ€rsektor.
cite-note-147147. ↑ Rheinische AluminiumhĂŒtte erhöht mit neuem Recyclingofen den Gesamtausstoß fĂŒr die Walzbarrenfertigung um 50.000 auf 400.000 t/a. In: Erzmetall, 2007, Nr. 6.
cite-note-148148. ↑ HYDRO. In: FAZ, 22. August 2016.
cite-note-149149. ↑ Unter Economics gesammelte Meldungen in Erzmetall 4/2013 und 3/2015, ISSN 1613-2394
cite-note-150150. ↑ R.P. Pawlek „Die AluminiumhĂŒttenindustrie Ende 2014“, in Erzmetall/World of Metallurgy, Heft 2/2015, S. 55, im GDMB-Verlag
cite-note-151151. ↑ Beitrag. In: FAZ, 9. Januar 2016, S. 23.
cite-note-152152. ↑ R. Pawlek: Bauxit and Alumina Activities in 2007 to 2008. In: Erzmetall, 2008, 61, Nr. 5.
cite-note-153153. ↑ Die Nachfrage ist seit dem Jahr 2000 von 80.000 t auf 126.000 t im Jahr 2010 gestiegen (lt. BÖRSENMONITOR Mai 2012).
cite-note-154154. ↑ FAZ vom 20. November 2010, Hendrik Kafsack: EU wegen knapper Rohstoffe in großer Sorge. s. auch in FAZ vom 20. November 2010, Nr. 271, S. 13. Online-Volltext.
cite-note-155155. ↑ RĂŒdiger Köhn: Auf dem falschen Fuß. in FAZ Nr. 207 vom 6. September 2011, S. 22.
cite-note-faz-2010-11-25-156156. ↑ Christoph Hein: Australien sichert Japan Seltene Erden zu. In: FAZ vom 25. November 2010, Nr. 275, S. 12. Online-Volltext.
cite-note-157157. ↑ Lt. FAZ Wirtschaftsmitteilungen. Nr. 155, 5. Juli 2008.
cite-note-158158. ↑ Ein einschlĂ€giger Zulieferer teilt in der Presse („Borkener Zeitung“) mit, dass 2007 ein Umsatz von 225 Millionen € erzielt wurde.
cite-note-159159. ↑ „Neue Wege in der Computertomographie und der BauteilprĂŒfung“, berichtet von j. Rosc, Th. Pabel, G. F. Geier, D. Habe, O. Brunke in „Giesserei Rundschau“ Jg. 58, Heft 5/6 – 2011, S. 98.
cite-note-160160. ↑ I. Stuke, O. Brunke: InlineCT – Schnelle Computertomographie in der Massenfertigung. ibidem S. 102.
cite-note-161161. ↑ Lt. Erzmetall. 61, Nr. 4 und 5, 2008.
cite-note-162162. ↑ Dazu auch Praktika der RUB (Ruhr-UniversitĂ€t Bochum), Institut fĂŒr Werkstoffe – Lehrgebiet WerkstoffprĂŒfung.
cite-note-163163. ↑ Anja Steckenborn, Urban Meurer: Entwicklung einer online-Sulfidanalytik in der Abwasserbehandlungsanlage einer PrimĂ€rbleihĂŒtte. Erzmetall 5/2011, Nr. 4, S. 282.
cite-note-164164. ↑ EMC GDMB Homepage.